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Kurz-Schlussreaktion

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(mn) Verdacht auf Gehirnerschütterung, Schädelprellung – Krankenhaus. Das dritte Playoff-Finale zwischen den Kassel Huskies und dem EC Bad Nauheim endete am Dienstagabend mit polizeilichen Ermittlungen gegen Wolfgang Kurz, den Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH.

Rund eine Stunde nach Spielende hatte ein Fan der Kassel Huskies am Mannschaftsbus der Roten Teufel zunächst verbal Spieler der Gäste provoziert und dann Bettina Grassl, die EC-Geschäftsstellenleiterin, mit vulgären Ausdrücken beleidigt. EC-»Chef« Kurz, ihr Lebensgefährte, hatte sich draufhin den Fan, der laut Zeugenaussagen alkoholisiert war, gepackt und ihn gegen einen Zaun gedrückt. »Er sollte sich für seine Worte entschuldigen. Als ich ihn losgelassen habe, ist er umgefallen«, schildert Kurz. Der 29-jährige Fan blieb benommen liegen. Ein zufällig anwesender Rettungssanitäter in Zivil sowie das Ärzteteam der Roten Teufel haben sich bis zum Eintreffen des Rettungswagens um den Verletzten gekümmert. Nachdem die Polizei die Personalien von Kurz aufgenommen hatte, konnte dieser den Heimweg antreten.

Huskies-Pressesprecher Alexander Wessel, der hauptberuflich im Polizeidienst tätig ist, bestätigte gestern auf WZ-Nachfrage, dass ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung laufe. Der Huskies-Fan, gegen den wegen Beleidigung ermittelt werde, musste zur Beobachtung zwei Nächte im Krankenhaus verbringen.

Die Spielbetriebs GmbH bezog in einer Pressemitteilung Stellung: »Herr Kurz entschuldigt sich, den Kasseler Fan angefasst zu haben, betont aber nicht gewalttätig geworden zu sein. Wir wünschen dem Kasseler Fan gute Besserung.«

Bereits in der Vorsaison war Kurz bei Spielen der Roten Teufel in Kassel in Handgreiflichkeiten verwickelt.

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