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Lavallee unterschreibt in Bad Nauheim

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(mn) Der erste Neue ist ein alter Bekannter: Eishockey-Oberligist EC Bad Nauheim hat am Montagabend die Rückkehr von Kevin Lavallee bestätigt. Der 28-Jährige kommt von den Lausitzer Füchsen.

Beim Zweitligisten war der gebürtige Kanadier, der im Herbst letzten Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte, mit 21 Toren und 18 Vorlagen in 40 Spielen drittbester Vorrunden-Scorer seiner Mannschaft. »Kevin hat gezeigt, dass er in der zweiten Liga eine gute Rolle spielen kann«, sagt Daniel Heinrizi, der Sportliche Leiter der Roten Teufel, die damit nach Torwart Thomas Ower sowie den Stürmern Harry Lange, Patrick Strauch und Tim May den fünften Spieler unter Vertrag genommen haben.

»Weißwasser hat mir die Entscheidung nicht leicht gemacht«, sagt Lavallee, berichtet von einem guten Angebot der Füchse, aber auch von einer Distanz von 550 Kilometern nach Rödgen, wo der Stürmer mit seiner Frau Jana zu Hause ist. »Für die Familie war der Wechsel die beste Entscheidung.« Neben Matt McKnight und Christoffer Kjärgaard hatte sich Lavallee im zweiten Anlauf in der zweithöchsten deutschen Spielklasse etablieren können. In 40 Vorrundenspielen erzielte der Rechtsschütze 21 Treffer und gab 18 Vorlagen. »Ja, mit Matt und Christoffer hat’s super gepasst.

« Die Füchse konnten sich auf Rang acht für die Playoffs qualifizieren, unterlagen in Runde eins aber dem späteren Meister Bietigheim/Bissingen. Für Lavallee war die Serie verletzungsbedingt bereits nach dem zweiten Spiel beendet. Eine erneute Operation der lädierten Schulter (eine Platte wird entfernt) sei erforderlich, »aber ich habe keine Probleme, kann die Schulter ganz normal bewegen.« Lavallee hatte in Weißwasser bereits den zweiten Anlauf genommen, um in der Zweitklassigkeit Fuß zu fassen.

In der Saison 2010/11 hatte sein Gastspiel bei den Wölfen Freiburg nach nur 20 Spielen mit dem Wechsel zum Oberligisten Dortmund geendet. »In Freiburg hatte ich eine ganz andere Rolle. Defensiver, mit zwei jungen Spielern in der dritten Reihe Da sollte ich in erster Linie Tore verhindern. In Weißwasser war’s meine Aufgabe, zu scoren. Und da hatte ich zwei starke Mitspieler an meiner Seite«, nennt er die Unterschiede.

Ein Bild von der Entwicklung der Roten Teufel in den vergangenen Monaten (Lavallee hatte den Drittligisten erst im letzten Sommer verlassen) konnte sich der Publikumsliebling im Verlauf der Playoff-Serien als Tribünengast machen, und mit dem Titelgewinn erkannte er die Option auf eine Rückkehr.

»Frank Carnevale hatte Interesse, ich hatte Interesse. Ja, das passt«, sagt der Angreifer, der mit seinen neuen Teamkollegen das Sommertraining aufgenommen hat und auch von den kurzen Gesprächen mit dem Coach überzeugt ist. »Frank ist ehrgeizig, will unbedingt gewinnen.« »Entdeckt« wurde Lavallee im Januar 2007 von Fred Carroll, der den Europa-Debütanten vom niederländischen Ehrendivisionär Groningen erstmals in die Wetterau geholt hatte. Parallel zur Rückkehr Lavallees wurde - gerade am Rande des Marktplatzfestes in Bad Nauheim - über weitere Personalentscheidungen spekuliert. D

ie Verhandlungen mit den Verteidigern Daniel Ketter und Alexander Baum sollen vor dem Abschluss stehen, auch der Verbleib von Sven Schlicht und Daniel Oppolzer zeichne sich ab, wobei die offiziellen Bestätigungen in allen vier Fällen noch ausstehen

Kevin Lavallee: Private und sportliche Volltreffer in Bad Nauheim

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