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Kreisoberliga: Favoriten, Abstiegskandidaten, Top-Transfers

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Von: Martin Ziehl

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Der Top-Transfer der Kreisoberliga: Torjäger Stanley Ike (am Ball) wechselt vom Türkischen SV Bad Nauheim zum Gruppenliga-Absteiger FC Olympia Fauerbach. © Andreas Chuc

Der FC Olympia Fauerbach geht in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. voran. Nach dem Gruppenliga-Abstieg soll am Elachfeld der direkte Wiederaufstieg gefeiert werden. - Der Überblick.

(maz). Mit großer Vorfreude und meist hohen Erwartungen gehen die Teams in die neue Saison der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Natürlich läuft es noch nicht in jeder Mannschaft rund, und die Testspielergebnisse erlauben nur einen groben Blick in die Zukunft.

Runter müssen mindestens zwei Vereine, der 15. oder 14. spielt die Relegation nach unten. Der Tabellenführer steigt in die Gruppenliga Frankfurt West auf und der Zweite erreicht die Relegation nach oben.

Neben dem einen oder anderen Verletzten und neben der Angst vor Corona-Ausfällen ist noch die Urlaubszeit ein Sorgenkind für einige Verantwortliche. Zudem sind die Kader der beiden zweiten Mannschaften von Hessenligist Türk Gücü Friedberg und Verbandsligist SC Dortelweil nur schwer einzuschätzen. Auf der anderen Seite sind sich aber Ismail Soganci (Türk Gücü Friedberg II) und Axel Bellando (SC Dortelweil II) sicher, dass ihre Teams nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

So wird gespielt

Dass nun wieder 17 Mannschaften in der Liga am Start sind, wird von allen Verantwortlichen begrüßt. Und das, obwohl der August ab kommenden Sonntag gleich sechs Spieltage auf dem Programm hat. Hagen Deis vom SV Teutonia Staden hofft auf eine Corona-freie Saison und auf einen größeren Zuschauerzuspruch gerade im Freitagabend-Heimspiel gegen Aufsteiger FC Kaichen am zweiten Spieltag. Der dienstälteste Trainer der Liga - Bojan Blagojevic (Spvgg. Bad Nauheim) - bringt es noch deutlicher zum Ausdruck: »Bei einem Aufsteiger und einem Absteiger ging es in den letzten Spielen der Rückrunde nur noch um Apfel, Ei oder die Goldene Ananas.« Gleichwohl halten einige Verantwortliche auch noch Überraschungen für möglich, da die Liga sehr ausgeglichen erscheint.

Das sind die neuen Klubs der Liga

Der FC Olympia Fauerbach, der SV Gronau und der SV Steinfurth kehren aus der Gruppenliga in Friedbergs höchste Fußballklasse zurück. Die SG Wohnbach/Berstadt und der FC Kaichen stellen sich als Aufsteiger in dieser Spielklasse den neuen Herausforderungen.

Das sind die

Favoriten

Fast alle Befragten halten Gruppenliga-Absteiger FC Olympia Fauerbach für einen der Topfavoriten. Das sieht auch der Fauerbacher Spielertrainer Andreas Baufeldt so, der als einziger Übungsleiter den Wiederaufstieg als Ziel definierte. Zwar verlor der FC den jungen Topstürmer Benjamin Said Sharza (16 Tore Gruppenliga), hat aber mit Stanley Ike (Zugang von Gruppenligist Türkischer SV Bad Nauheim / 29 Tore) einen hervorragenden Ersatz verpflichtet. Etwas vor dem zweiten Absteiger SV Gronau wird der SV Nieder-Weisel als Favorit genannt, der seit Jahren im oberen Tabellenbereich rangiert. Der neue Trainer in Nieder-Weisel, Tim Schmidt-Weichmann, nimmt jedoch etwas Druck von seinem Team und wäre mit einer Platzierung unter den ersten Fünf auch zufrieden. Auch in Gronau ist ein Wiederaufstieg nicht Pflicht, denn nach Aussage vom Spielausschussvorsitzenden Stephan Firla will sich die »Fahrstuhlmannschaft« nun zunächst neu sondieren - strebt aber einen Platz im oberen Teil der Tabelle an.

Diese Klubs können für Überraschungen sorgen

Wenn nicht Gronau oder Nieder-Weisel genannt wurden, kristallisierte sich Aufsteiger FC Kaichen als Geheimfavorit heraus, wobei Stürmerstar Marco Weber nicht mehr im Team ist. Boris Vetter vom FCK sieht das schon bodenständiger und wäre erstmal mit dem Klassenerhalt zu frieden. Sicherlich ein Tipp ist der FC Ober-Rosbach, bei dem allerdings Alexander Engel einem Platz unter den ersten Fünf als Ziel ausgibt. Toptorjäger Celil Günay steht nach 43 Toren in der letzten Kreisoberligasaison weiter zur Verfügung. Somit werden die Spiele gegen die Topteams die Entscheidung bringen. Auch dem SV Steinfurth werden als Absteiger Chancen zu gerechnet, wobei Torben Müller die Erwartungen beim Neuaufbau etwas relativiert und mit dem oberen Drittel rechnet.

Diese Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg

Die Überschrift muss etwas relativierter ausgedrückt werden: Welches Team wird wohl die größten Schwierigkeiten bekommen? Zwei der Mannschaften die letzte Saison weit unten standen, wurden auch jetzt genannt: 1. FC Rendel und der VfB Friedberg. Werden in Rendel große Verletzungssorgen beklagt, ist in Friedberg nach zahlreichen Abgängen der Kader sehr »dünn«. Auch der SV Bruchenbrücken ist nicht sorgenfrei, dennoch rechnet Trainer Henry Schmidt mit einem Mittelfeldplatz. Entgegen der Einschätzung der Mitwerber geht auch Aufsteiger SG Wohnbach/Berstadt in der neuen Spielklasse optimistisch an den Start und hofft den Klassenerhalt zu schaffen.

Das sind Mittelfeld-Kandidaten

Auch dem SV Nieder-Wöllstadt und der FSG Burg-Gräfenrode werden können gute Chancen auf vordere Plätze bescheinigt. Zumindest könnten die beiden Vereine das Zünglein an der Waage sein, welcher der Favoriten sich am Ende durchsetzen wird. Mit einem Mittelfeldplatz rechnen der SV Teutonia Staden, die Spvgg. Bad Nauheim und der TSV Dorn-Assenheim. Ende August ist nach einem guten Drittel der Vorrunde vielleicht eine erste Tendenz zu erkennen. Wäre Fußball so einfach, wie ein Blick in die Glaskugel, wäre mit diesem Bericht ja die Saison schon gelaufen. Schon der erste Spieltag am Sonntag könnte die ersten Überraschungen bereithalten.

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Jannik Hesse (links) spielt mit dem SV Nieder-Weisel seit Jahren in der Spitzengruppe mit. Rechts: Luca Pfeffer von der FSG Burg-Gräfenrode. © Timo Jaux
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Dirk Pfeffer will mit Aufsteiger SG Wohnbach/Berstadt für Furore sorgen. © Timo Jaux

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