Fußball-Regionalliga

Kickers Offenbach: Auf der Suche nach Mr. Right

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Ein Posten, viele Kandidaten: Wer wird Trainer beim Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach?

(jm). Bei der Trainersuche lassen sich die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach nicht in die Karten schauen. Ziemlich ausgeschlossen ist laut Geschäftsführer Andreas Herzog nur, dass man einen Trainer mit bestehendem Arbeitsverhältnis bei einem anderen Klub holt. Typen wie Angelo Barletta (Bayern Alzenau) oder Christian Preußer (SC Freiburg II) fallen demnach aus dem Raster. Trotzdem bietet der Trainermarkt reichlich Auswahl. Ein Überblick:

Die Aufstrebenden -Kenan Kocak: Der Ex-Profi (8 Zweitliga-Spiele für Waldhof Mannheim) weiß, wie man Meister der Regionalliga Südwest wird. 2016, in seiner zweiten Saison als Coach des SV Waldhof, erreichte er als Meister die Aufstiegsspiele, scheiterte aber an den Sportfreunden Lotte (0:0, 0:2). 2016 wechselte der 38-jährige Fußballlehrer zu Zweitligist SV Sandhausen, mit dem er Platz sieben und elf belegte. Seit Oktober 2018 arbeitslos.

Andreas Hinkel: Der 37-jährige Ex-Nationalspieler besitzt die Fußballlehrer-Lizenz, war zuletzt als Co-Trainer beim VfB Stuttgart II im Amt. Sowohl bei der 2. Mannschaft als auch in der Bundesliga sprang er als Interimscoach ein. Seit dem Abstieg der Schwaben ist er vereinslos.

Die Arrivierten -Tomas Oral: Der 46-Jährige, als Spieler einst u. a. bei der SG Egelsbach, war zu Beginn seiner Karriere Serientäter in Sachen Aufstieg. Mit dem FSV Frankfurt II stürmte er von der Kreisklasse bis in die Landesliga, als Chefcoach der ersten Mannschaft stieg er von der Ober- in die Regionalliga sowie per Durchmarsch in die 2. Liga auf (2008). Seither erarbeitete er sich den Ruf eines erfolgreichen Feuerwehrmanns. Den FC Ingolstadt rettete er in der 2. Liga (2012), beim zweiten Engagement in diesem Frühjahr scheiterte er dramatisch in der Relegation am SV Wehen Wiesbaden.

Rico Schmitt: Der 50-Jährige sprang zuletzt beim VfR Aalen als Feuerwehrmann ein, konnte den Drittliga-Abstieg aber nicht verhindern. Zuvor war der Ex-Offenbacher (2014 bis Januar 2016) 26 Monate bei Drittligist Hallescher FC im Amt. Seine Bereitschaft, nach Offenbach zurückzukehren, hat der Fußballlehrer medial bereits hinterlegt.

Marco Antwerpen: Auch der 47-Jährige weiß, wie man Meister in der Regionalliga wird. Der Ex-Profi (u. a. Fortuna Köln, RW Essen, Preußen Münster) begann die Trainerkarriere bei RW Ahlen. In der Saison 2016/17 übernahm er Viktoria Köln in der Regionalliga West, wurde Meister, scheiterte in der Aufstiegsrunde aber an Carl Zeiss Jena (1:0/2:3). Am 11. Dezember 2017 trennte sich der Klub vom Erfolgscoach (Punkteschnitt: 2,08). Antwerpen übernahm einen Tag später die Trainingsleitung beim Drittligisten Preußen Münster. Er führte die Preußen souverän zum Klassenerhalt und etablierte den Klub in der Folgesaison in der Liga. Im Januar 2019 gab der Fußballlehrer bekannt, dass er sich neu orientieren wolle.

Die Routinierten -Rudi Bommer: Der 62-Jährige begann seine Fußballerkarriere in der Jugend des OFC, absolvierte für Düsseldorf, Uerdingen und Frankfurt 417 Bundesliga-Spiele. Als Trainer stieg er mit den Amateuren der Frankfurter Eintracht in die damals drittklassige Regionalliga auf (1994/95). Mit Wacker Burghausen (2002) gelang ihm der Aufstieg in die 2. Liga, mit Duisburg (2007) in die 3. Liga. Mit dem SC Hessen Dreieich wurde er 2016 und 2017 Hessenmeister, stieg im zweiten Anlauf in die Regionalliga Südwest auf. Dort trat er am 1. April dieses Jahres zurück.

Hans-Jürgen Boysen: Spezialist für Aufstiege. Der 62-Jährige führte den SV Sandhausen in die Regionalliga Süd (1994) und den OFC zweimal in die 2. Liga (1999, 2005). Seit fünf Jahren (damals Wormatia Worms) nicht mehr als Trainer aktiv.

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