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Kreis Friedberg verzeichnet hessenweit meiste Spielausfälle

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Das Sportheim des VfR Ilbenstadt war am Samstag der Ort der Rückrundenbesprechung der »Friedberger« Kreisober-, A- und B-Ligen. Dazu waren bis auf einen Verein Vertreter aller übrigen Klubs anwesend. Die Klassenleiter Reiner Dreut (Kreisoberliga), Helmut Schmid (A-Liga), Wolfram Fritz (B-Liga 1) und Thorsten Bastian (B-Liga 2) begrüßten in Ilbenstadt auch den Kreisschiedsrichter-Obmann Heinz Schwab, dessen Stellvertreter und Seniorenansetzer Wilfried Kling sowie den stellvertretenden Kreisportgerichtsvorsitzenden Horst Gruner.

Mit der Feststellung, dass der Fußballkreis Friedberg der Kreis mit den meisten Ausfällen in Hessen sei, konfrontierte Dreut die Vereinsvertreter und stellte die Frage, ob man oft zu leichtfertig Spiele absetzen würde. Von Ausfällen waren die großen Ligen des Kreises (bis zu 21 Mannschaften in der Kreisoberliga) bis Mitte November verschont geblieben, dann kam es aber knüppelhart. Die Terminplanung des Kreisfußballausschusses hatte eine Winterpause bis zum ersten März-Wochenende vorgesehen. Dies ist nun hinfällig. Bereits in der ersten Februar-Hälfte soll das runde Leder wieder rollen. Von einer Ansetzung von Nachholspielen nach Ende März sah man - abgesehen vom Oster-Wochenende - ab, da die Gefahr weiterer Ausfälle besteht.

Terminiert ist das Rundenende: Dies wird in den Tagen vor dem Pfingstwochende sein. Die Kreisoberliga und die Kreisliga A schließen ihre Punktspiele am Donnerstag, den 28. Mai, ab. Bei den beiden B-Ligen wird die Punkrunde 2008/09 bereits einen Tag früher abgepfiffen. Danach folgen die Relegationen.

Die Relegation zur Gruppenliga mit dem Friedberger Kreisoberliga-Zweiten startet am Sonntag, den 7. Juni, mit den Spielen Frankfurt - Hochtaunus und Friedberg - Gruppenligist auf neutralen Plätzen. Es folgen am Donnerstag die Spiele Gruppenligist - Frankfurt und Friedbergs Vertreter zu Hause gegen die Hochtaunus-Mannschaft. Den Abschluss am Sonntag, den 14. Juni, bilden die Paarungen Hochtaunus - Gruppenligist und Frankfurt - Friedberg.

In der Kreisoberliga Friedberg ist derzeit der SC Dortelweil Tabellen-Zweiter bei zwei Spielen Rückstand auf den führenden SV Nieder-Weisel. Aus der Kreisoberliga werden mindestens drei Mannschaften absteigen. Auf diesen Tabellenplätzen befinden sich derzeit die SG Melbach, der FSV Kloppenheim und der SV Hoch-Weisel. Sollten aber zwei »Friedberger« Mannschaften aus der Gruppenliga Frankfurt West absteigen, so müsste auch derViertletzte die Kreisoberliga verlassen. Dies wäre nach aktuellem Stand die SG Oppershofen. Davor rangiert der SV Ober-Mörlen, der bei dieser Konstellation gegen den A-Liga-Dritten relegieren würde.

Auf Platz drei der Kreisliga A befindet sich der Neuling SG Rodheim hinter der TSG Ober-Wöllstadt und dem Mitaufsteiger FC Wohnbach. Die beiden Bestplatzierten steigen hier in die Kreisoberliga auf. Die A-Liga nach unten verlassen müssen zwei Mannschaften. Derzeit belegen der SV Staden II und der SSV Heilsberg diese Positionen. Einen dritten Absteiger aus der derzeit 18 Mannschaften umfassenden A-Liga würde es nur dann geben, wenn fünf Kreisoberligisten absteigen müssten - eine rein theoretische Version, die den Abstieg von mindestens drei »Friedberger« Gruppenligisten voraussetzen würde. Der A-Ligist vor den Direktabsteiger relegiert. Dies wäre die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim als Gegner der beiden B-Liga-Zweiten. Dort befinden sich derzeit der FC Gambach und der FC Rendel. Die beiden B-Liga-Meister steigen direkt in die A-Liga auf. Diese beiden derzeit unteren Ligen werden von TuS Rockenberg und dem FC Massenheim angeführt.

Ab der Saison 2009/10 wird es im Kreis Friedberg eine C-Liga geben. Diese rekrutiert sich aus den Mannschaften von Platz elf abwärts der beiden existierenden B-Ligen. Die Mannschaften von Rang zehn aufwärts beider Staffeln bilden die eingleisige B-Liga.

Angesichts eines intensiven Abstiegskampfs in der B-Liga hat sich auch die Anzahl der Einzelrichterurteile in der Gruppe 1 deutlich erhöht, führte Wolfram Fritz aus, während Thorsten Bastian von einem erträglichen Maß in der Gruppe zwei sprach. Auf dem Niveau des Vorjahres bewegen sich die Vergehen in der Kreisober- und der A-Liga.

In der B-Liga 1 trägt der VfR Butzbach dieses Jahr alle seine Heimspiele auf dem Sportplatz am Ostbahnhof aus.

Von einer besonderen Aktion berichtete der KSV Bingenheim. Der Verein hat Kontakt zu Fußballern im ostafrikanischen Tansania. Für die dortigen Kicker sammelt der KSV nicht mehr benötigte Fußball-Utensilien, wie Trikots, Schuhe und Bälle und lässt sie den dortigen Fußballern zukommen. Interessierte können sich mit dem KSV Bingenheim in Verbindung setzen.

Angesprochen wurde in Ilbenstadt auch die anstehende Hallenmeisterschaft, die wieder durch die Sparkasse Oberhessen unterstützt wird. Hierzu haben 44 Mannschaften genmeldet. In den Vorrunden in den Hallen in Butzbach, Florstadt, Echzell, Ober-Rosbach und Groß-Karben kämpfen 43 Teams am 9. und 16. Januar um den Einzug in die Endrunde. Diese findet am 30. Januar und 1. Februar in der Dieffenbachhalle Friedberg mit 16 Mannschaften statt. Qualifiziert hierfür ist bislang der letztjährige Sieger VfR Ilbenstadt, der auch die Endspieltage ausrichtet. Zudem lösen die Karten nach Friedberg alle zehn Gruppensieger, die Zweiten der drei Fünfer-Gruppen und die beiden besten Zweiten der sieben Vierer-Gruppen. Als Neuerung wird der Sparkassen-Cup mit den üblichen Handball-Toren ausgerichtet. Davon verspricht man sich in erster Linie eine Förderung der spielerischen Elemente. Die Spielzeit pro Spiel wird auf 20 Minuten erhöht. Auf Anregung der Sparkasse soll das Finale künftig immer zentral in Friedberg stattfinden. Zudem ist vorgesehen, der Endrunde eine größere Attraktivität zu verleihen. Hierbei werden unter anderem Verlosungen stattfinden. Desweiteren ist geplant, bei der Veranstaltung ein Bewirtungszelt vor der Dieffenbachhalle aufzustellen.

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