Knappe Niederlage in hitzigem Duell

(fmm). Die TG Friedberg hat am Samstagabend das hitzige Landesliga-Duell bei der HSG Linden mit 25:26 (14:14) verloren. In einem emotionalen Spiel, das zusätzlich durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen angeheizt wurde, verhängten die beiden Referees zudem drei Rote Karten - die Friedberger Henning Kiel (18.) und Christian Schmidt wurden ebenso disqualifiziert wie Lindens Malte Höhn (60.).

Entgegen den Erwartungen nach dem verhaltenen Saisonstart der Wetterauer Kreisstädter mit vier Spielen ohne Sieg gestaltete sich das Spiel von Beginn an ausgeglichen. Die Gäste konnten sich nach dem 5:5 erstmals absetzen (Vlad, 8:5/14.), doch nach der ersten Auszeit aufseiten der HSG brach die Konstanz des Friedberger Angriffsspieles ein und der Vorsprung wurde wieder kleiner (Höhn, 9:10/21.). Auch dank der lautstarken Unterstützung zahlreicher mitgereister Fans gab der Tabellenletzte die Führung dennoch nicht aus der Hand. Wegen der frühen Disqualifikation gegen Kiel fehlten allerdings die einfachen Tore im Angriff, sodass Linden bis zur Pause noch ausglich (14:14).

"Wir reisen hier als Underdog an. Wichtig ist mir, dass wir an die Leistung aus dem Heimspiel gegen Heuchelheim anknüpfen und zeigen, dass wir als Team mit Herz und Wille spielen", hatte Friedbergs Trainer Tomasz Jezewski vor dem Spiel zu seinen Mannen gesagt. Und obwohl die Hausherren nach dem Wechsel ihrerseits etwas davongezogen waren (Wrackmeyer, 18:16/37.), gelang es den Wetterauern weiter am Ball zu bleiben. Mit Radu Balazs im Tor bot sich zudem ein sicherer Rückhalt, was sich im Angriff durch einige schnelle Tore doppelt auszahlte. Nach einer weiteren Disqualifikation gegen Schmidt konnte sich Linden allerdings auf drei Tore absetzen (Vogel, 26:23/58.).

Nun stellte Friedberg auf eine offensivere Abwehr um, die ihre Wirkung zeigte: In den letzten drei Minuten kam Linden zu keinem Tor mehr und die Gäste konnten durch einen Siebenmeter von Zinnel beim 25:26 noch einmal verkürzen, nachdem HSG-Spieler Malte Höhn wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte gesehen hatte. In den letzten Sekunden eroberte die TG zwar noch einmal den Ball, dieser verfehlte aber knapp das Tor.

"Trotz der verworfenen freien Würfe bin ich stolz auf Euch", sagte Jezewski in der Kabine. "Wenn wir diese Einstellung konservieren, werden wir gegen weniger schwierige Gegner auch Erfolge feiern können."

HSG Linden: Zörb, Genger; Müller (3), Mühlhans (3), Stöhr, Vogel (2), Wrackmeyer (2), Laun (2), J. Höhn, Wallwaey (3), M. Höhn (10/4), Piesch (1).

TG Friedberg: Balazs, F. Merten; Durchdewald (3), Zinnel (5/3), Ploner (1), Jonscher, L. Merten (3/2), Schmidt, Reeb, Petrosanec (5), Methner, Seibert (2), Vlad (5), Kiel (1).

Im Stenogramm / SR: Rauc/Satt. - Z.: 240. - Zeitstrafen: 8/6 Minuten. - Disqualifikationen: M. Höhn (60.) / Kiel (18.), Schmidt (54.). - Siebenmeter: 4/4:5/9.

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