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Kickers Offenbach: Die Nerven liegen blank

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Der Kontrast nach dem Schlusspfiff im Stadion auf dem Bieberer Berg hätte kaum extremer sein können. Während die kleine Gruppe Gästefans unter den 3655 Zuschauern (niedrigster Saisonwert für die Offenbacher Kickers) den vorzeitigen Klassenerhalt des FK Pirmasens in der Fußball-Regionalliga Südwest feierte, lagen bei einigen OFC-Anhängern nach der nächsten Heimpleite die Nerven blank. In Block zwei gerieten Fans körperlich aneinander.

Der Kontrast nach dem Schlusspfiff im Stadion auf dem Bieberer Berg hätte kaum extremer sein können. Während die kleine Gruppe Gästefans unter den 3655 Zuschauern (niedrigster Saisonwert für die Offenbacher Kickers) den vorzeitigen Klassenerhalt des FK Pirmasens in der Fußball-Regionalliga Südwest feierte, lagen bei einigen OFC-Anhängern nach der nächsten Heimpleite die Nerven blank. In Block zwei gerieten Fans körperlich aneinander.

Erst das bittere 0:4 gegen Erzrivale Mannheim, nun das 0:1 gegen Pirmasens, das mit dem zweitkleinsten Spieleretat und Feierabendkickern aus Hin- (1:1) und Rückspiel vier Punkte gegen die Kickers holte. Dazwischen der Auftritt in Balingen, wo nach indiskutabler erster Hälfte zumindest ein Remis erkämpft worden war (2:2). Insgesamt sind die Kickers seit sechs Spielen sieglos und haben lediglich vier Zähler verbucht.

"Solche Phasen gibt es in einer Saison", sagte Trainer Daniel Steuernagel, stellte aber klar: "Spitzenmannschaften haben maximal eine solche Phase, wir haben bereits die zweite, in der wir nicht gut punkten." Kurzum: Der OFC ist kein Top-Team. "Spielglück ist auch oft eine Frage der Qualität. Bei einigen reicht es einfach nicht", so Steuernagel. "Es gibt bei uns zu viele Spieler, die abtauchen. Hier muss ein anderer Geist rein." Also eine andere Mentalität. Um das zu erreichen, müsse man einiges ändern, betonte der Trainer. Man werde in den kommenden Wochen genau hinsehen und dann "eventuell auch Entscheidungen treffen, die unpopulär sind".

Doch wie sollen die aussehen? Gegen Pirmasens stand nahezu die Stammformation auf dem Feld. Mit Lukas Albrecht (wurde zur Pause aus taktischen Gründen ausgewechselt), Maik Vetter (ackerte, agierte aber unglücklich) und Jake Hirst (Leistungstief) wurde kürzlich verlängert, bei Moritz Reinhard (vergab drei Großchancen) wird man die Option ziehen. Kevin Ikpide und Ko Sawada stehen noch bis 2020 unter Vertrag. Endres wurde bereits mitgeteilt, dass man ohne ihn plant. Trifft es also Kapitän Benjamin Kirchhoff, Francesco Lovric, Jan Hendrik Marx und/oder Serkan Firat? Der Coach wollte sich dazu nicht äußern, aber auch "nicht über allen den Stab brechen". Man haben gegen Pirmasens einfach "zu wenig Einsatz und Leidenschaft" gezeigt.

Christian Düncher

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