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Hoch das Bein: Saber Ben Neticha vom VfB Friedberg ist vor dem Nieder-Weiseler Spieler Marc Göbel (r.) am Ball.

Kreisoberliga Friedberg:

Kreisoberliga Friedberg: 29 Tore am ersten Spieltag - Rote Karte nach Tätlichkeit gegen Zuschauer

  • VonSascha Kungl
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  • Felix Nimrichter
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Mit fünf Spielen wurde der erste Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Friedberg nach einer Woche komplettiert - und wie schon in den zwei Partien zuvor zeigten sich die Teams am Sonntag torhungrig.

Die Mannschaften der Fußball-Kreisoberliga Friedberg meldeten sich torhungrig aus der Sommerpause zurück. In den sieben Partien des ersten Spieltags fand der Ball 29 Mal den Weg ins Gehäuse. Letzten Sonntag war die Saison mit der vorgezogenen Partie TSV Dorn-Assenheim gegen SV Nieder-Wöllstadt eröffnet worden (4:0). Am Freitag erzielte der SV Bruchenbrücken zum Auftakt ebenfalls einen Heimerfolg und bezwang Türk Gücü Friedbergs Reserve mit 3:1. Der FC Ober-Rosbach (2:4 gegen FSG Burg-Gräfenrode), der 1. FC Rendel (0:3 gegen SV Teutonia Staden), der FC Massenheim (1:2 gegen Spvgg. Bad Nauheim) und die »Zweite« des SC Dortelweil (1:4 gegen TSG Ober-Wöllstadt) hatten am Sonntagnachmittag auf eigenem Rasen weniger Erfolg und verloren ihre Spiele. Im Spiel des SV Nieder-Weisel gegen den VfB Friedberg wurden die Punkte beim 2:2 geteilt.

SV Nieder-Weisel - VfB Friedberg 2:2 (1:1): In einer ausgeglichenen Begegnung vor 130 Zuschauern am Wiesengrund hatten die Hausherren in der Anfangsphase leichte Feldvorteile. Nach einer ansehnlichen Kombination im Mittelfeld erzielte Marius Milek in der zwölften Minute nach feiner Vorarbeit von Jannik Hesse aus kurzer Distanz den Nieder-Weiseler Führungstreffer. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff traf Friedbergs Dominique Ware mit einem gefühlvollen Heber über Keeper Hendrik Maas hinweg zum 1:1 für den VfB. Den besseren Start in die zweite Spielhälfte erwischten erneut die Gastgeber, die in der 52. Minute im Anschluss an eine einstudierte Eckballvariante durch Hesse mit 2:1 in Führung gingen. In der 60. Minute wehrte Nieder-Weisels Filip Suton einen Torschuss des VfB mit der Hand auf der Torlinie ab und kassierte dafür die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Saber Ben Neticha zum 2:2-Ausgleich. In Überzahl waren die Kreisstädter überlegen und drängten auf den Siegtreffer, den die Hausherren aber erfolgreich zu verhindern wussten. »Nach der halbstündigen Unterzahl können wir mit dem Punktgewinn durchaus zufrieden sein«, konstatierte Nieder-Weisels zweiter Vorsitzender Sebastian Volp nach dem Schlusspfiff.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Weber. - Zuschauer: 130. - Torfolge: 1:0 (12.) Milek, 1:1 (42.) Ware, 2:1 (52.) Hesse, 2:2 (60.) Ben Neticha (HE). - Rote Karte: Suton (60./Handspiel).

Schiedsrichter Alexander Weber zeigt Clovis Keumaleu Kandjieu (VfB Friedberg) die Gelbe Karte. Der Nieder-Weiseler Gegenspieler liegt noch angeschlagen am Boden.

FC Ober-Rosbach - FSG Burg-Gräfenrode 2:4 (1:0): In der ersten Hälfte hatte der FCO Vorteile, da das Spiel der Gäste zunächst sehr fehlerbehaftet war. Die Pausenführung für Rosbach war somit gerechtfertigt. Nach dem Seitenwechsel kam »Roggau« stärker zurück und konnte das Spiel drehen. »Ein Unentschieden wäre allerdings möglich gewesen für uns«, bilanzierte Ober-Rosbachs Vorsitzender Alexander Engel. Maurice Boeker brachte die Hausherren in der 24. Minute per Schuss aus dem Gewühl in Front. Nach der Pause egalisierte Tim Knappmann diese (53.). Zwei Zeigerumdrehungen später erzielte Georg Agi das 2:1 für die FSG. In der 61. Minute ließ Markus Vancura den Vorsprung per Elfmeter auf zwei Tore anwachsen. Kurz darauf bekamen die Hausherren ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen, welchen Celil Guenay zum 2:3 verwandelte (63.). Im Anschluss versuchte Ober-Rosbach alles, um den Ausgleich zu erzielen. Der eingewechselte David Gomez vergab aber zweimal freistehend (75./76.). In der Nachspielzeit besiegelte dann Georg Agi nach einem Solo den 4:2-Endstand (90.+2).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Frühwein. - Zuschauer: 50. - Tore: 1:0 (24.) Boeker, 1:1 (53.) Knappmann, 1:2 (55.) Agi, 1:3 (61.) Vancura (Elfmeter), 2:3 (63.) Guenay (Elfmeter), 2:4 (92.) Agi.

FC Hessen Massenheim - Spvgg. Bad Nauheim 1:2 (0:1): »Das war ein ungünstiger Saisonstart. Wir haben fast alles vermissen lassen, was wir in der Vorbereitung gut gemacht haben und uns teilweise wie Anfänger angestellt. Dieses Spiel müssen wir gewinnen, vor allem wegen der 40 Minuten in Überzahl«, kritisierte Massenheims Spielausschuss-Vorsitzender Christian Dickhardt seine Mannschaft. In der ersten Hälfte waren die Gäste das bessere Team und gingen in der 40. Minute nach einer Freistoßhereingabe durch Fran David Jimenez laut Dickhardt verdient in Führung. Ab der 53. Minute mussten die »Kurstädter« aber in Unterzahl weiterspielen, nachdem Ember Hausner einen Zuschauer mit einem Ball ins Gesicht geworfen hatte. Sieben Minuten später glich Sebastian Hegmann per sehenswertem Heber aus. »Danach dachte ich, dass wir es packen. Wir waren am Drücker und konditionell stärker«, so Dickhardt. Kurz vor dem Abpfiff fälschte Asmir Emrovic 30 Meter vor dem Tor einen Freistoß der Gäste aus der eigenen Hälfte so ab, dass er über Massenheims Keeper Nils Kozonek hinweg zum 2:1-Siegtreffer ins Tor segelte (90.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Bahn. - Zuschauer: 150. - Tore: 0:1 (40.) Jimenez, 1:1 (60.) Hegmann, 1:2 (90.) Emrovic. - Rote Karte: (53.) Hausner (Unsportlichkeit gegen Zuschauer).

SC Dortelweil II - TSG Ober-Wöllstadt 1:4 (1:1): »Es war ein verdienter Sieg der Gäste, wenn auch etwas zu hoch. Sie haben sich als Meisterschaftsaspirant präsentiert. Wir konnten mit unserer jungen Mannschaft allerdings immer wieder Nadelstiche setzen und einige Chancen herausspielen. Meine Jungs haben sich super verkauft«, resümierte Dortelweils Trainer Stefan Geppert. Bereits in der zweiten Minute hatten die Hausherren eine Topchance, Levent Özbakir scheiterte aber an Torwart Dominik Dönges. Fünf Minuten später gingen die Gäste durch Momodou Jallow in Führung. Diese egalisierte Moritz Holstein mit einem Sonntagsschuss von der Mittellinie in der 28. Minute, nachdem er dort den Ball gewonnen hatte. Nach dem Seitenwechsel ließen Jallow und Alper Gökalp ihre Chancen auf die erneute Gästeführung liegen (47., 50.), während Luca Endres auf der anderen Seite im Eins-gegen-eins an Dönges scheiterte. Besser machte es dann der eingewechselte Kevin Kurtz, der aus 20 Metern ins lange Eck zum 2:1 für die TSG traf (62.). Zehn Minuten später baute der ebenfalls eingewechselte Tim Schütz nach Querpass von Jallow den Vorsprung aus. Für den Schlusspunkt sorgte Erkan Gök, der nach Flanke von Lars Menzel zum 4:1-Endstand traf (87.).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Lenz. - Zuschauer: 90. - Tore: 0:1 (7.) Jallow, 1:1 (28.) Holstein, 1:2 (62.) Kurtz, 1:3 (72.) Schütz, 1:4 (87.) Gök.

1. FC Rendel - SV Teutonia Staden 0:3 (0:0): Ausgeglichene 90 Minuten und doch ein 3:0. In Rendel war es ganz klar die Effizienz vor dem Tor, die am Ende über Sieg und Niederlage entschied. Die Partie begann mit einer chancenreichen ersten Hälfte: Nach einem Lattentreffer der Teutonia vergab Rendel gleich zwei Mal in Folge an eine Ecke. Auch nach der Pause war die Partie eng - und Staden erfolgreich: Tobias Weber (49.) schob die Kugel ins leere Tor, nachdem Rendel-Keeper Yannik Dauth diese nicht sauber weggeschlagen hatte. Die Rendeler blieben anschließend am Ball, tauchten weiter vor dem Gästekasten auf, blieben aber erfolglos. So nutzte Staden die zu sorglose Offensive der Gastgeber und konterte zwei Mal sauber: David Richter (64.) und Yannick Schichtel (81.) vollendeten jeweils zum entscheidenden 3:0. »Es ist schade, dass wir hier heute so verloren haben, dennoch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Wir können auf dem Spiel aufbauen«, sagte Rendel-Trainer Alexander Jörg.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Schmidt (Günthersbühl). - Zuschauer: 70. - Tore: 0:1 (49.) Weber, 0:2 (64.) Richter, 0:3 (81.) Schichtel.

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