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Im Pokal-Halbfinale war der Gruppenligist SC Dortelweil für den SV Nieder-Weisel (in der Mitte beim Kopfball: Jan Mertes) noch eine Nummer zu groß. In der Kreisoberliga freut man sich in der Butzbacher Vorstadt nun auf den Aufstiegskandidaten SV Gronau. (Foto: Jaux)

Kreisoberliga Friedberg

Kreisoberliga Friedberg: "Kein Team kommt gerne zu uns"

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Im Fernduell um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg müssen die Spitzenteams aus Karben und Gronau am Wochenende bei zwei Butzbacher Vertretern ran.

Im Fernduell um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg müssen die Spitzenteams aus Karben und Gronau am 27. Spieltag auswärts bei den beiden Butzbacher Vertretern aus Ostheim und Nieder-Weisel ran. Während der Tabellenelfte aus Ostheim punktgleich mit dem VfB Friedberg (am Sonntag zum Kellerduell bei der KSG 1920 Groß-Karben) nur fünf Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz rangiert – diesen belegt derzeit die Hessenliga-Reserve des FV Bad Vilbel – und gegen die Karbener dringend Zählbares im Kampf um den Klassenerhalt benötigt, verspricht die Aufgabe für die Gronauer ebenfalls knifflig zu werden. Der Tabellenvierte aus Nieder-Weisel konnte aus den letzten zwölf Partien 33 von 36 möglichen Punkten einfahren und avancierte damit zur Mannschaft der Stunde im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises.

"Der Druck liegt in jedem Fall bei den Gronauern. Die Gäste müssen gewinnen, wenn sie Meister werden wollen. Wir können dagegen befreit aufspielen. Ich bin mir sicher, dass wir derzeit das Team sind, zu dem keine Mannschaft gerne kommt", ist Nieder-Weisels Trainer Gökhan Kocatürk überzeugt. In der Hinrunde mussten die Fußballer aus dem Butzbacher Stadtteil eine unglückliche 0:2-Auswärtsniederlage hinnehmen. "Das erste Aufeinandertreffen mit den Gronauern hätten wir aufgrund unserer zahlreichen Torchancen gewinnen müssen", erinnert sich Kocatürk an das Hinspiel im vergangenen Oktober. "Die Punkte wollen wir uns am Sonntag zurückholen. Wie schon im Hinspiel werden wir auch auf eigenem Platz viel Wert auf unser Kurzpassspiel legen, das uns auszeichnet und so stark macht. Aus meiner Sicht treffen am Sonntag die beiden derzeit besten Teams der Liga aufeinander. Die Zuschauer werden mit Sicherheit nicht enttäuscht werden", verspricht der Nieder-Weiseler Coach. Personell müssen die Hausherren ohne Janik Hesse (Urlaub), Tom Kette (krank), Mathieu Wolf (privat verhindert), Timo Winter (zweite Mannschaft) und ihren verletzten Toptorjäger Manuel Volp auskommen. Hinter dem Einsatz von Torhüter Hendrik Maas steht aufgrund einer Schulterverletzung noch ein Fragezeichen.

Kreisoberliga Friedberg: Teams im Keller sind eng zusammengerückt

Aufgrund der Resultate des vergangenen Wochenendes sind die Mannschaften im Tabellenkeller enger zusammengerückt. Während das Schlusslicht aus Dortelweil durch den 3:2-Heimsieg gegen den SV Bruchenbrücken seine Chancen auf den Ligaverbleib am Leben erhielt, gingen die Kontrahenten aus Groß-Karben und Bad Vilbel leer aus. Gleich zwei direkte Duelle um den Klassenerhalt stehen am Sonntag auf dem Programm. Während die KSG 1920 Groß-Karben ab 15 Uhr den VfB Friedberg empfängt, gastiert die SG Rodheim ab 13 Uhr beim FV Bad Vilbel II. "Wir sind uns natürlich darüber im Klaren, dass wir keine gute Ausgangslage für den Saisonendspurt haben. Trotz teilweise besserer Spielanlagen haben wir in den vergangenen Partien stets den Kürzeren gezogen und in den entscheidenden Spielen nicht punkten können. Dennoch geben wir nicht auf und werden weiterhin nur auf uns selbst schauen. Wenn wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir auch nicht auf die anderen Plätze zu blicken", konstatiert KSG-Coach Olcay Bayram, dessen Mannschaft im Hinspiel auf dem Friedberger Burgfeld eine deutliche 0:5-Auswärtsniederlage hinnehmen musste. "Gegen den VfB haben wir noch etwas gut zu machen. Entsprechend motiviert gehen wir die Partie an", verspricht Bayram, der am Sonntag auf den privat verhinderten Niyazi Yigin verzichten muss.

Einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landete am vergangenen Spieltag die SG Rodheim bei ihrem 3:2-Heimerfolg gegen den SV Steinfurth. Vier Punkte beträgt das Polster der Grün-Weißen auf den Abstiegsrelegationsplatz. "Nun warten noch vier schwere Aufgaben auf uns, wobei wir in drei Partien gegen direkte Konkurrenten antreten. Die Bad Vilbeler sind am Sonntag unter Zugzwang, von daher erwarten wir ein Duell auf Augenhöhe. Ich hoffe, dass meine Mannschaft wieder ähnlich engagiert und konzentriert auftritt wie zuletzt gegen Ostheim und Steinfurth", erklärt SGR-Coach Holger Hess. Eine tadellose Leistung zeigte der 18-jährige Torhüter Marvin Nitsche, der gegen Steinfurth seine erste Kreisoberliga-Partie absolvierte. Personell kann Hess mit Ausnahme der beiden verletzten Dennis Bucher und Julian Müller aus dem Vollen schöpfen, da sich Valentin Krämer und Nico Würtemberger pünktlich zum Kellerduell gegen die Brunnenstädter aus dem Urlaub zurückgemeldet haben.

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