Fußball

400 Kilometer für eine Einheit

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(cd). Für die Offenbacher Kickers ist es quasi die dritte Vorbereitungsphase in dieser Spielzeit. Seit drei Wochen wird beim OFC mittlerweile wieder trainiert, um gewappnet zu sein für die mögliche Fortsetzung der Saison. Ob es dazu kommt, ist allerdings weiterhin völlig offen. "Es wird langsam Zeit für eine echte Perspektive", meint Thomas Sobotzik, Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten.

Trainiert wird in Kleingruppen mit entsprechenden Abständen. Ein Großteil der sonst gängigen und beliebten Übungen kann unter diesen Umständen gar nicht absolviert werden. "Man muss den Jungs immer etwas anbieten und verschiedene Sachen einstreuen", berichtet Trainer Angelo Barletta, will aber nicht klagen. "Das einzige, was fehlt, sind letztlich die Spielformen und der Wettkampf."

Geübt wird aktuell fünfmal pro Woche in vier bis fünf Gruppen. Damit jede entsprechend betreut werden kann, hat sich Barletta Unterstützung von Bernd Winter geholt, ehemaliger Co-Trainer beim FSV Frankfurt und Karlsruher SC.

Also alles bestens? Es gibt eine Sache, die Barletta stört. Nämlich die Tatsache, dass Mittelfeldmann Luigi Campagna vor und nach jedem Training mehr als 200 Kilometer per Auto zurücklegen muss. "Luigi wohnt normalerweise bei der Verwandtschaft in Aschaffenburg. Das ist jedoch nicht mehr möglich, da die Leute schon älter sind und teilweise Vorerkrankungen haben." Also pendelt der 30-Jährige fürs Training zwischen Offenbach sowie dem rund 200 Kilometer entfernten Ilshofen, wo seine Familie wohnt. "Es kann kein Dauerzustand sein, vor und nach dem Training zwei Stunden im Auto zu sitzen", sagt Barletta.

Nejmeddin Daghfous, der Campagna nach einem Trainingsvorfall die Nase gebrochen hatte und von den Kickers daraufhin fristlos entlassen worden war, hat übrigens gegen seine Kündigung geklagt. Das Schreiben ging beim Gericht ein. Ende Mai gibt es einen Gütetermin.

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