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Kreisoberliga: Darum glaubt "Toni" Tsiakalos an seinen VfB Friedberg

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Von: Thomas Brannekämper

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Antonios »Toni« Tsiakalos, Trainer des VfB Friedberg, glaubt trotz des schwachen Saisonstarts des Gruppenliga-Absteigers an eine baldige Besserung. (Foto: Nici Merz)
Antonios »Toni« Tsiakalos, Trainer des VfB Friedberg, glaubt trotz des schwachen Saisonstarts des Gruppenliga-Absteigers an eine baldige Besserung. (Foto: Nici Merz) © Nici Merz

Der VfB Friedberg musste zur neuen Saison den Gang in die Kreisoberliga antreten. Doch die Kreisstädter sind nach vier Spieltagen punktloser Letzter. Dennoch glaubt Coach »Toni« Tsiakalos an sein Team.

Quo vadis, VfB Friedberg? In der letzten Saison als 16. aus der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West abgestiegen, zieren die Kreisstädter auch in der Kreisoberliga nach vier Spieltagen das Tabellenende. Null Punkte, 4:11 Tore – mit diesem Saisonstart hatte am Burgfeld wohl keiner gerechnet. Trainer des VfB Friedberg ist seit April diesen Jahres Antonios »Toni« Tsiakalos. Der 40-Jährige trat des Erbe von Andreas Pelka an, musste den Abstieg aus der Gruppenliga miterleben und strebt nun einen Neuanfang mit den Kreisstädtern an.

Herr Tsiakalos, der VfB Friedberg ist Ihre erste Trainerstation im Wetteraukreis. Wie lief die Eingewöhnung?

Antonios Tsiakalos: Die wurde mir seitens der Verantwortlichen des VfB Friedberg einfach gemacht, auch wenn Vieles für mich in der Kreisoberliga noch Neuland ist. Ich war vorher bis auf meine Stationen in Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg vorwiegend im Hochtaunuskreis unterwegs (u. a. sechs Jahre Trainer und Co-Trainer in Ober Erlenbach, Anm. d. Red.) und kenne die Kreisoberliga Friedberg noch nicht so gut.

Worin sind aktuell die Gründe zu suchen, dass ihre Mannschaft noch ohne Punkt am Tabellenende steht?

Tsiakalos: Wir hatten nach unserem Gruppenliga-Abstieg eine nicht unerhebliche Fluktuation in unserem Kader. Die Abgänge unseres Sturms mit Salih Yasaroglu und Waldemar Patzwald, aber auch die Abgänge von Jasko Emrovic, Lukas Kögler, David Clement und Lennart Retzloff, um nur einige zu nennen, haben schon einen Qualitätsverlust bedeutet. Andererseits haben wir sieben Neuzugänge begrüßen können. Diese konnten wir in der Vorbereitung gut integrieren. Wir müssen aber weiter an der Abstimmung arbeiten, damit die Rädchen ineinander greifen. Wir müssen dahin kommen, das wir unsere Fehlerquote konstant über 90 Minuten niedrig halten. Dann sollte es uns auch gelingen, knappe Spiel wie gegen Rodheim oder Ober-Wöllstadt siegreich zu gestalten. Wenn es uns gelingt, auch einmal in Führung zu gehen, denke ich, das sich das positiv auf unser Spiel auswirken wird. Wir waren gegen Karben nah dran, sind mit 2:1 in Führung gegangen, haben dann aber wieder den Faden verloren.

Das heißt, das bald die ersten drei Punkte in Friedberg bejubelt werden dürfen?

Tsiakalos: Die Mannschaft ist heiß, die Jungs ziehen im Training klasse mit, was auch durch eine Trainingsbeteiligung von etwa 30 Spielern je Einheit belegbar ist. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine super Stimmung und auch seitens der Vereinsverantwortlichen wird diese Stimmung unterstützt.

Die nächsten beiden Spiele bescheren Ihnen die Derbys gegen Bruchenbrücken und Ihren Ex-Club Türk Gücü Friedberg II. Wie schätzen Sie hier Ihre Chancen ein?

Tsiakalos: Derbys haben immer ihren besonderen Reiz und eigene Gesetze. Unser nächster Gegner Bruchenbrücken ist von vielen Kennern der Szene vor der Saison eher als Abstiegskandidat gesehen worden, mischt jetzt aber munter in der Spitzengruppe mit. Und auch die zweite Mannschaft von Türk Gücü Friedberg hat aufgrund des zur Verfügung stehenden Spielermaterials beste Voraussetzungen, sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Somit gelten wir in beiden Partien keinesfalls als Favorit. Es kommen bei uns aber sieben Spieler aus Verletzungspausen und Urlaub zurück. Wir werden versuchen, an unsere gute Leistung aus dem Karben-Spiel anzuknüpfen. Und wenn sich die Trainingsinhalte auch über die gesamte Spieldauer auf den Platz transportieren lassen, werden wir die ersten Punkte einfahren.

Wo steht Ihr Team zum Rundenende?

Tsiakalos: Wir werden natürlich versuchen, so schnell wie möglich zu punkten. Nach den beiden Derbys haben wir weitere zwei Heimspiele gegen Ostheim und Steinfurth. Auch hier sollten wir punkten und den Anschluss an das Mittelfeld herstellen. Ich gehe fest davon aus, das wir uns auf dem Burgfeld am Ende der Spielzeit auf eine weitere Saison in der Kreisoberliga freuen dürfen.

Der VfB Friedberg hat im Nachwuchsbereich keine A- und B-Junioren, alle weiteren Jugendmannschaften spielen in einer JSG. Wie beurteilen Sie diese Situation?

Tsiakalos: Hierüber wird sich natürlich mit dem Abteilungsleiter Fußball, Malte Strothmann, und unserem Jugendleiter Joachim Schäfer ausgetauscht. Immerhin ist Friedberg Kreisstadt, somit sollten sich genügend fußballbegeisterte Kinder für den VfB entscheiden. Entsprechende Überlegungen, wie dies in die Tat umgesetzt werden kann, werden diskutiert. Es ist das Ziel, wieder eigene Jugendmannschaften in allen Altersklassen aufstellen zu können.

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