Die Unistars Wöllstadt sammeln Kilometer mit dem Einrad. 180 Fahrer kommen insgesamt auf 22 771,6 km. Die Wetterauer tragen mit zwölf Sportlern 872,3 km bei und erzielen damit unter 41 Mannschaften das achtbeste Ergebnis. FOTO: PV
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Die Unistars Wöllstadt sammeln Kilometer mit dem Einrad. 180 Fahrer kommen insgesamt auf 22 771,6 km. Die Wetterauer tragen mit zwölf Sportlern 872,3 km bei und erzielen damit unter 41 Mannschaften das achtbeste Ergebnis. FOTO: PV

Kilometer-Sammler

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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(cso/pm). Manch ein Jogger oder Spaziergänger konnte sich dieser Tage über die artistischen Kollegen auf den heimischen Straßen und Waldwegen wundern. Einmal auf dem Einrad quer über den Globus nach Sydney fahren? Das klingt unglaublich, aber genau das hatten sich die Spieler der deutschen Einradhockey-Liga vorgenommen - natürlich virtuell. Weil der Ligabetrieb coronabedingt ruht, können auch die Unistars vom RC Edelweiß Nieder-Wöllstadt ihren Lieblingssport derzeit nicht ausüben und traten fleißig in die Pedalen.

Das Team der Wöllstädter konnte sich mit 872,3 Kilometern den achten Platz knapp vor der Konkurrenz aus Trier sichern. Wertvolle Kilometer beigetragen haben Herbert Schmidt, Markus Furtner, Dirk Piatkowski, Norbert Kubala, Felicia Wildmann, Luisa Wildmann, Jan Krüger, Felina Krüger, Luana Sulzbach, Liv Adolph, Leni Adolph und Jola Goetz.

Innerhalb von 38 Tagen ging es darum, als Gruppe möglichst viele Kilometer auf dem Einrad zurückzulegen. Die Ergebnisse wurden dann digital gesammelt und die Besten ausgezeichnet.

Teilgenommen haben 180 Einradfahrer aus ganz Deutschland. Mit insgesamt 22 771,6 km wurde das Ziel, die Strecke zum weit entferntesten Einradhockeyteam der Welt in Australien zurückzulegen, deutlich übertroffen. Beste Mannschaft war Freirad Freiburg (4536,6 km). Die Challenge ermöglichte nicht nur, sportlich aktiv zu bleiben, sondern förderte auch den Zusammenhalt unter den Teilnehmern. Jeder neue Kilometer wurde teamintern gefeiert.

Besonderes Engagement ging dabei von den 50-Plus-Spielern Herbert Schmidt und Norbert Kubala aus, die von Beginn an Kilometer für die Unistars sammelten und den Rest des Teams mitzogen. Schmidt allein legte 351,6 km auf seinem 27,5-Zoll-Einrad zurück und führte damit lange Zeit die Wertung der 50-Plus- Fahrer an. In der Gesamt-Einzelwertung konnte er sich letztlich einen hervorragenden 16. Platz sichern. Die Wöllstädter Ligavertreterin Martina Hieronymus meldete die Ergebnisse und motivierte das Team immer wieder.

Sobald das Training wieder möglich ist, geht es beim RC Edelweiß in der Ober-Wöllstädter Römerhalle auf dem Einrad mit dem Eishockeyschläger in der Hand erneut auf Torejagd.

Als Achter deutlich vor Bad Homburg

Seit 2015 bietet der Radfahrer-Club die Sportart an. Der Spielbetrieb in der Deutschen Einradhockeyliga ruht allerdings seit Monaten. "In der aktuellen Saison gab es bislang erst sechs Turniere, fast alle im Sommer. Daran haben wir bislang noch gar nicht teilgenommen", erklärt Unistars-Trainerin Katja Butterweck. "Für die nächsten zwei Monate ist schon jetzt alles abgesagt. Normalerweise ist die Saison im Oktober beendet. Sie wurde damals schon verlängert. Ich rechne im März mit einer Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch."

Butterweck selbst spielt mit den Bad Homburger Einradblitzen in der AB-Gruppe der Liga und damit weitaus höher als das Wöllstädter Team (F-Gruppe), das sich aus dem Nachwuchs der Bad Homburger und dem Stamm aus der Wetterau rekrutiert. "Bei der Challenge war Wöllstadt sehr fleißig und landete als Achter klar vor Bad Homburg (16.)", erklärt Butterweck.

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