Koffler überragt beim Auswärtssieg

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(pie). Der TV Petterweil zieht an der Tabellenspitze der Handball-Landesliga der Männer einsam seine Runden. Mit dem 34:26 (18:17)-Erfolg bei der HSG Lumdatal verteidigt die Mannschaft von Coach Martin Peschke mit vier Punkten Vorsprung den Aufstiegsplatz. "Es hätte nicht so hoch ausfallen müssen", monierte Lumdatal-Coach Eike Schuchmann.

Der Start in die Partie misslang den Gastgebern, die den Gegner mit einer 5:1-Abwehr überraschen wollten. Der Plan ging jedoch nach hinten los, denn Petterweil führte nach acht Minuten bereits mit 6:2 (Jonas Koffler). Schuchmann stellte auf seine bewährte 6:0-Formation um und fortan lief es beim Tabellendritten besser. Der TVP blieb zwar lange Zeit noch vorn, doch nach dem 8:12 in der 18. Minute startete die HSG in ihre beste Phase. Max Kühn markierte in der 24. Minute beim 14:14 den ersten Ausgleich, drei Minuten später gelang Michael Kern sogar die 17:15-Führung. Doch Petterweil kam über Gegenstöße zurück und führte zur Pause wieder mit 18:17. "In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften ohne Abwehr und Torhüter gespielt", schmunzelte Peschke, der im weiteren Verlauf vor allem an seinem Torwart mehr Freude haben sollte.

Auch im zweiten Durchgang nahmen sich die Lumdataler die Würfe zu früh und brachten damit Gäste-Keeper Iteb Bouali ins Spiel. Koffler schnappte mit einem Dreierpack zum 24:19 (39.) zu, ein Vorsprung, den die HSG nie mehr aufholen konnte. Es reichte beim 23:26 von Moritz Rein noch einmal dazu, auf drei Treffer heran zu kommen, doch in der Folge war es wieder der unkonzentrierte Angriff der Lumdataler, der den Gästen in die Karten spielte. Petterweil spulte sein Konzept abgezockt herunter und hatte mit Koffler vorne wie hinten einen überragenden Mann in seinen Reihen. Vorne zehn Tore und hinten im Innenblock den Laden zusammengehalten, erntete er ein Sonderlob vom Coach.

"Gegen den Tabellenführer kann man verlieren, aber wir haben uns trotzdem mehr vorgenommen", erklärte Schuchmann. "Wir schauen jetzt, was wir positives mitnehmen können."

"In meinen Augen hatte das Spiel den Namen Top-Spiel verdient", meinte Peschke. "Das war ein guter Handball auf beiden Seiten. Am Ende ist es zu deutlich ausgefallen, was den Spielverlauf nicht widerspiegelt. Aber natürlich ein verdienter Sieg für uns."

HSG Lumdatal: Solbach, Schneider; Kuhnhenne (2), Stein, Kühn (5), von Bierbrauer zu Brennstein, Henke (1), Haack, Rein (2), Marondel (1), Heß, Schlapp (4), Kern (2), Köhler (9/2).

TV Petterweil: Ahlborn, Bouali; Wagner (1), Trouvain (4), Kusan (10/3), Koch (3), Witzel, Pfeiffer, Koffler (10), Lange, Hitzel (4/1), Wassberg (2).

Im Stenogramm / SR: Lippert/Lippert. - Z: 250. - Zeitstrafen: 8:4 Min. - Siebenmeter: 2/2:4/4.

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