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Wer spielt hier eigentlich gegen wen? Erhan Okuduc und sein Teamkollege Michael Ochere (beide SV Gronau) scheinen sich nicht ganz einig zu sein, wer den Ball haben darf. Daneben beobachtet Filip Mitrivic (Türk Gücü Friedberg II) das Geschehen. (Foto: Nici Merz)

Kreisoberliga Friedberg

Kreisoberliga Friedberg: Marco Grecos Tor reicht zum Sieg im Spitzenspiel

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Der SV Gronau bleibt der erste Verfolger von Ligaprimus FC Karben in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Dem SVG reichte ein 1:0 im Top-Spiel gegen Türk Gücü Friedberg II.

Erster Verfolger des Spitzenreiters FC Karben der am Sonntag einen 4:1-Auswärtserfolg in Rodheim verbuchte, bleibt der SV Gronau. Im Spitzenspiel des 22. Spieltages der Fußball-Kreisoberliga Friedberg konnte die Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg II mit 1:0 bezwungen werden. Dem Führungsduo auf den Fersen bleibt der FC Ober-Rosbach, der sein Heimspiel gegen Steinfurth mit 4:1 gewann. Weitere Heimsiege feierten der SV Nieder-Weisel (3:1 gegen den SV Teutonia Staden) und der SV Nieder-Wöllstadt, der das Derby gegen den SV Bruchenbrücken mit 3:2 gewann. Einen Rückschlag im Abstiegskampf musste dagegen derweil die KSG Groß-Karben hinnehmen: Das Heimspiel gegen den akut ebenfalls gefährdeten FV Bad Vilbel II ging mit 1:3 verloren. Torlos endete unterdessen die Partie des TSV Ostheim gegen den VfB Friedberg.

Kreisoberliga Friedberg: Robert Cue und eine starke zweite Hälfte reichen dem FC Ober-Rosbach

SV Gronau – Türk Gücü Friedberg II 1:0 (0:0): Im Top-Spiel neutralisierten sich beide Teams zunächst und ließen keine Torchancen zu. Die Gäste strahlten bei Standards aber immer wieder Torgefahr aus. Nach 16. Minuten setzte Oezguer Genc einen Freistoß aus 25 Metern auf die Latte. Kurz vor der Pause nahm der Schiedsrichter ein Tor von Moritz Dechant wegen einer Abseitsstellung zurück. SV-Trainer Florian Schwing beschwerte sich daraufhin so lautstark, dass er hinter die Bande verwiesen wurde. Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber besser in die Partie und erarbeiteten sich einige Chancen. In der 74. Minute verwandelte Marco Greco dann einen Strafstoß zum 1:0, nachdem Jordy Zola von Muhammed Özisli im Strafraum gefoult worden war. In der 90. Minute sah Türk Gücüs Silvio Penava nach einer Tätlichkeit "Rot".

SV Gronau: Freiwald, Okducu, Cakiqi, Greco, Dechant, Trepohl, Hanf, Eich, Müller, Ochere, Flachsel, Gruchot, Marbouh, Skora, Pereira, Zola, Golla, Palcewski.

Türk Gücü Friedberg II: Özer, Penava, Bayraktar, Petrone, Kenne Wa, Mitrovic, Osman, Genc, Üstündag, Özisli, Savic, Okumus, Acar, Karaduman.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Marcel Reinke. – Zuschauer: 70. – Tore: 1:0 Greco (74.). – Rot: Penava (90./Tätlichkeit).

FC Ober-Rosbach – SV Steinfurth 4:1 (1:1): "Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen und chancenarm. Nach dem Seitenwechsel war es ein ständiges hin und her mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Die Gäste zielten dabei aber entweder zu hoch oder scheiterten am starken Robert Cue", fasste Ober-Rosbachs Ralf Romeike zusammen. In der 35. Minute brachte Alper Gökalp die Hausherren mit ihrer ersten großen Chance per Elfmeter in Front, nachdem Fabian Bannert von Jannik Laucht gefoult worden war. Kurz vor der Pause glich Marc Göbel mit einem Freistoß aus 20 Metern aus (43.). In der 55. Minute stellte Özkan Can die Führung der Gastgeber wieder her. Drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Benjamin Shakoory aus dem Gewühl heraus auf 3:1. Eine Minute später konnte Lennart Kopf den Schuss von Shakoory noch parieren, war gegen den Abstauber von Arthur Nijkam Mouliom aber chancenlos – 4:1. Kurz vor dem Abpfiff sah dann Nijkam Mouliom wegen wiederholten Foulspiels noch die "Ampelkarte" (88.).

FC Ober-Rosbach: Robert Cue, Atkinson, Sangl, Pätzold, Gökalp, Shakoory, Sentürk, Hohn, Schaub, Can, Bannert, Jeremy Cue, Nijkam Mouliom, Pantic.

SV Steinfurth: Kopf, Krug, Göbel, Eiser, Dechert, Walter, Ehrlicher, Landvogt, Marx, Laucht, Cech, Adam, Milek, Niederhäuser, Bayer, Kostorz.

Im Stenogramm / SR: Timo Kienle. – Z.: 60. – Tore: 1:0 Gökalp (35.), 1:1 Göbel (43.), 2:1 Can (55.), 3:1 Shakoory (58.), 4:1 Nijkam Mouliom (59.). – Gelb-Rot: Nijkam Mouliom (88./wiederholtes Foul).

Kreisoberliga Friedberg: TSG Ober-Wöllstadt ringt SC Dortelweil II nieder

TSG Ober-Wöllstadt – SC Dortelweil II 4:3 (4:1): Der Beginn beider Halbzeiten gehörte den Gästen. Nach sieben Minuten erzielte Maximilian Klima mit einem platzierten Schuss aus der Drehung die Führung für die Dortelweiler Reserve. In der 15. Minute glich Steffen Münk per Direktabnahme nach Pass von Tim Menges aus. Zehn Minuten später setzte sich Münk auf der rechten Seite durch und legte von der Grundlinie auf Lars Menzel quer, der zum 2:1 abschloss. In der 38. Minute baute Münk die Führung per Freistoß von der Strafraumkante weiter aus. Kurz vor der Halbzeit köpfte Nico Loppe nach Flanke von Max Grillmaier zum 4:1 ein, ehe Georg Agi aus kurzer Distanz verkürzte, nachdem die Defensive der Hausherren einen Eckball nicht ausreichend hatte klären können (48.). Sieben Minuten später erzielte Ion Lupei nach einer Ecke per Kopf den 3:4-Anschlusstreffer. "Danach wurde das Spiel hektischer. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und wir waren fast ausschließlich mit Verteidigen beschäftigt. Die letzte Durchschlagskraft ließen die Dortelweiler aber vermissen", erklärte Ober-Wöllstadts Peter Roskoni. Kurz vor dem Abpfiff sah dann Agi nach einer Tätlichkeit noch die Rote Karte (90.+6).

TSG Ober-Wöllstadt: Dönges, Burruezo, Fett, Düring, Bechtloff, Loppe, Grillmaier, Münk, Menzel, Menges, Teixeira, Colombaroli, Roskoni, Harr.

SC Dortelweil II: Kötter, Stobbe, Widmann, Lupei, Schlatter, Köroglu, Agi, Wiemann, Jallow, Stahl, Klima, Aha, Gabro, Alptekin, Weiland.

Im Stenogramm / SR: Sascha Hofmann. – Z.: 80. – Tore: 0:1 Klima (7.), 1:1 Münk (15.), 2:1 Menzel (25.), 3:1 Münk (38.), 4:1 Loppe (43.), 4:2 Agi (48.), 4:3 Lupei (55.). – Rot: Agi (90.+6/Tätlichkeit).

SV Nieder-Wöllstadt – SV Bruchenbrücken 3:2 (2:1): Von einem rassigen Derby mit allem was Fußball ausmacht, wusste Nieder-Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel zu berichten. Nach Chancen auf beiden Seiten konnten die Gastgeber in der 27. Minute die Führung bejubeln. Nach Vorarbeit von Pasqualino Balenzano traf Vaneck Nya Mendjiadeu. Doch die Gäste schlugen postwendend zurück: Während die "Roten" nach einem vermeintlichen Foulspiel an Mendjiadeu noch auf den Pfiff des Unparteiischen warteten, nutzte Manuel Riess die Situation und erzielte den Ausgleich (31.). Nun waren wieder die Gastgeber an der Reihe, erneut war es Mendjiadeu, der keine zwei Zeigerumdrehungen später mit seinem zweiten Tagestreffer den 2:1-Halbzeitstand erzielte. Nachdem sich Mehnert im Tor der Bruchenbrückener zweimal auszeichnen konnte, war er in der 55. Minute zum dritten Mal geschlagen: Pasqualino Balenzano verwandelte einen Foulelfmeter im zweiten Versuch zum 3:1. Und wieder schlugen die Gäste postwendend zurück: Ecke Aydinli, Kopfball Riess, das 2:3. Für Aufregung sorgten in Schlussphase noch die beiden Gelb-Roten Karten gegen Mendjiadeu (83.) und Riess (90.+2).

SV Nieder-Wöllstadt: Klüß, Cakovic, Herdt, Philipp Wagner, Mendjiadeu, Pfeil, Bischoff, Herrmann, Balenzano, Schubert, Schilbach, Felix Wagner, De Oliveira Neto, Zink, Wenzel.

SV Bruchenbrücken: Mehnert, Semmerau, Füller, Sieber, Riess, Schäfer, Lösche, Folz, Rubenschuh, Repp, Farnung, Blasig, Aydinli, Kliem, Langer.

Im Stenogramm / SR: Viktor Lawlinski. – Z.: 140. – Tore: 1:0 (27.), Mendjiadeu, 1:1 (31.) Riess, 2:1 (32.) Mendjiadeu, 3:1 (55./FE) Baleenzano, 3:2 (59.) Riess. – Gelb-Rot: Mendjiadeu (83.), Riess (90.+2).

Kreisoberliga Friedberg: KSG Groß-Karben verpasst "Big-Point" im Abstiegskampf

SG Rodheim – FC Karben 1:4 (1:1): "Trotz dass wir kurz vor dem Anpfiff noch einmal die Mannschaft verletzungsbedingt umbauen mussten, haben wir gegen den Tabellenführer eine gute Leistung abgerufen" zeigte sich Rodheims Pressewart Uwe Wies nicht unzufrieden. Diese konnten in der 37. Minute per direkt verwandeltem Freistoß von Julian Müller sogar in Führung gehen, doch der Ligaprimus egalisierte mit dem Halbzeitpfiff durch Erkan Gök. In den zweiten 45 Minuten setzte sich dann die individuelle Klasse des FC Karben durch: Timo Schmidt (49.), erneut Erkan Gök (59.) und Sven Schnierle mittels Volleyschuß stellten den letztlich ungefährdeten Sieg des Tabellenführers sicher.

SG Rodheim: Krämer, Kunkel, Nussbaum, Neubauer, Dörner, Kliem, Bausch, Gronwald, Würtemberger, Müller, Otto, Bucher, Schmidt, Hofmann, Coniglio.

FC Karben: Bartoschek, Schaar, Balaj, Schnierle, Feiler, Jung, Habib, Taitschinov, Gök, Bakanhan, Kuzpinari, Graf, Bagriacik, Schmidt, Wolf.

Im Stenogramm / SR: Devin Kakmaci. – Z.: 60. –Tore: 1:0 (37.) Müller, 1:1 (44.) Gök, 2:1 (49.) Schmidt, 3:1 (59.) Gök, 4:1 (59.) Schnierle.

KSG Groß-Karben – FV Bad Vilbel II 1:3 (1:1): Enttäuschung herrschte nach 90 Minuten im Lager der KSG Groß-Karben, nachdem das Sechs-Punkte Spiel gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf verloren war. Dabei hatte die Partie vielversprechend für die Gastgeber begonnen: Bereits in der dritten Minute konnte Refik Memovic mittels Bogenlampe die Karbener Führung erzielen. Die Hessenliga-Reserve aus Bad Vilbel zeigte zwar im weiteren Verlauf die bessere Spielanlage, doch Karben ließ keine gefährlichen Situationen zu. Umso überraschender fiel dann der Ausgleich: Dusan Bosancic ließ die Gäste mit dem Halbzeitpfiff jubeln. In Durchgang zwei kamen die Brunnenstädter dann besser aus der Kabine. Gegen nun zu defensive Gastgeber trafen Jamal Isaac (49.) und Irfan Köroglu (58.) zum 3:1.

KSG Groß Karben: Karacali, Ahmet Bayram, Tekdemir, Olcay Bayram, Okumus, Memovic, Gülenc, Gök, Mohammad, Kromm, Bochlogham, Salia, Bakanhan, Elmaimouni, Nimer.

FV Bad Vilbel II: Dolovac, Lee Hare, Isaak, Arheidt, Lukes, Irfan Köroglu, Juric, Gerold, Bosancic, Krajina, Alik, Greco, Dukureh, Ufuk Köroglu, Abedin, Salihagic.

Im Stenogramm / SR: Uwe Kersten. – Z.: 50. – Tore: 1:0 (3.) Memovic, 1:1 (45.) Bosancic, 1:2 (49.) Isaac, 1:3 (59.) Irfan Köroglu.

Kreisoberliga Friedberg: SV Nieder-Weisel dreht das Spiel gegen Staden

SV Nieder-Weisel – SV Teutonia Staden 3:1 (0:0): Vor 50 Zuschauern kamen die Gastgeber mit den widrigen Platzverhältnissen am Wiesengrund zunächst besser zurecht. Nach zwölf Minuten verpasste es Philipp Rühl, für die verdiente Nieder-Weiseler Führung zu sorgen, als er mit einem von Pierre May an Mathieu Wolf verursachten Strafstoß am Pfosten scheiterte. Auf der Gegenseite bewahrte Torhüter Hendrik Maas die Hausherren kurz vor der Pause gegen Otto Weber vor einem Rückstand (42.). Besser machte es Weber zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff, als er mit einem satten Rechtsschuss aus acht Metern den Führungstreffer für die Teutonen markierte. Nachdem die Partie aufgrund einer Rückenverletzung des Unparteiischen kurzzeitig vor dem Abbruch stand und für einige Minuten unterbrochen werden musste, drehten die Platzherren das Spiel: In der 72. Minute markierte Jannik Hesse per Abstauber zunächst den Nieder-Weiseler Ausgleich, ehe Florian Krimmel nur vier Minuten später eine ansehnliche Kombination über Sebastian Volp und Lukas Börner mit dem Führungstreffer krönte. In der Schlussminute sorgte Volp per Kopf nach einer Freistoßflanke von Patrick Rühl für die Entscheidung zugunsten der Elf des im Urlaub weilenden Trainer Gökhan Kocatürk, der von Vereinsvorstand Günter Volp vertreten wurde.

SV Nieder-Weisel: Maas, Nockemann, Patrick Rühl, Philipp Rühl, Rohe, Sebastian Volp, Lengle, Hesse, Börner, Krimmel, Wolf, Schlosser, Winter, Werner.

SV Teutonia Staden: Deis, Pierre May, Dickmann, Sebastian May, Richter, Wörner, Weber, Gniot, Berisha, Schmidt, Hebbel, Gies, Mahler.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Harald Mersdorf (Heckholzhausen). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 (50.) Weber, 1:1 (72.) Hesse, 2:1 (76.) Krimmel, 3:1 (90.) Sebastian Volp.

TSV Ostheim – VfB Friedberg 0:0 (0:0): Nach dem torlosen Aufeinandertreffen trennen beide Mannschaften in der Tabelle weiterhin zwei Punkte. "Durch das Unentschieden konnten wir das Polster auf die Friedberger aufrechterhalten und können deshalb mit dem Ausgang der Partie unter dem Strich zufrieden sein", erklärte Ostheims Pressesprecher Samuel Stüdemann nach der Partie vor 60 Zuschauern. Dominik Ruppel hatte in der 72. Minute die aussichtsreichste Einschussmöglichkeit für die Hausherren vergeben: Nach einer punktgenauen Flanke von Dorian Blume verfehlte Ruppels Direktabnahme aus acht Metern das Friedberger Gehäuse nur um Haaresbreite. "Mit Ausnahme dieser Chance gab es keine ernsthafte Torannäherung zu notieren", konstatierte Stüdemann nach dem Schlusspfiff, sodass das Remis unter dem Strich gerecht war.

TSV Ostheim: Müller, Kuhn, Niedballa, Halberg, Noll, Joschka Brücher, Ruppel, Sinemli, Blume, Zarifoglu, Christopher Wanzke, Marius Bodea, Felix Niedballa, Idan-Sorin Bodea.

VfB Friedberg: Rusev, Strothmann, Krank, Özogul, Al Towaity, Haase, Maouche, Lotto, Ware, Khalilia, Edaev, Gök, Sabir, Karaca.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lukas Polanski (Leun). – Zuschauer: 60. – Tore: - .

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