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Am 11. August standen sich Marcel Lechner (links) mit dem SV Schwalheim II und Stefan Werner Kilb mit der TSG Wölfersheim gegenüber. Das Kreissportgericht hat nun die Strafen für die Vorfälle rund um das Spiel bekannt gegeben. (Foto: Nici Merz)

Fußball

Kreissportgericht urteilt: Sperren, Geldstrafen und Punkteabzug

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Das Kreissportgericht hat nach dem Spiel SV Germania Schwalheim II - TSG Wölfersheim sein Urteil verkündet - und damit ein Zeichen gesetzt.

Sperren, Geldstrafen, Abzug von Punkten! Das Kreissportgericht hat nach den Vorkommnissen rund um das Spiel SV Germania Schwalheim II - TSG Wölfersheim in der Fußball-Kreisliga B, Gruppe 1 am 11. August sein Urteil gefällt und den Klubs am Montag zugestellt. In fünf Fällen wurden Strafen ausgesprochen.

Klaus Häuser (SV Ober-Mörlen), der die dreieinhalbstündige mündliche Verhandlung als Vorsitzender geleitet hatte, und im Anschluss noch zweimal mit seinen Beisitzern Egon Antmansky (Traiser FC) und Kurt Kost (KSG Bönstadt) zusammen gekommen war, sprach von einem "außergewöhnlichen Fall", zugleich dem ersten "Rassismus-Fall" vor dem Kreissportgericht.

Der SV Schwalheim wurde aufgrund einer ebensolchen Äußerung, die seitens des Klubs eingeräumt worden war, mit einem Abzug von drei Punkten gegen die zweite Mannschaft bestraft. "Als Gremium waren wir uns darüber einig, dass es sich nicht um einen minderschweren Fall gehandelt hat", sagt Häuser. Der Verein erhielt zudem eine Geldstrafe in Höhe von 250 Euro.

Die TSG Wölfersheim als Gastmannschaft muss für unsportliches Verhalten eines ihrer Zuschauer 100 Euro bezahlen. Dieser war aggressiv in Richtung der Heim-Zuschauer gerannt.

Burak Yaya (TSG Wölfersheim) wurde wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Spiele gesperrt. Er hatte den Heim-Zuschauern den, besser gesagt, die Mittelfinger gezeigt.

Christian Dunst (SV Schwalheim) wurde für einen Tätlichkeit, die er eingeräumt hatte (ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht eines Gegenspielers) für fünf Spiele gesperrt.

Ebenso muss Andrew Iyasere (TSG Wölfersheim) eine Sperre von fünf Spielen absitzen. Er hatte gleiche mehrere Unsportlichkeiten begangen und wurde für grob unsportliches Verhalten bestraft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er seinen Gegenspieler Dunst vor dessen Schlag verbal oder mit einem Schlag in den Nacken provoziert und ihn anschließend in eine Ecke des Spielfeldes gejagt habe. Zudem habe er den Spielern eine halbe Stunde nach Spielende im Vereinsheim bedroht.

Für das Rückspiel der Klubs am 24. November wurde Verbandsaufsicht angeordnet.

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