Kiel im Final 4

(sid)/dpa). Der neue deutsche Handball-Meister THW Kiel zieht ins Final-Turnier der Champions League in Köln ein. Wie die Europäische Handball-Föderation EHF am Freitag mitteilte, sind die Achtel- und Viertelfinalspiele im höchsten Vereinswettbewerb wegen der Corona-Krise abgesagt worden.

Stattdessen werden die ersten beiden Mannschaften der Vorrunden-Gruppe A und B für das "Final4" gesetzt, das auf den 28./29. Dezember verschoben worden war. "Unsere Mannschaft hat eine herausragende Vorrunde gespielt und sich mit dem Gruppensieg nach 14 Spieltagen die Teilnahme am Final 4 verdient", sagte Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi.

Neben Kiel, das die Gruppenphase auf Platz eins der B-Staffel abgeschlossen hatte, sollen der FC Barcelona, Paris St. Germain und Veszprem/Ungarn in Köln um Europas Vereinskrone spielen.

Pikant: Der norwegische Topstar Sander Sagosen, der zur Saison 2020/21 nach Kiel wechselt, steht noch bei PSG unter Vertrag. Der zweite deutsche Vertreter SG Flensburg-Handewitt, der sich als Gruppenfünfter für das Achtelfinale qualifiziert hatte, ist damit aus dem Wettbewerb.

Mit den Kielern, die nach dem Abbruch der Handball-Bundesliga zum Meister erklärt worden waren, steht erstmals seit der Saison 2015/16 wieder eine deutsche Mannschaft im "Final4". Die letzte deutsche Endspielbeteiligung gab es 2013/14, als Flensburg sich gegen Kiel den Titel sicherte.

Abgesagt wird hingegen das für den 29./30. August in Berlin geplante Final-Turnier des EHF-Pokals. "Damit werden die Füchse Berlin das ursprünglich Ende Mai geplante Finalturnier nicht ausrichten", teilte der Handball-Bundesligist aus der deutschen Hauptstadt am gestrigen Freitag mit. Damit gibt es in dem zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb in diesem Jahr keinen Titelträger.

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