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Der entscheidende Moment auf dem Sportplatz in Ober Wöllstadt: Niklas Roskoni (Mitte, am Ball) erzielt hier per Kopf den Ausgleichtreffer für seine Mannschaft. Die Spieler der SG Rodheim können dieser Szene in der Nachspielzeit der Partie nur hilflos zusehen. (Foto: Jaux)

Kreisoberliga Friedberg

Kreisoberliga Friedberg: Der Rodheimer K.o. kommt in der Nachspielzeit

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Drei Spiele weniger auch in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg - zu schlecht waren nach dem Regenwetter die Plätze. Im Abstiegskampf verpasste die SG Rodheim einen Big-Point.

Im Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisoberliga Friedberg haben sich die Spitzenteams am Sonntagnachmittag keine Blöße gegeben. Während der Ligaprimus aus Karben seine Tabellenführung dank eines souveränen 4:1-Heimerfolgs gegen den SV Nieder-Wöllstadt auf fünf Punkte ausbaute, feierte der Tabellendritte Türk Gücü Friedberg II einen knappen 1:0-Heimerfolg im Stadtduell gegen den VfB Friedberg. Im Tabellenkeller setzte sich der SV Teutonia Staden gegen den SC Dortelweil II mit 2:0 durch, während sich die TSG Ober-Wöllstadt und die SG Rodheim beim 2:2-Unentschieden die Punkte teilten. Die Partien TSV Ostheim – FC Ober-Rosbach, SV Steinfurth – KSG 1920 Groß-Karben und SV Bruchenbrücken – SV Gronau fielen der feuchten Witterung zum Opfer. Nachholtermine stehen noch nicht fest.

Kreisoberliga Friedberg: Niklas Roskoni gleicht in der Nachspielzeit für Ober-Wöllstadt aus

TSG Ober-Wöllstadt – SG Rodheim 2:2 (0:2): In einer munteren ersten Halbzeit arbeiteten sich beide Mannschaften gute Chancen heraus, hatten aber beide doppeltes "Aluminiumpech". Nach fünf Minuten schoss Erik Baur per direktem Freistoß aus 20 Metern, der durch die Mauer der TSG rutschte, die Rodheimer in Führung. In der 34. Minute konterten die Gäste nach einer Ecke der Hausherren über Frederic Bausch, der allein auf das Tor zulief und zum 2:0 abschloss. "Nach dem Seitenwechsel wurden die Partie ruppiger und war immer wieder von Fouls unterbrochen. In den letzten 15 Minuten gab es allein acht Gelbe Karten", sagte Ober-Wöllstadts Niklas Roskoni. In der 73. Minute traf Nico Loppe per Kopf nach Flanke von Lars Menzel zum Anschlusstreffer. Kurz vor dem Abpfiff glich Roskoni nach Flanke an den langen Pfosten von Menzel per Kopf zum 2:2 Endstand aus (93.). "In der zweiten Halbzeit waren wir viel druckvoller und haben uns so den späten Ausgleich verdient", sagte Torschütze Roskoni.

TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Burruezo, Fett, Düring, Gondolf, Colombaroli, Loppe, Münk, Menzel, Menges, Teixeira, Hannemann, Schütz, Bechtloff, Roskoni.

SG Rodheim: Krämer, Kunkel, Nussbaum, Kliem, Bausch, Becker, Baur, Gronwald, Würtemberger, Müller, Otto, Lauterbach, Coniglio.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Tobias Raum. – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 (5.) Baur, 0:2 (34.) Bausch, 1:2 (73.) Loppe, 2:2 (90.+3) Roskoni.

FC Karben – SV Nieder-Wöllstadt 4:1 (2:1): "Der heutige Sieg war zu jedem Zeitpunkt ungefährdet und fiel aus meiner Sicht zu niedrig aus. Die Gäste hatten neben dem Tor und einem Pfostenschuss in der ersten Halbzeit keine nennenswerten Chancen", fasste Karbens Spielertrainer Harez Habib die Partie zusammen. In der ersten Hälfte scheiterten Tugay Kuzpinari und Sven Schnierle freistehend aus kurzer Distanz an Gästekeeper Tim Zink. In der 38. Minute musste Ramil Taitschinov nach Ecke von Kuzpinari am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten und brachte den Spitzenreiter in Front. Nur eine Zeigerumdrehung später glich Pasqualino Balenzano für die Gäste ebenfalls nach einem Eckstoß per Kopf aus. Kurz vor der Pause stellte Thorsten Wellmann nach Freistoßflanke von Habib per Kopf den Vorsprung der Hausherren wieder her (45.). In der 55. Minute schloss Sven Schnierle nach Zuspiel von Taulant Balaj mit einem Heber zum 3:1 ab. Nach 75 Minuten nahm der Schiedsrichter ein Tor von Schnierle wegen einer Abseitsstellung zurück. Fünf Minuten später nickte Erkan Goeks nach Flanke von Mithat Bakanhan zum 4:1 ein. "Im Moment sind wir einfach in einer guten Verfassung, haben aber noch Luft nach oben ", richtete Habib abschließend noch eine Kampfansage an die Konkurrenz.

FC Karben: Cirak, Balaj, Schnierle, Feiler, Jung, Taitschinov, Goek, Bakanhan, Habib, Kuzpinari, Wellmann, Schaar, Bagriacik, Schmidt, Bartoschek

SV Nieder-Wöllstadt: Zink, Cakovic, Herdt, Philipp Wagner, Oliveira Neto, Bischoff, Reitzammer, Herrmann, Balenzano, Schubert, Schilbach, Bouasla, Felix Wagner, Mendjiadeu, Klueß

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Stefan Wiesner. – Zuschauer: 175. – Tore: 1:0 Taitschinov (38.), 1:1 Balenzano (39.), 2:1 Wellmann (45.), 3:1 Schnierle (55.), 4:1 Goek (80.).

Kreisoberliga Friedberg: Bennet Wittig "Mann des Spiels" für den FV Bad Vilbel II

Türk Gücü Friedberg II – VfB Friedberg 1:0 (0:0): Nach der Niederlage im Verfolgerduell gegen den FC Ober-Rosbach hat Türk Gücü Friedberg II mit einem Sieg im Friedberger Stadtderby den Anschluss an das Führungsduo wahren können und ist nun wieder erster Verfolger der beiden Spitzenteams. In einem jederzeit ausgeglichenem Spiel konnte die Hessenliga-Reserve am Ende einen glücklichen Sieg verbuchen. "Man of the Match" aufseiten Türk Gücüs war Marvin Akkus Rodriguez. Scheiterte er in Durchgang eins noch zwei Mal in aussichtsreicher Position am Friedberger Torsteher Radoslav Rusev, so hatte er mit seinem dritten Versuch nach der Pause Erfolg. Nach Vorlage von Luca Coric konnte er den Ball zum umjubelten Tor des Tages (74.) im Friedberger Gehäuse unterbringen.

Türk Gücü Friedberg II: Öze, Penava, Özyürek, Hotaman, Kenna Wa, Mitrovic, Genc, Rodriguez, Coric, Özisli, Savic, Okumus, Acar, Petrone.

VfB Friedberg: Rusev, Strothmann, Krank, Özogul, Haase, Schäfer, Lotto, Ware, Gökcen, Fedler, Karaca, Maouche, Khalilia, Gök, Al Towaity.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Meiko Becker. – Zuschauer: 70. – Tore: 1:0 (74.) Rodriguez.

FV Bad Vilbel II – SV Nieder-Weisel 1:3 (0:3): Zum Mann des Spiels avancierte Nieder-Weisels Bennet Wittig, der mit zwei Treffern und einer Torvorlage glänzte. In einer einseitigen ersten Halbzeit markierte Jannik Hesse bereits nach 120 Sekunden im Anschluss an einen Abwehrfehler in der Bad Vilbeler Defensive den frühen Führungstreffer für die Gäste. Nur sieben Minuten später konnte Wittig einen Konter zum 2:0 für die Butzbacher Vorstädter abschließen. "In der ersten Hälfte waren wir klar spielbestimmend und haben zur Pause hochverdient mit 3:0 geführt", konstatierte Gästecoach Gökhan Kocatürk, dessen Team in der 35. Minute durch Wittigs zweiten Treffer des Tages den 3:0-Halbzeitstand erzielt hatte. "Wir haben in der ersten Hälfte Angsthasenfußball gespielt", haderte dagegen das Bad Vilbeler Spielausschussmitglied Harald Wilke, dessen Mannschaft nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel fand, in der 80. Minute durch einen Sonntagsschuss von Mario Juric den Treffer zum 1:3-Endstand erzielte und in der Schlussminute durch einen Freistoß von Juric um ein Haar zum Anschlusstreffer gekommen wäre. "Mit der Leistung im zweiten Durchgang bin ich nicht einverstanden. Wir haben viel zu wenig investiert, um das Ergebnis auszubauen", haderte Kocatürk.

FV Bad Vilbel II: Breazu, Hare, Isaak, Büthe, Lukes, Zeidan, Brauburger, Köroglu, Krajina, Uslu, Bosancic, Juric, Dukureh, Salihagic.

SV Nieder-Weisel: Maas, Nockemann, Patrick Rühl, Philipp Rühl, Rohe, Sebastian Volp, Lengle, Hesse, Wittig, Mertes, Wolf, Kocatürk, Krimmel, Merz, Schewerda.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Maximilian Mayer (Darmstadt). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 (2.) Hesse, 0:2 (9.) Wittig, 0:3 (35.) Wittig, 1:3 (80.) Juric.

Kreisoberliga Friedberg: SC Dortelweil II belohnt sich für guten Auftritt gegen Staden nicht

SC Dortelweil II- SV Teutonia Staden 0:2 (0:1): Von einem aufgrund eines Chancenplus verdienten Gästeerfolges wusste Dortelweils Trainer Stefan Geppert nach der Partie zu berichten. "Leider war es wie so häufig in dieser Saison: Unsere Unerfahrenheit verhindert bessere Ergebnisse. Wir überzeugen in kämpferischer Hinsicht, hatte heute sogar mehr Spielanteile, doch vor dem Strafraum sind wir mit unserem Latein am Ende und kreieren zu wenig Chancen", war sein Fazit. Und wenn doch, dann war der gegnerische Torwart zur Stelle. So gesehen beim Stande von 0:2 aus Gastgebersicht, als sich Stadens Keeper Simon Deis (64.) auszeichnen und die Zwei-Tore-Führung seiner Mannschaft gegen Yasir Bashir festhalten konnte. Für die Gästeführung zuvor hatten Tobias Hebbel nach Vorarbeit Marcel Wörner (16.) und Otto Weber direkt nach Wiederanpfiff (47.) gesorgt. Und da Dortelweil weder vor- noch hinterher zwingend zum Torabschluss kam, hatte dieses Ergebnis auch bis zum Ende der fairen 90 Minuten Bestand.

SC Dortelweil II: Langlitz, Stobbe, Jallow, Lupei, Bamberg, Köreoglu, Özbakir, Bashir, Stahl, Klima, Widmann, Agi, Rebouillon, Özbakir, Schleibinger, Kötter.

SV Teutonia Staden: Deis, Pierre May, Dickmann, Sebastian May, Richter, Wörner, Roloff, Hebbel, Gniot, Schmidt, Gies, Weber, Mahler, Berisha.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Karsten Schön. – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 (16.) Hebbel, 0:2 (47.) Weber.

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