Fußballkreis Büdingen

Lange Sperren nach Tumulten auf dem Sportplatz

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Für 16 und 14 Spiele sind zwei Fußballer aus dem Kreis Büdingen aus dem Verkehr gezogen worden. Zwei weitere Sperren und eine Geldstrafe gab es ebenfalls im Nachgang von unschönen Szenen auf einem Sportplatz.

Dieses Urteil hatte es in sich: Der Büdinger Fußball-Kreisoberligist SC Viktoria Nidda muss 16 Pflichtspiele auf seinen Offensivakteur Kerem Kayatuz verzichten, sein Teamkollege Leutrim Jusufi bekam vom Sportgericht des Kreises eine Sperre von 14 Spielen aufgebrummt. Zudem müssen Viktoria-Spielmacher Ferdi Özcan und der Torwart von Blau-Weiß Schotten, Sascha Spamer, sechs Spiele zusehen.

Was war passiert? Am 11. November waren die beiden Vereine aufeinandergetroffen (Endstand: 1:1). Es lief die 80. Spielminute, als es auf und abseits des Spielfeldes zu tumultartigen Szenen gekommen war. Kreisfußballwart Jörg Hinterseher erklärte auf Anfrage, es habe wohl Beleidigungen seitens der Schottener Zuschauer in Richtung der beiden Niddaer Offensivkräfte gegeben, die daraufhin ausgerastet seien. Spamer und Özcan seien anschließend abseits der Szenerie aneinander geraten. Schiedsrichter Johannes Baumann (Fernwald) verteilte daraufhin vier Rote Karten. Sein Sonderbericht und seine Aussage waren die Grundlage der Verhandlung in Wallernhausen, an dessen Ende die vier genannten Sperren sowie ein zweimonatiges Platzverbot und eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro für einen Zuschauer standen. Die Kosten des Verfahrens muss zu zwei Dritteln der Ex-Verbandsligist aus Nidda zahlen, der Rest geht auf das Konto des Vereins aus Schotten.

Beide Vereine bilden zusammen eine Jugendspielgemeinschaft

Das Kreissportgericht um Manfred Schmidt (Rinderbügen), Gerhard Sinner (Kefenrod) und Manfred Bohl (Nidda-Fauerbach) gab allen gesperrten Spielern die Möglichkeit, ihre Strafen durch den Besuch eines Konfliktmanagement-Seminars des Hessischen Fußballverbandes um bis zu fünf Spiele zu reduzieren.

Besonders pikant: Beide Vereine verbindet eine Jugendspielgemeinschaft. Die Teams verzichteten laut Hinterseher auf Rechtsmittel, das Urteil ist damit rechtskräftig. Nidda kündigte zudem interne Konsequenzen an. "Das sind Sachen, die brauchen wir im Fußball nicht. Sie bringen nur unseren Sport in Verruf, auch wenn so etwas im Kreis Büdingen zum Glück nicht jede Saison vorkommt. Daher ist das Urteil in meinen Augen auch angemessen, zumal die beiden Haupttäter bis August nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen sind", kommentierte Hinterseher abschließend.

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