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Leichtigkeit der Roten Teufel ist verflogen

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Freie Schussbahn: Torwart Mikko Rämö ist geschlagen. Martin Heinisch setzt den Schlusspunkt und gewinnt mit Crimmitschau in Bad Nauheim mit 4:1.
Freie Schussbahn: Torwart Mikko Rämö ist geschlagen. Martin Heinisch setzt den Schlusspunkt und gewinnt mit Crimmitschau in Bad Nauheim mit 4:1. © Andreas Chuc

(mn) Die Euphorie ist verfolgen. Die Leichtigkeit aus dem Vormonat ist dahin. Vor 2258 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion unterlag Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim den Eispiraten Crimmitschau am Sonntag mit 1:4 (0:1, 0:0, 1:3) - es war die dritte Niederlage in Folge.

Eine »Kopfsache« meint Petri Kujala, der Trainer, und bemängelte das Zweikampfverhalten. »Das gefällt mir nicht. Wenn man keine Zweikämpfe gewinnt, dann gewinnt man auch kein Spiel.« Weiteres Manko: Die Roten Teufel treffen das Tor nicht mehr. Einen einzigen Treffer erzielten die Wetterauer in 120 Wochenend-Minuten, die Topreihe ist seit drei Partien ohne Erfolgserlebnis. »Wir müssen das Spiel einfach halten und zielstrebiger spielen; auch ich«, sagt Dusan Frosch, der offensiv mit Nick Dineen und Dustin Cameron die Hauptlast trägt.

Viele Mosaiksteinchen fügten sich diesmal zu einem runden Bild zusammen; in negativer Hinsicht. Angefangen vom frühen Gegentor bei eigener Überzahl, als Joel Keussen den Puck im Aufbau verlor und Ex-Nationalspieler John Tripp mit einem wuchtigen Schuss abschließen konnte (4.) und eine Hinausstellung inmitten jener einzig vielversprechenden Phase nach dem 1:1, was prompt den 1:2-Rückstand zur Folge hatte. Aufbaupässe, die mehrfach die Linienrichter trafen, Ungenauigkeiten im Passspiel, zermürbendes und zugleich uneffektives Werkeln in den offensiven Ecken, eine frühe Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Daniel Ketter (12.

), schwacher Abschluss bei den seltenen Torgelegenheiten - die Liste ließe sich lange fortführen. Sicher auch ungewöhnlich: Binnen 1:36 Minuten wanderten gleich zwei Spieler der Hausherren jeweils wegen Spielverzögerung (weitgehend unbedrängt wurde der Puck auf die Tribüne geschossen) auf die Strafbank. Das Engagement war den Gastgebern sicher nicht abzusprechen, doch machten sich die Roten Teufel mit meist umständlichen Spiel selbst das Leben schwer und erinnerten mitunter an die schon vergessenen November-Auftritte.

Die beste, weil zugleich einzig vielversprechende Phase hatte Bad Nauheim unmittelbar nach dem Ausgleich; dem ersten Treffer nach 102 Minuten. Kyle Helms war im Nachschuss erfolgreich. Fünf Minuten später - nach Strafzeit und Gegentor - war dieser Funke Hoffnung erloschen.

EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Kohl, Keussen, Ketter, Kaisler - Frosch, Dineen, Cameron, Pauli, Lange, Alanov, Hofland, Helms, Strauch, Niederberger, Kammerer, Lascheit.

Eispiraten Crimmitschau: Nie - Pyka, Wishart, Walsch, Halbauer, Tramm, Schietzold - Foy, Lampe, Pohl, Buechli, Höller, Tripp, Kabitzky, Heinisch, Guts.

Steno: Tore: 0:1 (4.) Tripp (Lampe, Pyka - 4-5), 1:1 (42.) Helms (Pauli, Alanov), 1:2 (49.) Lampe (Pohl, Schietzold - 5-4), 1:3 (50.) Schietzold (Lampe, Foy), 1:4 (55.) Heinisch (Guts, Kabitzky). - Schiedsrichter: Alfred Hascher. - Strafminuten: Bad Nauheim 10 plus fünf Minuten plus Spieldauer (Ketter), Crimmitschau 6. - Zuschauer: 2258.

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