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Klare Sache für Türk. SV Bad Nauheim - 2:0 gegen Nieder-Weisel

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Von: Thomas Brannekämper

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Jake Hirst stellte einmal mehr seine Torjägerqualitäten unter Beweis. Der Bad Nauheimer traf in der Kreisoberliga auch beim 2:0 seines Türk. SV gegen den SV Nieder-Weisel.

Der Türk. SV Bad Nauheim bleibt das Maß aller Dinge in der Fußball-Kreisoberliga. Auch der Vergleich mit dem Tabellenzweiten SV Nieder-Weisel konnte der Spitzenreiter für sich entscheiden. Oben dran bleibt auch der FC Ober-Rosbach. Doch beim 3:1-Erfolg in Staden benötigten die Rosbacher einen langen Atem, ehe der Auswärtsdreier unter Dach und Fach war. Etwas den Anschluss verloren hat der SV Nieder-Wöllstadt (2:3 gegen den FC Karben). Türk. SV Bad Nauheim - SV Nieder-Weisel 2:0 (0:0): »Für die Zuschauer war dies kein schönes Spiel. Aber was soll man machen, wenn der Gegner sich mit neun Mann am eigenen Sechzehner einigelt und gar kein Interesse hat, mitzuspielen. Insofern ist unser Sieg mehr als verdient.« So sah Pressesprecher Deniz Can vom Türk. SV Bad Nauheim die Rolle der Gäste. Der SV Nieder-Weisel unterlag im Kreisoberliga-Topspiel mit 0:2 in Rödgen. »Gefühlt hatten wir 95 Prozent Ballbesitz, die Gäste haben über die gesamten 90 Minuten keine nennenswerte Aktion zustande gebracht.« Nieder-Weisel ging in die Partie beim Ligaprimus zwar ersatzgeschwächt, doch wurde die Partie einem Spitzenspiel in keinster Weise gerecht. Die Gastgeber bestimmten den Verlauf der Dinge. Und nach 25 Minuten durfte auf dem Rödgener Sportplatz zum ersten Mal gejubelt werden. Selahattin Deliktas, nach langer Verletzungspause erstmalig in der Startelf, brachte seine Farben in Führung. Vorausgegangen war ein langer Ball des TSV- Kapitäns Murat Kuzpinar. Die zu kurze Weiseler Abwehr verwertete der Torschütze per Direktabnahme ins lange Eck. In der 40. Minute schlug dann Torjäger Hirst zu. Arif Karakoc bediente Hirst nach einem Sololauf mustergültig – 2:0. Dies drückte die Überlegenheit des Türk. SV in Durchgang eins nur teilweise aus. In Halbzeit zwei beschränkte sich der Tabellenführer auf Spielkontrolle. Und da Nieder-Weisel weiterhin auf Defensive setzte, blieb es bis zum Schlusspfiff bei diesem Spielstand.« Leider war die zweite Halbzeit kein Leckerbissen für die Zuschauer, aber unterm Strich steht der dritte Sieg in Folge«, bilanzierte Can. Türk. SV Bad Nauheim: Yüksel Deliktas, Berktas, Usta, Can, Yigit, Karakov, Aydinli, Selahattin Deliktas, Hirst, Pejic, Kuzpinar, Berktas, Özcan, Algül, Cetin SV Nieder-Weisel: Maas, Lengle, Kette, Nockemann, Rühl, Mertes, Weigel, Börner, Volp, Wolf, Schnitter, Welker, Wedemann, Michel Im Stenogramm: Tore: 1:0 (25.) Selahattin Deliktas, 2:0 (40.) Hirst. – Schiedsrichter: Gerhard Kempel. – Zuschauer: 80

SV Staden – FC Ober-Rosbach 1:3 (1:1): Staden zeigte über 90 Minuten eine couragierte Vorstellung und war gegen das Spitzenteam aus Rosbach die bessere Mannschaft. Folgerichtig gingen die Gastgeber auch in der 20. Minute mit 1:0 in Führung. Marcel Wörner leitete nach einer Rosbacher Ecke einen mustergültigen Konter ein, den Kevin Scheller mittels 20-m-Schuss zur Stadener Führung vollendete. Und Staden blieb dran, allein das zweite Tor wollte nicht fallen. Kurz vor der Halbzeit gelang dann Rosbach der Ausgleich. Eine Ecke von Jens Pätzold köpfte Nadim Ahmed in der 39. Minute zum Ausgleich ein. Nach dem Wechsel blieb Staden spielbestimmend, doch die erneute Führung wollte nicht fallen. Danach geriet Schiedsrichter Yigit in den Mittelpunkt. Teutonia-Pressesprecher Heiko Schmidt hatte eine Tätlichkeit von Rosbachs Torsteher Robert Cue an Wörner gesehen. Der Unparteiische pfiff aber nicht. Einen Trikotzupfer des Stadeners Lucas Schmidt ahndete er dagegen mit »Gelb-Rot«. In einer immer hektischeren Partie hatten dann die Gäste das Momentum auf ihrer Seite. Zuerst stocherte Fabian Bannert den Ball aus dem Gewühl zur 2:1-Führung für die Gäste über die Linie, bevor Kupilayhan Yasaroglu in der 93. Minute mit dem 3:1 die Partie zum insgesamt glücklichen Auswärtssieg des FCO entschied.

SV Staden: Langer, Schneeberger, Dural, Schmidt, Hosenseidl, Pfaff, Marcel Wörner, Hebbel, Gniot, Scheller, Berting, Robin Wörner, Schlichting, Berisha, Werlich FC Ober-Rosbach: Robert Cue, Ahmed, Jeremy Cue, Pätzold, Bannert, Böker, Sentürk, Saljihu, Karaduman, Weiss, Özkan, Sangl, Yasaroglu, Fiedler, Inverso

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (20.) Scheller, 1:1 (42.) Ahmet, 1:2 (89.) Bannert, 1:3 (90.+3) Jasaroglu, – Gelb-Rote Karte: Schmidt (75.). – Schiedsrichter: Davut Yigit. – Zuschauer: 90

SV Steinfurth – FV Bad Vilbel II 1:1 (1:0): Die Gastgeber zeigten zu Beginn, wer die drei Punkte behalten will. Steinfurth ließ Ball und Gegner laufen und erarbeitete sich gute Möglichkeiten. Doch es dauerte bis zur 45. Minute, ehe die Heimmannschaft jubeln konnte. Torben Roth wurde von Dominic Herbert mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und konnte, nachdem er zuerst die Latte anvisiert hatte, den Abpraller zur Führung verwerten. Nach der Pause wollte Steinfurth nachlegen, doch sowohl Torben Roth als auch Philipp Landvogt ließen gute Möglichkeiten verstreichen. Ab der 60. Minute veränderte sich dann das Kräfteverhältnis. Bad Vilbel erzielte in der 62. Minute durch Irfan Köreoglu nach einem Abpraller den Ausgleich. Danach spielten nur noch die Gäste. Doch ein guter Steinfurther Keeper Tom Bayer, zwei Lattentreffer der Gäste durch Jamal Isaak und weitere vergebene Chancen aufseiten des FV ließen Steinfurths Pressesprecher Torben Müller von einem glücklichen Punktgewinn sprechen.

SV Steinfurth: Bayer, Herbert, Knoke, Göbel, Steinhauer, Walterer, Rienmüller, Cinar, Landvogt, Roth, Esposito, Wagner, Kostorz,Wettner, Boss, Blasig

FV Bad Vilbel II: Döring, Friedrich, Schlatter, Tello, Keoseoglu, Coniglio, Palcewski, Sedat Köreoglu, Fatih Uslu, Irfan Köreoglu, Barkok, Karakus, Akcos, Adege, Isaak, Kenne Wa, Thielmann, Cicek

Im Stenogramm: Tore: 1:0 (45.) Roth, 1:1 (62.) IrfanKöreoglu. – Gelb-Rote Karte (90.) Göbel. – SR: Dominik Schreiber. – Zu.: 50

FCO Fauerbach – VfB Petterweil 4:3 (3:2): »Im Abschluss sind wir momentan nicht effektiv genug«, meinte FCO-Sprecher Jürgen Güssgen. Eine frühe Führung durch Andreas Baufeldt (2.), zwei Treffer von Sascha Hartmann (23. durch einen 16-Meter-Schuss und 32. per Kopfball) sowie vielversprechende Chancen für Cristian Bodea (davon ein Knaller an den Innenpfosten) und Florian Richly (per Fallrückzieher) bedeuteten zur Halbzeit lediglich eine knappe Führung für den Gruppenliga-Absteiger, weil der brandgefährliche Benjamin Shakoory (16. aus abseitsverdächtiger Position und 45. per Lupfer über Torwart Jens Peter Michalak) den VfB auf Schlagdistanz hielt. Baufeldts zweiter Tagestreffer (61.) beruhigte zwar das Nervenkostüm des Favoriten, dennoch hatte das Team aus dem Karbener Ortsteil das letzte Wort. Der völlig frei stehende Julian Elbert-Neißner (86.) erzielte kurz vor Abpfiff den Anschluss. Dennoch brachte die Olympia den verdienten Sieg über die Runden.

FCO Fauerbach: Michalak, Muntean, Tarik Tosunoglu, Walther, Botschek, Sascha Hartmann, Baufeldt, Bodea, Dominik Mosler, Unverzagt, Florian Richly, Macker, Tolga Tosunoglu, Cichon, Roos.

VfB Petterweil: Bandinelli, Klötzl, Sayit Okumus, Shakoory, Laaroubi, Elbert-Neißner, Seyit Okumus, Campagna, Sert, Marius Roth, Streicher, Balzer, Jung.

Im Stenogramm: SR: Andreas Wenski (Reiskirchen). – Zu.: 60. – Tore: 1:0 (2.) Baufeldt, 1:1 (16.) Shakoory, 2:1 (23.) Hartmann, 3:1 (32.) Hartmann, 3:2 (45.) Shakoory, 4:2 (61.) Baufeldt, 4:3 (86.) Elbert-Neißner.

SV Nieder-Wöllstadt – FC Karben 2:3 (1:2): Trotz des teilweise böigen Windes sahen gut 180 Zuschauer eine intensive Partie. Gegen ersatzgeschwächte Hausherren ging der FCK früh in Führung. Nach einem Freistoß von Spielertrainer Harez Habib traf Sven Schnierle schon in der vierten Minute zum 0:1. Kurz darauf vergab Erkan Gök (7.) vom Elfmeterpunkt die Gelegenheit nachzulegen – er scheiterte an SV-Keeper Tim Zink, nachdem Marco Czepa seinen Widersacher Moritz Feiler zu Fall gebracht hatte. Nieder-Wöllstadts Nummer eins parierte in der Folge gegen Hendrik Wolf (14./nach Flanke Feiler). Felix Wagners Direktabnahme (29.) sorgte für den Ausgleich, aber noch vor dem Pausenpfiff brachte Jannik Jungs Kopfballtreffer (41.) die Karbener erneut nach vorne. Nach Wiederbeginn zischte Habibs Freistoß-Aufsetzer (46.) knapp am Kasten vorbei, ehe Nya Mendjiadeus Kopfball (55./nach Ecke Felix Wagner) zum 2:2 im Netz landete. Fast hätte Wöllstadts Standard-Spezialist Felix Wagner (72.) die Roten in Front geschossen, sein Freistoß verfehlte das Ziel knapp. Mit einem aus SV-Sicht unberechtigten Strafstoß (77./Foul von Kevin Herdt an Christian Scheel) schoss Habib die Karbener zum Sieg, nachdem Zink zunächst abwehren konnte. Wöllstadts Pressesprecher Walter Nebel war mit dem Unparteiischen nicht ganz zufrieden. Er nahm vor allem Anstoß an den zahlreichen Gelben Karten gegen die Heimelf. In der Nachspielzeit schickte Referee Tobias Raum auch noch SVN-Akteur Philipp Wagner mit »Gelb-Rot« vom Platz.

N.-Wöllstadt: Zink, Schoon, Herdt, Philipp Wagner, Felix Wagner, Pfeil, De Oliveira Neto, Czepa, Yigit, Cakovic, Nya Mendjiadeu, Schilbach, Bischoff, Geller, Reitzammer.

FC Karben: Bartoschek, Bakanhan, Hendrik Wolf, Schnierle, Feiler, Jannik Jung, Wellmann, Bagriacik, Habib, Gök, Scheel, Euler, Hübner, Tim Hohn, Lukas Klein.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Tobias Raum (Bad Homburg). – Zuschauer: 180. – Tore: 0:1 (4.) Schnierle, 1:1 (29.) Felix Wagner, 1:2 (41.) Jannik Jung, 2:2 (55.) Nya Mendjiadeu, 2:3 (80.) FE Habib. – Gelb-Rote Karte: Philipp Wagner (90.).  

Oliver Steffen ist Matchwinner SC Dortelweil II – SV Gronau 4:3 (1:2): »Der Derbysieger heißt Oliver Steffen«, meldete SCD-Trainer Hans Wrage nach dem interessanten und fairen Nachbarschaftsduell. Dreimal (25./60./73.) trug sich der überragende Mann in die Torschützenliste ein und gab damit die passenden Antworten auf die zweimalige Gronauer Führung und den zwischenzeitlichen Ausgleich. Jannis Rück (50.) war zudem aufseiten der Hausherren erfolgreich. Der Truppe von Coach Florian Schwing reichten die Auswärtstreffer von Christian Merten (10.), Alper Gökalp (40.) sowie Francisco Morgese nicht. »Gronau hat in der ersten Halbzeit cleverer agiert. Unter dem Strich ist unser Sieg nicht unverdient, weil wir nach dem Wechsel bravourös gearbeitet und den Gegner regelrecht niedergekämpft haben«, resümierte Hans Wrage.

SC Dortelweil II: Langlitz, Widmann, Brinkert, Merriman, Bamberg, Topal, Karagöz, Steffen, Lupei, Ljujic, Orhan Köroglu, Rück, Özbakir, Assheuer, Gürkan.

Gronau: Hegenauer, Notarangelo, Tigernachus Schaefer, Kevin Müller, Gökalp, Dechant, Eich, Arndt, Moser, Linsenmaier, Merten, Morgese, Pereira, Wirth, Maric, Nimer.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Jannik Schubert (Neu-Isenburg). – Zuschauer: 100. – Tore: 0:1 (10.) Merten, 1:1 (25.) Steffen, 1:2 (40.) Gökalp, 2:2 (50.) Rück, 3:2 (60.) Steffen, 3:3 (70.) Morgese, 4:3 (73.) Steffen.

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