Kritik von Koch an "zweierlei Maß"

  • Wolfgang Gärtner
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(gae). Es war und ist ein holpriger Start für die beiden hessischen Teams in der Basketball-Bundesliga. Erst hatten sowohl die Fraport Skyliners aus Frankfurt als auch die Gießen 46ers im Pokalwettbewerb der BBL keine Chance aufs Weiterkommen, nun lief auch der Ligastart alles andere als geplant. Immerhin durften die Skyliners spielen, auch wenn sie aufgrund von zunächst positiven Tests auf das Coronavirus vor dem Spiel bei Alba Berlin nicht trainieren durften und entsprechend deutlich mit 66:79 verloren.

Die Gießen 46ers mussten sich am Wochenende den BBL-Start am Fernseher ansehen. Team und Trainer sind aufgrund eines Corona-Falles eines Profis seit dem vergangenen Mittwoch in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne.

Derweil gab es Kritik, nachdem die Gesundheitsämter mit Quarantäne-Maßnahmen für drei Spielabsagen gesorgt hatten. Die BBL ist nun schon acht Spiele im Rückstand. Im Pokal sind fünf abgesagte Begegnungen, darunter drei von Titelverteidiger Alba, noch nicht nachgeholt. Hinzu kommen die drei Partien vom ersten BBL-Spieltag.

46ers-Geschäftsführer Michael Koch erklärte im Deutschlandfunk, dass im Sport mit zweierlei Maß gemessen werde. Im Fußball habe es auch positive Corona-Fälle gegeben - auch bei Bayern München. Die Mannschaft sei dort aber nicht aus dem Verkehr gezogen worden, und es wurde keine 14-tägige Quarantäne der Mannschaft vorgeschrieben, konstatierte Gießens Boss. Zudem bestätigte er nochmals, dass der Klub wegen der Geisterspiele Finanzhilfe beantragt habe. "Wir leben im Höchstmaße von Zuschauern, von VIP-Karten. Auch die Werbung, die bei uns geschaltet wird, ist eher lokal. Wir brauchen unbedingt Zuschauer", fügte Koch mit Blick auf die Finanzen warnend an.

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