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Lars Liebert Zweiter beim »Jugendgewackel«

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(pv) Beim »Jugendgewackel«, wie der traditionsreiche Wettbewerb von den »alten« Segelfliegern gerne liebevoll genannt wird, treffen sich Flugschüler und junge Piloten unter 21 Jahren aus ganz Hessen, um den hessischen Vorentscheid in der Meisterschaft im präzisen Segelfliegen auszutragen. Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltung vom bereits verstorbenen Friedberger Fluglehrer Manfred Formhals, ebenfalls Mitglied im AeC Bad Nauheim.

Während des Vergleichsfliegens führen die Piloten vorgegebene Standardmanöver aus, wie sie auch in der Flugausbildung geflogen werden – es wird eben in der Luft »herumgewackelt«. Die Punktrichter, meist selbst Fluglehrer, beurteilen die Künste ihrer Schützlinge und vergeben Strafpunkte, wenn die Figuren nicht exakt geflogen werden. Am Ende jeden Fluges steht dann die Ziellandung, die »Königsdisziplin« beim Jugendvergleichsfliegen. Wie bei jeder Landung fliegen die Piloten ihre Maschinen, jede etwa sechs bis sieben Meter lang, mit etwa 80 bis 90km/h an den Boden und lassen sie dort ausschweben. Das Aufsetzen erfolgt bei etwa 60 bis 70 km/h und muss bei der Ziellandung in einem Landefeld erfolgen, das gerade mal 13 Meter lang ist. Selbst für erfahrene Flieger ist diese Übung eine echte Herausforderung, deren Schwierigkeitsgrad sich für den Nichtflieger mit der Vorstellung von »Hochgeschwindigkeitseinparken rückwärts« erschließt.

In diesem Jahr haben acht Jugendliche des AeC Bad Nauheim die Vorrunde überstanden und wetteiferten auf dem Flugplatz in Riedelbach/ Taunus in einem insgesamt 26 Teilnehmer starken Feld. Starker Wind und Regenschauer schafften zusätzlich erschwerte Bedingungen. Sieger wurde Felix Moch aus Bensheim, Martin Lehmann aus Riedelbach wurde Zweiter. Der Bad Nauheimer Lars Liebert (15) segelte auf den dritten Platz des Siegertreppchens. Neben ihm kamen fünf weitere Piloten aus dem Bad Nauheimer Verein unter die ersten Zehn. Für Fluglehrer Thomas Liebert, den Vater von Lars Liebert), bedeutet dies einen großen Erfolg. Die vier bestplatzierten Bad Nauheimer dürfen nun in Langenselbold antreten, wenn der Hessenmeister ermittelt und über die Teilnahme am Bundeswettbewerb entschieden wird.

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