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Klein-Karben atmet auf

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Der KSV Klein-Karben hat in der Verbandsliga Süd seinen ersten Saisonsieg gefeiert, während der FV Bad Vilbel, Türk Gücü Friedberg und der SSV Lindheim allesamt unentschieden spielten.

SC Hessen Dreieich – FV Bad Vilbel 1:1 (1:1): Die Elf von Bad Vilbels Spielertrainer Amir Mustafic, die auch ihren fünften Meisterschaftsauftritt ungeschlagen überstand, wurde gleich in der Anfangsphase kalt erwischt: Nach Koyuns Eckball stieg SCH-Mittelfeldspieler Fustero am höchsten und verwandelte in der neunten Minute per Kopfball zur 1:0-Führung für die Kilinc-Truppe. Davon nicht sonderlich beeindruckt, holten die erneut ohne Spielmacher Alexander Bauscher angetretenen Brunnenstädter bereits zwölf Minuten später zum Gegenschlag aus, denn Raphael Wenzel traf nach Vorarbeit von Sebastian Weigand und Amir Mustafic zum 1:1-Ausgleich ins Schwarze. Danach entwickelte sich zwar ein offener Schlagabtausch, klare Torchancen blieben allerdings die große Ausnahme. Weigand vergab für Bad Vilbel (30.), auf der Gegenseite verfehlte Dreieichs Torjäger Ibrahim Cigdem den FV-Kasten nur um Haaresbreite (36.). Fast wären es anstatt einem sogar drei Punkte geworden: Darius Johnson (84.) und Patrick Albert (90.) wussten tolle Gelegenheiten jedoch nicht zu nutzen.

FV Bad Vilbel: Robert Cue – Bernhardt, Steven Cue, Weigand, Geh – Mustafic – Knauer, Budic (81. Pita), Wenzel (73. Johnson), Albert – Nuh Uslu.

Tore: 1:0 (9.) Fustero, 1:1 (21.) Wenzel. – Schiedsrichter: Christian Ballweg (Zwingenberg). – Zuschauer: 100.

KSV Klein-Karben – Usinger TSG 2:0 (0:0): Dank einer vor allem kämpferisch ungemein starken Mannschaftsleistung und dem sehr sicheren Yannick Rühl zwischen den Pfosten sicherte sich das Team von Klein-Karbens Trainer Zeynel Güngörmez, der nach vier Wochen Türkei-Aufenthalt erstmals ein KSV-Pflichtspiel coachte, gegen eine enttäuschende Usinger Truppe die ersten drei Punkte der laufenden Runde. Dabei kamen zwei Minuten (82. und 83.), die den Fans der Platzherren gewiss noch lange in Erinnerung bleiben werden: Erst markierte Innenverteidiger Sven Kunisch nach Mark Nowaks präzisem Freistoß per Kopfball die KSV-Führung, dann – gleich mit dem nächsten Angriff – erhöhte Adrian Bitiq nach einem Abspielfehler von TSG-Mittelfeldregisseur Christian Liebig das 2:0 per Flachschuss aus halblinker Position. Die Sensation war perfekt.

KSV Klein-Karben: Rühl – Fink, Howard, Kunisch, Yildiz (90. Marbouh) – Kaya, Nowak – Pfaff (46. Silvan Gök), Faulstich, Katilmis (85. Bulut) – Bitiq.

Usinger TSG: Dreikausen – Schubert (46. Sachs), Pauly, Wielpütz (82. Crecelius), Bueno Oliva – Strohmann, Bretschneider – Lerch (46. Pelka), Dörnte, Liebig – Kopp.

Tore: 1:0 (82.) Kunisch, 2:0 (83.) Bitiq. – Schiedsrichter: Thomas Möller (Greifenstein). – Zuschauer: 170.

SSV Lindheim – Spvgg. Neu-Isenburg 0:0 (0:0): Nachdem Simon Pospischil in der 31. Minute das Lindheimer Gehäuse freistehend um zwei Meter verfehlt hatte, vergab Marco Filges auf der Gegenseite die größte Chance des ersten Durchgangs. Nach einem Fehlpass in der Gästeabwehr hatte Filges den Ball ersprintet, scheiterte dann jedoch am starken Brandt. Nach dem Seitenwechsel ließen Pospischil (58./aus 16 Metern knapp vorbei) und Henrik Nedwied (86./über das Tor) für die Gäste sowie Stjepan Jurisic (77./Brandt pariert erneut herausragend) für die Steuernagel-Elf weitere aussichtsreiche Tormöglichkeiten ungenutzt.

SSV Lindheim: Klotzbücher, Döhring, Hornik (74. Türkyilmaz), Hadifa, Jacobi, Pilch, Rodrigues, Gross, Filges (65. Renner), Ehser, Förster (65. Jurisic).

SG Bruchköbel – Türk Gücü Friedberg 2:2 (0:1): Mit der ersten Torchance der Partie gelang Jonatan Tesfaldet nach feiner Vorarbeit von Marc Witte die 1:0-Führung für die Gäste. Noch besser machte es Firat Can eine Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff, als er eine Witte-Flanke per Volleyabnahme zum 2:0 für seine Farben in die Maschen des Bruchköbeler Gehäuses jagte.

»Durch einen fragwürdigen Elfmeter haben wir die Partie binnen zwei Minuten aus der Hand gegeben«, ärgerte sich TG-Pressesprecher Hamit Demiroglu nach der Partie. In der 87. Minute zeigte der Unparteiische im Anschluss an einen Bruchköbeler Freistoß auf den Punkt. Dem in der Mauer stehenden Tesfaldet war der Ball an die Hand gesprungen. »Äußerst fragwürdig, da die Hand nicht vom Körper weg geht«, befand Demiroglu. Den fälligen Strafstoß verwandelte Patrick Gischweski sicher, ehe Tesfaldet wegen Reklamierens die Gelb-Rote Karte sah. Nur 60 Sekunden später besorgte David Beljan nach Flanke von Thomas Goldmann aus spitzem Winkel den 2:2-Endstand.

Türk Gücü Friedberg: Koc, Emre Yasaroglu, Akkas, Ngloumou, Clark, Pioch, Menderes Yasaroglu (60. Saletnik), Tesfaldet, Usic, Witte (89. Anane), Uslu (60. Can). (ub/kun)

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