Knappes Duell um die Kreisstadt-Krone in Altenstadt

(mw) Kein Schnee, kein Eis, ein Teilnehmerfeld wie seit 2008 nicht mehr und an der Spitze starke Leistungen der regionalen Elite. Der 37. Dreikönigslauf in Altenstadt ließ sehr zufriedene Mienen bei Läufern und Veranstaltern zurück. Der Auftakt zum Oberhessencup mit elf Läufen ist geglückt – mit nur einem kleinen Missgeschick.

Beim Hauptlauf über zehn Kilometer legten alle Athleten, von einem Streckenposten falsch geleitet, etwa 200 Meter weniger zurück als angedacht. Thomas Seibert vom Laufprojekt Büdingen und Lea Bäuscher von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach störte dies wenig, sie setzten sich souverän durch und sind damit "Wiederholungstäter". Während Seibert einige Erfolge in Altenstadt erzielt hat, verteidigte Bäuscher ihren Vorjahrestitel.

Selten war es beim Dreikönigslauf so frühlingshaft, im vergangenen Jahr herrschten wie so oft Schnee und Eis vor. Kein Wunder also, dass die Teilnehmerzahlen am Sonntag in die Höhe schossen. 257 Finisher über zehn Kilometer, 352 Athleten bei den drei Wettbewerben insgesamt im Ziel – diese Zahlen gab es in dieser Größenordnung zuletzt vor sechs Jahren und bedeuteten gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um fast 100 Finisher.

An der Spitze des Zehn-Kilometer-Laufs sah es nur kurz nach einem Dreikampf zwischen Thomas Seibert vom Laufprojekt Büdingen sowie Benedikt Heil und Philipp Ratz von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach aus. Zu stark präsentierte sich Seibert, nach der der Schleife über Rodenbach hatte sich der frühere Hessenmeister bereits abgesetzt. In 33:33 Minuten feierte er einen ungefährdeten Sieg. Der Lehrer aus Büdingen führt damit das neue Laufprojekt in seiner Heimatstadt an, initiiert wurde es vom weiteren Topläufer Wolfgang Schlögel. Zweiter wurde Heil (auch in der Vorwoche beim Cross in Offenbach deutlich hinter Seibert) mit vier Sekunden Vorsprung auf Ratz nach 35:05 Minuten. Der drittplatzierte Streckenrekordhalter bilanzierte: "Zwischenzeitlich bin ich wieder auf Benedikt aufgelaufen, doch am Ende hatte er mehr Körner." Einen starken siebten Platz im Gesamteinlauf belegte M45-Sieger Steffen Knauer (SC Dortelweil) nach 36:48 Minuten.

Bei den Frauen hatte sich Bergläuferin Lea Bäuscher über 4,2 Kilometer mit Platz vier im Gesamteinlauf eingerollt und feierte nach 39:56 Minuten einen ungefährdeten Doppelsieg. W50-Siegerin und Vereinskollegin Monika Schmidt folgte in 42:17 Minuten auf Rang zwei, ehe die dritte Fauerbacherin Anne Dörper im Zielspurt der 18 Jahre jüngeren Leah Wagner von Fun-Ball Dortelweil den Vortritt lassen musste. Wagner gewann in 44:14 Minuten die Hauptklasse.

Bei der Mannschaftswertung mussten die Vereine bei den Männern nun fünf statt bisher drei Läufer stellen. Das war kein Problem für die LG Ovag Friedberg-Fauerbach (sieben Läufer insgesamt) und den ASC Marathon Friedberg (neun), deren zehn Läufer in der Wertung allesamt unter 40 Minuten blieben. Ratz und Heil führten die LG zum Sieg mit nur 90 Sekunden Vorsprung auf den ASC, dessen schnellster Läufer Christian Habicht nach starken 36:54 Minuten war. Drei Läuferinnen reichen weiterhin für ein Frauen-Team, hier war die LG Ovag Friedberg-Fauerbach mit den drei Topläuferinnen deutlich vorne.

Über 4,2 Kilometer siegten Marc Bunzendahl von der LG Altenstadt und Lea Bäuscher von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach unangefochten. Bäuschers Vereinskollege Michael Wiener und Lena Becker (TGV Schotten) wurden Zweite. Im Schülerlauf über 1,6 Kilometer musste sich Sayana Wilhelm von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach (1. wU12) nur knapp der wU14-Siegerin Finja Schierl aus Darmstadt geschlagen geben. Beide Mädels waren schneller als der deutlich ältere erste Junge Justin Amend von der Sport-Union Nieder-Florstadt.

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