Kloppenheims Trainer Siegbert Freienstein will mit seiner Mannschaft ins obere Tabellendrittel der Kreisliga A vorstoßen. FOTO: NICI MERZ
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Kloppenheims Trainer Siegbert Freienstein will mit seiner Mannschaft ins obere Tabellendrittel der Kreisliga A vorstoßen. FOTO: NICI MERZ

Fußball

Kreisliga A: Vier heiße Titel-Anwärter, aber alle stapeln tief

  • vonSascha Kungl
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Vier Vereine werden als Meisterschaftsfavorit genannt. Bei diesem Quartett will man aber davon nicht allzu viel wissen. Nur ein Aufsteiger hält sich nicht zurück.

Auf die Frage nach den Meisterschaftsfavoriten für die Saison 2020/21 in der Fußball-Kreisliga A Friedberg wurde ein Quartett von den Vereinsvertretern am häufigsten genannt: der FC Kaichen, der SKV Beienheim II, die KSG 1920 Groß-Karben und der SV Hoch-Weisel werden als heißeste Kandidaten auf den Titel und den Aufstieg in die Kreisoberliga Friedberg gehandelt.

Offen aussprechen will dieses Ziel aber keine Mannschaft - lediglich der FC Kaichen und die KSG 1920 Groß-Karben geben an, am Saisonende eine Platzierung unter den Top fünf der Liga erreichen zu wollen. Beide Teams hatten genau wie der SV Hoch-Weisel und der TuS Rockenberg bereits in der Vorsaison kräftig im Kampf um die Aufstiegsplätze mitgemischt, mussten durch den coronabedingten Saisonabbruch jedoch dem Trio aus Rendel, Bad Nauheim und Dortelweil den Vortritt lassen.

"Wir erwarten in diesem Jahr eine spannende Saison mit vielen Mannschaften auf ungefähr gleichem Niveau. Unser vorrangiges Ziel ist es, erneut eine Platzierung unter den Top fünf zu erreichen", erklärt KSG-Coach Olcay Bayram. Im Gegensatz zu den 1920ern stapeln die meisten Vereine was die eigenen Saisonziele angeht eher tief. Nicht nur bei den Liganeulingen aus Steinfurth, Heilsberg, Ober-Mörlen und Kloppenheim hat der Klassenerhalt traditionell oberste Priorität - auch die etablierten Teams aus Trais, Ober-Hörgern, Nieder-Florstadt, Ockstadt und Wohnbach/Berstadt haben sich den Ligaverbleib als primäres Saisonziel auf die Fahnen geschrieben. "Wir wollen möglichst von Saisonbeginn an im gesicherten Tabellenmittelfeld mitspielen und mit dem Abstiegskampf möglichst nichts zu tun haben", übt sich Wohnbachs Trainer Christopher Melius in Understatement.

Kloppenheim als forscher Aufsteiger

Forsche Saisonziele hat man dagegen im Lager des FSV Kloppenheim ausgegeben. "Als Aufsteiger haben wir uns vorgenommen, im neuen Umfeld attraktiven und couragierten Fußball zu spielen. Das Ziel Klassenerhalt ist uns dabei zu wenig - vielmehr streben wir einen Platz im oberen Tabellendrittel an", formuliert FSV-Coach Siegbert Freienstein die ambitionierten Ziele des Aufsteigers. Das Personalkarussell hat sich in Kloppenheim genau wie bei vielen anderen Vereinen in der Sommerpause ordentlich gedreht.

Spitzenreiter in Sachen Transfers sind die Klubs aus Kloppenheim und Beienheim mit jeweils zwölf Neuzugängen, wobei sich laut Vereinsführung des SKV erst im Laufe der Saison herauskristallisieren wird, welche Akteure im Beienheimer Gruppenliga-Team zum Einsatz kommen werden und welche Spieler für den A-Liga-Kader vorgesehen sind. Auch in Kaichen (9), Rockenberg (8), Trais (8), Nieder-Florstadt (7), Groß-Karben (7) und Ober-Hörgern (7) hat man im Sommer personell ordentlich nachgebessert. Gänzlich ohne Neuzugänge kommt man dagegen beim SV Germania Schwalheim aus, wo man mit Savas Yasaroglu, der die Nachfolge von Daniel Haack antritt, ebenso einen neuen Übungsleiter begrüßt wie in Kaichen mit Spielertrainer Marcel Kopp, der den bisherigen Coach Rainer Pausch an der Seitenlinie abgelöst hat. Pausch hatte sich im Sommer dem Kreisoberligisten VfB Friedberg angeschlossen. Als Kopps Co-Trainer fungiert FCK-Urgestein Gerriet Fokken.

Zwei Trainerwechsel kamen dagegen durchaus überraschend: Beim Traiser FC war der bisherige Übungsleiter Andreas Biehl nur wenige Wochen vor dem Saisonstart aus privaten Gründen zurückgetreten. Einen neuen Übungsleiter für die Seniorenmannschaft hatten die Geißböcke schnell gefunden: Co-Trainer Patrice Krämer übernimmt in der Saison 2020/21 die Verantwortung als Spielertrainer. Der 27-Jährige soll bei seiner ersten Trainerstation die Kicker aus dem Münzenberger Stadtteil auf Erfolgskurs bringen. In der Vorsaison landeten die Blau-Gelben nur auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Kurios ging es was die Trainerposition angeht auch bei der Gruppenligareserve des SKV Beienheim zu. Nur wenige Tage vor dem Rundenstart hat Maximilian Mück das Traineramt aus beruflichen Gründen niedergelegt (WZ berichtete). Neuer (und alter) Übungsleiter der Beienheimer Gruppenligareserve ist Uwe Fey, der in den vergangenen vier Jahren bereits das Traineramt bei der Beienheimer Zweiten inne hatte.

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