Kickers Offenbach suchen weiter nach neuen Spielern

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(cd). Am Samstag (10 Uhr) beginnt für die Fußballer des Regionalligisten Kickers Offenbach im Sportzentrum am Wiener Ring wieder der Ernst des Lebens in Form der Vorbereitung auf die Restsaison - allerdings in leicht veränderter Besetzung.

Der nie eingesetzte Torhüter Luka Losic (wechselte nach Österreich zu Drittligist FC Kitzbühel) sowie die aussortierten Kevin Pezzoni, Andis Shala, Kevin Ipkide, Julian Scheffler, Bastian Kurz und Matias Pyysalo werden nicht mehr dabei sein. Ob Luigi Campagna mittrainieren wird, ist offen. In Rückkehrer Serkan Firat (FC Bayern Alzenau) und Tim Dierßen (vereinslos, zuletzt Hannover 96 II) darf der neue Trainer Angelo Barletta zwei Mittelfeldspieler als Zugänge begrüßen. Es sollen nicht die einzigen Neuen bleiben: Als Ersatz für den glücklosen Mittelstürmer Shala soll ein "anderer Stürmertyp" (Barletta) kommen. Zudem sieht der Coach den Kader auf den Außenbahnen "sehr dünn besetzt", wie er betont, schränkt aber ein: "Finden wir keinen, der perfekt passt, gehen wir auch so in die Restsaison".

Priorität hat ohnehin das Abwehrzentrum. "Wir brauchen auf jeden Fall einen Innenverteidiger, vielleicht sogar zwei", sagt Barletta. Ein vorzeitiger Abgang von Gerrit Gohlke ist nämlich weiterhin ein Thema. Das Eigengewächs hat zwar erst ab kommender Saison bei Drittligist SV Waldhof Mannheim unterschrieben. Weil er sich jedoch bereits mit dem Trikot des Erzrivalen ablichten ließ, haben die Verantwortlichen des OFC Zweifel, ob es überhaupt noch Sinn macht, den 20-Jährigen einzusetzen.

Bei den Kickers kann man die Entscheidung des Verteidigers nicht nachvollziehen und ist der Meinung, dass der Wechsel für ihn zu früh kommt. Das alles bringt den OFC zudem in die Bredouille. Pezzoni hatte man auch deshalb im Dezember mitgeteilt, dass er gehen kann, weil Gohlke weiter aufgebaut werden sollte. An Neujahr teilte er dann überraschend den Entschluss mit, das Angebot zur Vertragsverlängerung abzulehnen.

Sollte Gohlke vorzeitig gehen, stünden in Francesco Lovric und dem verletzungsanfälligen Lucas Albrecht nur noch zwei etatmäßige Innenverteidiger im Kader. Richard Weil kann zwar auch auf dieser Position spielen, Barletta sieht ihn aber eher im Mittelfeld als Sechser oder Achter.

Kein Thema ist derzeit Marco Boras aus der U 19, zumal sich Barletta vom deutsch-kroatischen Abwehr-Hünen (1,98 Meter), der einen Anschlussvertrag für die Profis hat, noch kein richtiges Bild machen konnte. Vielleicht füllt ja Alieu Sawaneh (FC Bayern Alzenau), ein einstiger OFC-Jugendspieler, die Lücke. Barletta wollte den Namen aber nicht kommentieren.

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