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Klein-Karben überfordert

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(ub) Wohin führt der Weg des Wetterauer Verbandsligisten KSV Klein-Karben? Nimmt man nach den ersten drei Saisonniederlagen gegen Ober-Roden, Alsbach und Bad Vilbel den vierten Meisterschaftsauftritt beim FC Bensheim als Maßstab, muss man konstatieren: Nach Abschluss der Runde direkt in die Gruppenliga Frankfurt-West.

Das Gastspiel bei den Südhessen entpuppte sich für die derzeit von Interimstrainer Peter Rübenach gecoachte Mannschaft als Desaster und endete mit einer 1:7 (0:3)-Abfuhr. »Wir hatten keine Chance. Unser Team war vom Start weg glatt überfordert«, räumte Pressesprecher Klaus Buseck ein.

Für die erkrankten Serkan Bayin und Marvin Gramowski begannen Diyar Yildiz und Murat Bulut im Mittelfeld. Positiven Aspekte ergaben sich dadurch nicht. Eher das Gegenteil war der Fall, denn der KSV-Plan, möglichst lange den eigenen Kasten sauber zu halten und später dann über gelegentliche Konter die Bensheimer Defensive ein wenig zu kitzeln, wurde schon früh von den offensivorientierten Südhessen über den Haufen geworfen: Nach knapp einer Viertelstunde war das Schicksal der Wetterauer Gäste bereits besiegelt. Bensheims Ceylan drückte das Leder nach Besim Rekas Fallrückzieher, den KSV-Torwart Etienne Schmidt nicht unter Kontrolle bekam, zur frühen FC-Führung über die Linie (1:0/4.), während der nie zu bremsende Benedikt Saltzer mit einem Doppelschlag (10./14.) auf 3:0 erhöhte und somit die Weichen der Buchmann-Truppe früh auf Sieg stellte.

Die sich daraus ergebende Frage: Würde Klein-Karben die Niederlage in erträglichen Grenzen halten können, oder drohte ein Debakel? Nachdem sich der KSV kurz vor der Pause erstmals in Richtung Bensheimer Gehäuse orientiert hatte (Distanzschuss von Sven Kunisch), brachten die zweiten 45 Minuten eine aus Gäste-Sicht deprimierende Antwort: Es wurde tatsächlich ein Debakel, woran auch Muharrem Katilmis» Ehrentreffer, erzielt zum 4:1-Zwischenstand in der 67. Minute auf Flanke von Mark Nowak, nichts zu ändern vermochte. Vorher, in der 55. Minute, durfte sich Bensheims Saltzer beim 4:0 zum dritten Mal als Torschütze feiern lassen, Goal Nummer vier des FCB-Angreifers, das 5:1, folgte unmittelbar nach dem ersten und einzigen Klein-Karbener Volltreffer. Doch damit nicht genug: Hornung machte nach 74 Minuten das halbe Dutzend voll, und auch der für Saltzer eingewechselte Fäcke trug sich unmittelbar vor dem Abpfiff von Referee Andreas Putz (Egelsbach) in die Bensheimer Torschützenliste ein. Dabei profitierte er von einem Missverständnis zwischen Karbens Innenverteidiger Oliver Howard und Torwart Yannick Rühl, der ab der 17. Minute für den angeschlagenen Schmidt im KSV-Kasten mit einigen guten Aktionen eine noch höhere Abfuhr verhinderte.

FC Bensheim: Kretzdorn, Piller, Muharrem Reka (85. Halla), Pfeifer, Besim Reka, Holdschick, Schmitt, Saltzer (83. Fäcke), Ceylan (62. Hornung), Schäfer, Kuhlewind.

KSV Klein-Karben: Schmidt (17. Rühl) – Fink, Howard, Kunisch, Efil – Kaya, Nowak – Yildiz (46. Bayram), Bulut, Katilmis – Bitiq (75. Marbouh).

Tore: 1:0 (4.) Ceylan, 2:0 (10.) Saltzer, 3:0 (14.) Saltzer, 4:0 (55.) Saltzer, 4:1 (67.) Katilmis, 5:1 (69.) Saltzer, 6:1 (74.) Hornung, 7:1 (90.) Fäcke. - Schiedsrichter: Andreas Putz (Egelsbach). – Zuschauer: 120.

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