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TGF wie ein kommender Meister

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Jeder Schuss ein Treffer: Hier erzielt der Friedberger Marcel Jonscher eins seiner sechs Tore. Das kann auch der Münzenberger Marvin Menges (r.) nicht verhindern.	(Foto: Nici)
Jeder Schuss ein Treffer: Hier erzielt der Friedberger Marcel Jonscher eins seiner sechs Tore. Das kann auch der Münzenberger Marvin Menges (r.) nicht verhindern. (Foto: Nici) © Nicole Merz

(hep) »Hut ab vor Friedberg«, lautete der erste Kommentar von Münzenbergs Trainer Claus Well nach dem 35:28-Coup der TG unter der Burg. Dieses Kompliment sagt einiges aus über die Art und Weise, wie die TG in der Handball-Bezirksoberliga derzeit auftritt.

Dabei war die HSG Münzenberg/Gambach ein ebenbürtiger Gegner, hatte aber in Sachen Siegeswillen, Einsatz und Motivation dem Tabellenführer der Handball-Bezirksoberliga nichts entgegen zu setzen. »Während es bei uns nur noch um die Goldene Ananas geht, spielt Friedberg um den Aufstieg. Die hätten auch den Betreuer einwechseln können, der hätte auch noch getroffen«, war Wells treffende Situationsbeschreibung. Sein Gegenüber Gert Eifert war selbst positiv überrascht von seiner Mannschaft. »Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Wie meine Jungs dann aber aufgetreten sind, hat mich sehr beeindruckt. Speziell die erste Halbzeit war das Beste, was ich in der laufenden Saison von uns gesehen habe.« So war die Leistung, die Friedberg in Abwehr und Angriff zeigte, der eines kommenden Meisters würdig.

In die Karten spielte der TG die miserable Chancenverwertung der HSG. Mit 29 Fehlwürfen wurde eine Quote von nahezu 50 Prozent Fehlwürfen erreicht. Obwohl Gniza im Tor der Gastgeber noch einige Chancen der TG vereitelte, waren die Gäste im Ausnutzen von Torchancen wesentlich effektiver.

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Das Spiel begann mit dem üblichen Abtasten, und bis zum 4:5 tat sich nicht viel. Bereits jetzt hatten die Gastgeber einige Fahrkarten geschossen und wurden lediglich von einem guten Gniza im Tor im Spiel gehalten. Angeführt von Steffen Rosenschon, kam Friedberg zu einfachen Toren und setzte sich beim 4:7 (12.) erstmals ab. Nach dem 6:11 nahm Well eine Auszeit und stellte seine Abwehr von einer 5:1-Formation auf ein offensiv ausgerichtetes 6:0 um. Auch diese Maßnahme hinterließ bei den Friedberger Spielern wenig Eindruck. Selbst die Verletzung von einem der gefährlichsten Angreifer, Fabian Wolf, wurde kompensiert. Marcel Jonscher sprang für ihn in die Bresche. »Das ist ein Beleg für unsere mannschaftlicher Geschlossenheit«, befand Eifert und zollte Jonscher ein Lob. »Nur in einer intakten Mannschaft sind Spieler, die nicht so viele Spieleanteile haben, auch in der Lage, solche Lücken nahezu vollwertig zu schließen«, erläuterte Friedbergs Trainer.

Fabian Wolf konnte ab der 20. Spielminute wegen einer Bänderverletzung nicht mehr eingesetzt werden.

Die Dominanz der Gäste hielt an und sorgte für den 9:16-Pausenstand. Obwohl sich die Gastgeber in der zweiten Hälfte besser auf den Gegner einstellten, konnten sie nicht mehr am TG-Sieg rütteln. Beim 24:32 nahm Well nochmals eine Auszeit. Aber auch das hatte keinen Erfolg. Zu souverän war der Auftritt der TG. »Friedberg war heute einfach die bessere Mannschaft, das muss neidlos anerkannt werden«, erkannte Münzenbergs Trainer. Eifert sah die Grundlage für den ›Sieg auch in einer erneut gut funktionierenden 3:2:1-Deckung.

HSG Münzenberg/Gambach: Grossmann, Gniza; Florian Großmann (3), Boller (5), Menges (5/1), Erb (2), Timo Metzger (3), Brückel (2), Zimmer (3), Häuser, Merlin Metzger (3), Weiser (2), Mogk, Janauschek.

TG Friedberg: Langer, Zerulla; Kahabka (3), Jonscher (6), Kammel (4/3), Mangels (4), Wolf (1) Mos (1), Zinnel (8), Weitz (1), Rosenschon (2), Schäfer (5).

Stenogramm: Schiedsrichter: Eberhardt/Roth – Florstadt / Griedel. – Siebenmeter: 3/1 – 3/3. – Strafzeiten: 12 – 6. – Zuschauer: 150.

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