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Kleinster Blockspieler zu hoch für SG Rodheim

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(pm) Die SG Rodheim hat das Gastspiel in der 3. Volleyball-Liga Süd beim TSV GA Stuttgart mit 1:3 (17:25, 22:25, 25:14, 23:25) verloren und konnte nach dem Spiel den Schwaben zur Meisterschaft gratulieren.

Durch die Niederlage haben die Rodheimer ihrerseits die Chancen auf Rang zwei oder drei verspielt. Nach der einen verbleibenden Partie wird die SGR die Saison wohl auf Rang vier beenden. Am 24. März folgt der Rodheimer Saisonabschluss zuhause gegen den Tabellenzweiten TV Bühl II.

Schmidt musste vor Beginn der Partie auf Thomas Fuhrmann, Robert Körner, Timo Streitenberger sowie Sascha Gornik und somit auf jegliche Wechselmöglichkeit verzichten. Dafür unterbrach Alexander Schuld seinen beruflichen Messe-Einsatz und kam kurz vor Spielbeginn nach Stuttgart. Auch Libero Patrick Hehl kam direkt vom Skiurlaub.

Nachdem im ersten Satz die Rodheimer bereits mit 2:7 und 9:17 im Hintertreffen lagen, drohte ein Debakel. Der drückend überlegene Durchgang zugunsten der Stuttgarter schien fast eine Vorentscheidung zu sein. Doch nach diesem wollten die Wetterauer mit einer stabilisierten Annahme und Abwehr die Verhältnisse wieder zurechtrücken. Nach 7:5-Führung und 12:16-Rückstand kämpften sich die Gäste um Zuspieler Maro Schossée wieder auf 23:22 heran. Schossée brachte Rodheim mit druckvollen Aufschlägen in Bedrängnis, bevor im Block Johannes Voeske, Tim Wacker und Marcel Kopperschmidt für die wichtigen Punkte sorgten.

»Wir haben im zweiten Satz endlich Volleyball gespielt«, gab Trainer Carsten Schmidt zu. Dennoch machte Stuttgart am Ende den Sack zum 2:0 zu.

Im dritten Durchgang schnürte Rodheim die Stuttgarter regelrecht ein. Zeitweise führte die SGR mit zehn Punkten. In diesem Abschnitt funktionierte das von Schmidt trainierte Spielsystem, und auch Robert Stodtmeister im Rückraumangriff steigerte sich. Die große Gefahr blieb aus, weil Stuttgart nicht zum eigenen Spielaufbau kam.

Der Liga-Primus tat sich auch im vierten Satz schwer gegen die nun frech agierenden Rodheimer und hatte mit 3:7 zunächst das Nachsehen. Bis zum 19:21 hatte sich der TSV zurückgekämpft. Doch die etwas unkonzentriert agierenden Rodheimer ließen in der Folge das gewohnte Tempo im Angriff vermissen und leisteten sich manch einfachen Fehler in der Blocksicherung und der Feldabwehr. Mit einer konsequenten Blockarbeit bestraften die Stuttgarter diese zunehmenden Nachlässigkeiten. Die 200 Fans des frischgebackenen Meisters reagierten und peitschten ihr Team nun zum Sieg. »Am Ende war der kleinste Blockspieler zu hoch«, resümierte Robert Stodtmeister die Wende im letzten Satz.

SG Rodheim: Hehl, Kopperschmidt, Schossée, Schuld, Stodtmeister, Voeske, Wacker.

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