Lukas Stumpf und der TTC Assenheim sind der heißeste Anwärter auf die Meisterschaft in der Tischtennis-Bezirksoberliga. FOTO: CHUC
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Lukas Stumpf und der TTC Assenheim sind der heißeste Anwärter auf die Meisterschaft in der Tischtennis-Bezirksoberliga. FOTO: CHUC

Keine Übermannschaft, aber Favorit

  • vonMichael Stahnke
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(msw). Die Tischtennis-Bezirksoberliga Mitte der Herren/Gruppe wird nach den Aufstiegen der beiden Top-Teams TG Langenselbold II und TFC Steinheim in der kommenden Saison sehr ausgeglichen sein. Als Favorit gilt der TTC Assenheim, der sich mit gleich drei Akteuren des Absteigers TTC Dorheim erheblich verstärken konnte. Auch wenn Lukas Stumpf, David Malaika, Jürgen Wenzel, Christian Maaß, Siegbert Freienstein und Tobias Weitzel keine Übermannschaft darstellen, haben die Niddataler speziell im mittleren Paarkreuz die stärksten Akteure der Klasse am Start.

Zunächst ist aber erst mal Geduld gefragt. Aufgrund des Wettkampfsportverbots im Main-Kinzig-Kreis hat Klassenleiter Wolfgang Stichel die Partien bis zum 30. September ausgesetzt, wie er auf WZ-Nachfrage bestätigte.

Aufsteiger Ostheim ambitioniert

Mit der neuen Nummer eins Ralf Dreiser vom TTC Kist aus Bayern und Frank Stellmann vom Nachbarn TTC Bad Nauheim/Steinfurth konnte sich Aufsteiger TSV Ostheim erheblich verstärken. Die Butzbacher Vorstädter werden nach zweijähriger Pause mit Dreiser, Stefan Trautmann, Matthias Brendel, Hans-Peter Mazur, Ersatzspieler Frank Geppert, Burkhard Müller und Stellmann auch eine Klasse höher vorne ein Wörtchen mitreden können.

Dies möchte auch der TV Okarben trotz des Abgangs des Kaderspielers Nils Rau zum Oberligisten TG Langenselbold. Dirk Söhnholz, Christian Kessler, Sven Neumann, Sven Frenkel, Marcus Heydt, Stephan Martin und Uwe Rübsamen möchten nach dem Abstieg aus der Verbandsliga vor einem Jahr zumindest wieder etwas oben mit anklopfen.

Da die Klasse aus 13 Teams besteht, wird es wieder drei Direktabsteiger geben. Somit wird der Abstiegskampf wie auch schon in der vergangenen Saison sehr hart werden, als es den TTC Dorheim nach dem plötzlichen Abbruch wegen der Corona-Krise sehr bitter erwischt hat. Fast schon sicher einen dieser Plätze belegen wird Rückkehrer TTC Bad Nauheim/Steinfurth. Die Kurstädter hatten lange überlegt, ob sie nach den Abgängen des Kaderspielers Christian Schmirler zum Regionalligisten Gießener SV, Joscha Müller zur SG Bruchköbel und Frank Stellmann zum TSV Ostheim den Aufstieg als Vizemeister der Bezirksliga wirklich antreten sollten, doch letztlich haben sich Markus Hellner, János Hettyey, Matthias Bell, Lars Wengorz, Norbert Hofmann, Armin Kreuter und Reservespieler Heinz Stöcker dazu durchgerungen, sich zumindest ein Jahr lang noch einmal mit den besten Akteuren des Bezirks zu messen. V

Vor einer schweren Spielzeit steht auch der TSV Butzbach nach dem Abgang von Kevin-Falco Krendl zum NSC Watzenborn-Steinberg. Die Butzbacher schienen jahrelang durch ihre gute Jugendarbeit endlich wieder einmal eine engagierte Truppe aus dem Kreis in die Verbandsliga bringen zu können. Doch da Topspieler Christian Löffler wegen seiner Trainertätigkeit für den Hessischen Tischtennis-Verband und aus privaten Gründen fast nie spielte, sich Tom Möller im Schulsport längerfristig verletzte, reichte es dem ehrgeizigen Krendl. Da die Butzbacher nach zuletzt schwachen Leistungen bei regulärem Saisonverlauf wohl noch anstelle der Dorheimer abgestiegen wären, ist die Situation ohne den Leistungsträger Krendl und Sascha Groß, der den TSV aus privaten Gründen in Richtung SG Rodheim verließ, jetzt natürlich noch schwieriger. Einzig Löffler könnte seinen Heimatverein mit mehr Einsätzen vor dem Abstieg retten, denn Felix Schinnerling, Thomas Rieck, Tom Möller, Lukas Wolf, Felix Mohr und Jonas Nicolaizikl werden es alleine wohl nicht schaffen.

Der TV Okarben II rettete sich in der vergangenen Saison nur durch den Saisonabbruch bei Punktgleichheit mit den Dorheimern und jetzt mussten gleich die vier besten Spieler des Rückrunden-Teams an die erste Garnitur abgetreten werden. Somit müssen es nun Martin Langlitz, Julius Lamprecht, der vom TV Burgsolms gekommene Neuzugang Jan-Philipp Berndt, Daniel Zielke, Sascha Walloschek, Jens Boy und Robert Grommet richten. Im Moment ist kaum auszumachen, wen dieses potenzielle "Abstiegs-Trio" noch hinter sich lassen könnte, doch Hessenliga-Rückzieher SV Mittelbuchen ist nach dem Top-Duo im vorderen Paarkreuz recht schwach besetzt, sodass im mittleren und hinteren Paarkreuz gepunktet werden könnte. Zudem gibt es in dieser Spielzeit keinen Topfavoriten. Für Spannung ist also gesorgt.

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