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John Bryant, Brandon Thomas und die Gießen 46ers geben eine 15-Punkte-Führung gegen Würzburg noch her.

Kollektives Kopfschütteln

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(sks/tim). Egal, wohin man in der kaum besetzten Osthalle nach Spielende blickte: Wirklich begreifen konnten weder Team-Mitarbeiter, Verantwortliche noch Journalisten, was vor allem die beiden US-Guards der Gießen 46ers in den letzten beiden Angriffen fabrizierten. Ein fast unfreiwillig komisches Schauspiel bei der schlussendlich demoralisierenden 73:

74 (47:35)-Niederlage gegen die Bundesliga-Basketballer aus Würzburg.

Nachdem Gastakteur Florian Koch auf 72:73 verkürzt hatte, waren noch 49 Sekunden auf der Uhr. Alles wartete auf einen schnellen Abschluss, damit die Gäste die Zeit nicht runterspielen können und Gießen noch einen weiteren Korbversuch bekommen würde. Stattdessen verzögerte Jonathan Stark das Spiel, ging erst nach zwölf Sekunden in ein Play, dribbelte sich fest und verlor den Ball in Slapstick-Manier. In der Rückwärtsbewegung fielen die 46ers in einen tödlichen Sekundenschlaf. Murpyh Holloway konnte unbedrängt zur Würzburger Führung ablegen.

Warum überhaupt Stark und nicht Spielmacher Diante Garrett den Ball führte, schien unklar. Nach einer Gießener Auszeit - jetzt waren immerhin noch etwas mehr als 24 Sekunden zu spielen, eine Ewigkeit im Basketball - übernahm der 90-fache NBA-Spieler Verantwortung. Doch auch Garrett war nach »Hero Ball« zumute. Im Mismatch gegen den größeren Perry Jones ging der US-Amerikaner nicht zum Korb, sondern nahm einen schweren Wurf mit der Sirene, der deutlich daneben ging.

Unterdessen zogen die Frankfurt Skyliners mit 60:94 gegen Alba Berlin den Kürzeren. Der Euroleague-Teilnehmer war eine Nummer zu groß für die Hessen. Mit der Breite und Tiefe des Kaders kann in der BBL nur noch Bayern München mithalten. Als Spiel zum Lernen hatte Trainer Sebastian Gleim das Aufeinandertreffen bezeichnet.

Nach einem schwachen Start hatten sich die Skyliners im zweiten und dritten Viertel stabilisiert. Zeitweise lagen sie mit 20 Punkten hinten, ehe sie den Rückstand im dritten Viertel auf sechs Zähler (56:62) drücken konnten. Im Schlussviertel erstickten die Berliner aber das kleine Frankfurter Fünkchen Hoffnung.

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