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Der Siegtorschütze: Maik Vetter aus Rosbach trifft zum 1:0-Erfolg von Kickers Offenbach im Top-Spiel der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den SSV Ulm.

Fussball-Regionalliga

Kickers Offenbach: Vetter trifft mit Traumtor zum Sieg

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Maik Vetter aus Rosbach hat Kickers Offenbach in der Fußball-Regionalliga zum Sieg geführt; mit einem Traumtor.

Ein Traumtor, ein taktischer Kniff, etwas Glück und eine überragende kämpferische Leistung haben Kickers Offenbach in der Fußball-Regionalliga Südwest im achten Versuch den ersten Sieg gegen eine der aktuellen Top-sechs-Mannschaften beschert. Beim 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den SSV Ulm 1846 erzielte Maik Vetter aus Rosbach mit einem Schuss in den Winkel den Treffer des Tages und sorgte dafür, dass der OFC die »Spatzen« als bestes Team des Jahres ablöste.

In der Tabelle überflügelten die Kickers nicht nur Ulm, sondern auch den TSV Steinbach Haiger (1:1 gegen Pirmasens) und sind nun Zweiter. Weil Spitzenreiter SC Freiburg II bei der TSG Balingen 1:0 siegte, beträgt der Rückstand auf Platz eins jedoch weiterhin sechs Zähler.

Sreto Ristic war überglücklich. »Wir haben gewusst, was auf uns zukommt«, sagte der OFC-Trainer. Zudem habe man seiner Mannschaft angemerkt, dass sie im Gegensatz zu Ulm eine englische Woche hinter sich hatte. »Wir haben das aber hervorragend angenommen und uns in jeden Ball reingeschmissen.« Der OFC sei das »etwas glücklichere« Team, weil die Gäste spielbestimmend waren, wie Ristic zugab. Seine Mannschaft habe jedoch das geschafft, was am Ende zählt: Sie erzielte das entscheidende Tor. Und was für eins.

Der überragende Maik Vetter trieb den Ball über die rechte Seite nach vorne, zog nach innen, spielte einen Doppelpass mit Elia Soriano und zog aus rund 20 Metern mit dem schwächeren linken Fuß ab. Der Ball landete unhaltbar im Winkel - 1:0 für den OFC (26.). »Das ist doch nichts Besonderes für mich«, scherzte der 29-Jährige, gab dann aber auch zu: »Wenn ich noch 99 Mal so schieße, treffe ich ihn noch einmal so.« Beim Warmmachen lache der Trainer immer, berichtete Vetter, weil Schüsse mit links bei ihm eher »reinpurzeln« und nicht wirklich gefährlich sind: »Da habe ich gedacht, ich schieße diesmal hoch.« Heraus kam ein echtes Traumtor. »Wir sind froh und glücklich, dass er ihn so getroffen hat«, sagte Trainer Sreto Ristic und fügte scherzend an: »Bisher kamen die immer flach und kaum vors Tor.«

Ulm hatte mehr Spielanteile und drängte nach der Pause vehement auf den Ausgleich. Am Offenbacher Strafraum war aber zumeist Endstation, sodass Flauder fast nur bei Distanzschüssen eingreifen musste. Und auch die waren selten gefährlich. Bei einem abgefälschten Schuss von Rochelt war der Kickers-Keeper bereits auf dem Weg in die andere Ecke, lenkte den Ball aber noch um den Pfosten.

Letztlich rettete der OFC den knappen Vorsprung mit großem Einsatz über die Zeit. Zur Verärgerung Holger Bachthalers. »Es hat nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft gewonnen«, resümierte der Ulmer Coach. »Besser als wir kann man in Offenbach nicht Fußball spielen. Das Ergebnis ist sehr ärgerlich. Wir hätten mehr verdient gehabt als null Punkte und wären auch mit einem Unentschieden nicht zufrieden gewesen. So hat eine sehr schön herausgespielte Aktion gereicht, um das Spiel zu entscheiden.«

Dass Ulm mehr Spielanteile hatte, war von den Kickers aber durchaus einkalkuliert, wie Geschäftsführer Thomas Sobotzik erklärte: »Ziel war es, einem starken Gegner eine gewisse Kontrolle zu geben, um dann in den entscheidenden Räumen da zu sein.« Sobotzik gab zu, dass in der zweiten Hälfte die Entlastung gefehlt hatte. Das machten die Kickers jedoch mit Einsatz wett.

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