Keine Wiederaufnahme des Trainings

  • vonred Redaktion
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(pm). Das hessische Ministerium des Inneren und für Sport hat Trainingseinschränkungen für bestimmte Profisport-Gruppen teilweise aufgehoben. Nach Angaben des Ministeriums können "Berufssportler hiervon durch die kommunalen Gesundheits- und Ordnungsbehörden ausgenommen werden, wenn die Infektionsschutzbestimmungen eingehalten werden können. Das Training ist daher unter Einhaltung strenger Auflagen, zum Beispiel möglichst kleine Gruppen, Einhaltung von Abstandsgebot und Infektionsschutz möglich". Hintergrund ist eine Neubewertung des Trainings von Profisportlern, das inzwischen als Berufsausübung definiert wird.

Davon profitieren zum Beispiel die hessischen Profifußballer, die bereits seit einigen Tagen schon wieder das Training aufgenommen haben - zuletzt auch Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach.

Doch es geht auch anders: Die Bundesligisten HSG Wetzlar (Handball) und RSV Lahn-Dill (Rollstuhl-Basketball) sprechen sich ebenso wie der Gießener Basketball-Bundesligist Gießen 46ers und der Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg in der Diskussion zur Wiederaufnahme des Trainingsbetrieb öffentlich klar dagegen aus. Die Wetzlarer Bundesligisten sehen dies zum jetzigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der für alle Bürger geltenden Einschränkungen zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus als ein falsches Signal. Die Klubs wollen deswegen nach eigenen Angaben ein deutliches Zeichen setzen und weiterhin gänzlich auf gemeinsame Trainingsmaßnahmen verzichten, auch um der Vorbildfunktion des Sports gerecht zu werden, wie sie in einer Mitteilung schreiben.

"Wir haben zudem auch eine Verantwortung für unsere Spielern sowie deren Familien, der wir gerecht werden wollen und müssen. Im Hinblick auf die aktuelle Gefährdungslage wäre ein Hallentraining mit Ball, selbst in Kleingruppen, viel zu risikoreich", lässt sich der Geschäftsführer der HSG Wetzlar, Björn Seipp, in der Mitteilung zitieren. Er rief erneut dazu auf, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Eindämmung der Pandemie in Deutschland einzuhalten - was auch intern entsprechend kommuniziert sei.

Seipp hatte in den vergangenen Wochen auch maßgeblichen Anteil an der Gründung der Interessengemeinschaft "Teamsport Hessen" hessischer Profi-Klubs, zu der auch der Wetterauer Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim gehört.

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