Krimi mit Happy-End

(kun/sth) Einen Eishockey-Krimi erlebten die 2459 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion beim vorletzten Spiel der DEL2-Hauptrunde des EC Bad Nauheim gegen die Bietigheim Steelers. Am Ende hatten die Roten Teufel beim 6:5 (1:1, 3:2, 1:2, 0:0, 1:0)-Heimerfolg nach Penaltyschießen dank Sean McMonagle die Nase vorn.

Damit konnten die Roten Teufel alle vier bisherigen Saisonvergleiche gegen das Team von Steelers-Chefcoach Kevin Gaudet für sich entscheiden.

Ohne die Verletzten Chris Heid, Taylor Carnevale, Tim May, Dan Ringwald und Dennis Reimer, dafür mit den beiden Juniorenspielern Goran Pantic und Maximilian Spöttel, starteten die Gastgeber quasi vom Start weg mit einer fünfminütigen Überzahlsituation wegen eines hohen Stocks von Müller gegen Oppolzer. Helms und Ketter vergaben in dieser Phase aussichtsreiche Torchancen für das Team von RT-Coach Daniel Heinrizi.

Besser machte es Michael Dorr in der 17. Minute nach Zuspiel von Jason Pinizzotto – 1:0. Die Bad Nauheimer Führung hatte jedoch nur zwei Minuten Bestand. Matt McKnight stand nach einem Pass von Marcus Sommerfeld genau richtig und besorgte den Ausgleich für die Steelers – Guryca war in dieser Situation chancenlos.

Das zweite Drittel eröffneten die Roten Teufel dann mit einem Paukenschlag: Nach nur zehn Sekunden hatte Dorr die Hausherren nach Scheibeneroberung von Helms wieder in Front gebracht. Postwendend ließ Greg Squires in Überzahl den 2:2-Ausgleichstreffer für Bietigheim folgen. Für die erneute Bad Nauheimer Führung war Matt Beca in der 27. Minute verantwortlich. Ein Schuss von Pietsch war Steelers-Goalie Coutier zuvor durch die Schoner gerutscht.

Mit einem Schuss von der blauen Linie markierte Robin Just den Ausgleich für die Ellentaler. Das letzte Wort im zweiten Durchgang hatten jedoch erneut die Kurstädter: Als die Gäste vehement ein Foulspiel reklamierten, traf Daniel Oppolzer zum 4:3 für die Roten Teufel. Die Steelers erwiesen sich jedoch als Stehaufmännchen: McKnight war es, der in der 43. Minute in Überzahl den 4:4-Ausgleich erzielte. In der 53. Minute ließ Oppolzer die Bad Nauheimer Fans per Schuss ins lange Eck zum 5:4 erneut jubeln. Die Gäste avancierten jedoch erneut zum Spielverderber: Sieben Sekunden vor dem Ende erzwang Martens als sechster Feldspieler die Overtime für die Steelers.

EC Bad Nauheim: Guryca – Götz, Baum, Ketter, Versteeg, Pietsch, Pantic – McMonagle, Lange, Pinizzotto, Dorr, Helms, Beca, Lavallee, Oppolzer, Strauch, Schlicht, Spöttel.

Bietigheim Steelers: Cloutier – Murray, Steingroß, Gleich, Vogl, Schütz, Martens, Müller – Just, St. Jaques, Dmitriev, Sommerfeld, McKnight, Quinlan, Schoofs, Squires, Heatley.

Steno: Tore: 1:0 (17.) Dorr (Pinizzotto – 4-4), 1:1 (19.) McKnight (Sommerfeld, Squires – 5-4), 2:1 (21.) Dorr (Helms – 4-5), 2:2 (22.) Squires (Sommerfeld, Just – 5-4), 3:2 (27.) Beca (Helms, Pietsch), 3:3 (34.) Just (Dmitriev, St. Jaques), 4:3 (38.) Oppolzer (Lavallee, Götz), 4:4 (43.) McKnight (5-3), 5:4 (53.) Oppolzer, 5:5 (60.) Martens (McKnight, Squires – 6-5), 6:5 McMonagle (Penalty). – Schiedsrichter: Stefan Vogl. – Strafminuten: Bad Nauheim: 12+10, Bietigheim: 6+5+20+Spieldauer Müller. – Zuschauer: 2459.

Weiter spielten: Rosenheim – Kaufbeuren 3:1, Crimmitschau – Riessersee 5:0, Ravensburg – Lausitzer Füchse 9:2, Dresden – Landshut 3:2, Fischtown Pinguins – Heilbronn 4:2.

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