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Leere Sportplätze - hier der Naturrasen in Melbach - dürften weiter das Bild im Fußballkreis Friedberg prägen. Am Samstag wird der endgültige Saisonabbruch erwartet.

Fußball

KFW Bastian: »Nicht die Zeit für Fußball«

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Friedbergs Kreisfußballwart Thorsten Bastian erwartet am Samstag, wenn der Hessische Fußball-Verband über den weiteren Verlauf der Spielzeit 2020/21 entscheidet, einen endgültigen Saison-Abbruch.

(cso). Der Hessische Fußball-Verband will am kommenden Samstag über das endgültige Saison-Aus 2020/21 entscheiden, nachdem alle Kreise die Meinungen und Stimmungen in den eigenen Reihen eingeholt haben. Eine Fortsetzung der Runde können die HFV-Oberen nicht per se festlegen. Sie können jedoch weiter auf Zeit spielen und hoffen, dass Mannschaftssport demnächst wieder erlaubt ist. Nach dem jüngsten Corona-Gipfel am Montag stehen die Zeichen aber mehr denn je auf Stop. Vor der HFV-Konferenz beantwortet Friedbergs Kreisfußballwart (KFW) Thorsten Bastian die wichtigsten Fragen.

Herr Bastian, bis Ende Juni muss der Spielbetrieb beendet sein. Wie viele Partien sind im Kreis Friedberg noch auszutragen?

Der VfB Friedberg II hat in der Kreisliga B, Gruppe 2, noch sieben Spiele zu absolvieren und damit das größte Restprogramm. Alle anderen Teams haben noch sechs Begegnungen oder weniger Rest.

Wenn man vier Wochen Vorbereitung zugrunde legt - ab wann müssten die Mannschaften auf den Platz zurückkehren, damit die Saison noch zu Ende gespielt werden kann?

Das kommt darauf an, in welcher Zeit man die verbleibenden Partien absolviert. Man könnte durch die vielen Feiertage im April/Mai sicher noch einige Spiele ansetzen. Aber die Diskussion ist ja nur noch eine theoretische. Die Zahlen zeigen: Es ist nicht die Zeit für Fußball. Die Vereine in der Gruppenliga Ost haben mit 19:1 für einen Abbruch votiert. Die Abfragen für die Weststaffel und den Kreis Friedberg laufen noch. Aber das wird auch da ähnlich sein.

Wäre eine weitere Unterbrechung im Kreis Friedberg möglich, in der Hoffnung, später doch noch spielen zu können, auch wenn die Verbandsspielklassen die Runde schon abbrechen?

Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Wir würden beispielsweise Gefahr laufen, in der KOL Friedberg, die ohnehin nur 14 Teams hat, in der nächsten Runde mit noch weniger Mannschaften spielen zu müssen. Außerdem halte ich eine hessenweite Lösung für wahrscheinlich und auch für richtig. Ich bin zudem dafür, den Beschluss einheitlich für Männer, Frauen und Jugendliche zu treffen.

Spätestens ab August/September hoffen alle Mannschaftssportler, wieder in ihre geliebte Doppelrunde starten zu können. Ein Ende der Pandemie ist aber nicht in Sicht. Wie wichtig sind alternative Modelle?

Ich glaube nicht daran, dass wir im Juni oder Juli schon wieder auf die Plätze dürfen und unter normalen Umständen trainieren können. Vor diesem Hintergrund ist vor allem in den Ligen, die über 18 Teams stark sind, innovatives Gedankengut gefragt. Das könnte z. B. die Teilung der Liga sein. In den Kreisen Gelnhausen und Werra-Meißner wird das schon umgesetzt. Und darüber werden auch wir nachdenken. Als Klassenleiter könnte ich mir das auch für die Gruppenliga Frankfurt West vorstellen.

Thorsten Bastian Kreisfußballwart

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