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Kreissportgericht konstituiert sich

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(udo) Nach den vorangehenden Wahlen konstituierte sich dieser Tage das Kreissportgericht Friedberg im Ilbenstädter Restaurant »Weiße Rose aus Athen«, wo auch die künftigen Sitzungen stattfinden werden.

Vorsitzender Reinhold Wolfinger (SV Ober-Mörlen) begrüßte die Teilnehmer in seiner »neuen Heimat Ilbenstadt«, wo er seit drei Jahren wohnt. Wolfinger war schon einmal von Juli 2001 bis März 2004 Kreisrechtswart, was in heutiger Terminologie dem Vorsitzenden des Kreissportgerichts entspricht.

Zu Stellvertretern waren Heinz Schwab (Spvgg. 08 Bad Nauheim) und Horst Gruner (KSV Berstadt) gewählt worden. Beisitzer für die Senioren sind Kurt Kost (KSG Bönstadt), Berthold Meyerhöfer (FSG Burg-Gräfenrode), Boris Bauschmann (SV Staden), Günter Schäfer (SC Reichelsheim), Karl-Ernst Kunkel (SG Melbach), Walter Schusterschitz (SV Steinfurth), Heinrich Roth (KSG Bönstadt) und Metin Silik (Türk Gücü Friedberg). Von den Vereinsjugendleitern wurden beim Kreisjugendtag Gerhard Schlautek (SV Nieder-Wöllstadt), Bernd Held (SG Rodheim), Horst Schmied (FSV Kloppenheim), Reimund Repp (FSV Dorheim) und Andreas Burkhardt (SV Gronau) als Beisitzer des Kreissportgerichts für die Jugend gewählt.

Reinhold Wolfinger begrüßte zur konstituierenden Sitzung außer den Beisitzern insbesondere Thorsten Bastian als Vorsitzenden des regionalen Sportgerichts und Rainer Dreut als Kreisfußballwart. Dreut (Nieder-Weisel) sprach über die Reformen des Hessischen Fußballverbandes, die im Rechtswesen geplant sind und beim ordentlichen Verbandstag am 24. Oktober in der Sportschule Grünberg verabschiedet werden sollen. Außerdem gab er Auskunft zur Rechtssprechung in der Oberliga, wo er als Beisitzer fungiert. Bastian (Rockenberg) referierte aus der Praxis zu Fällen aus dem bisherigen Bezirksgeschehen.

Die Amtszeit des Kreissportgerichts beträgt vier Jahre. Vorsitzender Wolfinger bezeichnete als Schwerpunkt seiner Tätigkeit, bei den Fußballern die mangelnde Disziplin bei den A- und B-Junioren, die mittlerweile auch schon die C- und D-Junioren erreicht habe, wieder in den Griff zu bekommen. Der scheidende Kreisjugendwart Hermann Ulrich Pfeuffer habe beim Kreisjugendtag deutliche Worte zum Thema gefunden. Übermotivierten Eltern, insbesondere im E-, F- und G-Jugendbereich, sollten Sinn und Zweck des Fußballsports und Werte wie Anstand und Kameradschaft deutlich gemacht werden. Deshalb will Wolfinger die Jugendleiter-Pflichtsitzungen regelmäßig besuchen und mit den Vereinsjugendleitern so eng wie möglich kommunizieren.

Im Fußballkreis Friedberg sei im Vergleich zu einigen anderen Großkreisen im bisherigen Bezirk Frankfurt, der im Februar 2008 abgeschafft wurde, die Fußballwelt »noch in Ordnung«. Dennoch will Wolfinger die Fälle der Rechtssprechung besonders bei der Jugend mehr als halbieren. Michael Chalkidis, dessen »Weiße Rose« in Zukunft das Tagungslokal für Kreissportgerichtsverhandlungen für die Jugend auf Kreisebene und für die Senioren bis zur Kreisliga A sein wird, bekam einen Wimpel des Hessischen Fußballverbands und des DFB überrreicht und erinnerte dabei an die großartigen Erfolge der griechischen Nationalmannschaft bei der letzten Fußball-Europameisterschaft, die im Sommer ihre Fortsetzung finden könnten.

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