Keine Spaßbremsen

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(gae). Ausnahmezustand im Bonner Telekom Dome: 6000 kostümierte Fans waren aus dem Häuschen. Ernüchterung dagegen bei den Gießen 46ers, die in der Basketball-Bundesliga mit 96;112 verloren.

Das Team von Trainer Ingo Freyer hat nun vier Punkte Vorsprung zu den Bonnern, die den drittletzten Rang belegen. Hamburg und der MBC aus Weißenfels nehmen mit sechs Zählern die beiden letzten Tabellenplätze ein. Nur eine Mannschaft steigt ab.

Die 46ers zeigten am Samstagabend wieder ihre zwei Gesichter. Den Start verschliefen sie vollends. Nach 30 Sekunden führten die Rheinländer mit 6:0. Die Gießener wirkten völlig indisponiert, die Bonner spielten sich dagegen in einen Rausch. Nach dem schwachen ersten Viertel, das mit 35:16 an den Gastgeber ging, schwante einem Schlimmes.

Pustekuchen! Die Freyer-Truppe berappelte sich. Bjarne Kraushaar ordnete das Spiel und fand die freien Kollegen. Allen voran Brandon Thomas. Der 35-jährige Allrounder startete mit seinen Dreiern eine furiose Aufholjagd. Die Mittelhessen legten einen famosen 30:13-Lauf zur Pause (46:48) hin. Die Jecken verstummten.

Doch anstatt das Momentum mitzunehmen, kamen die Gießener erneut langsam aus den Startlöchern, bekamen im dritten Abschnitt keinen Zugriff, ließen sich aber nicht unterkriegen - und waren beim 85:89 (Dreier Barnett, 4:08 Minuten vor dem Schluss) auf Schlagdistanz. Doch Bonns Center Martin Breunig traf mit einem Drei-Punkt-Spiel zum vorentscheidenden 92:85.

"Wir haben nie den Rhythmus gefunden, der Sieg für Bonn geht in Ordnung", konstatierte Gießens Trainer Freyer. Der 48-Jährige sprach die außergewöhnliche Stimmung an: "Das war eine ganz schöne Hölle. Das war sehr schwer zu spielen. Deshalb ist es schade, dass wir zugestimmt haben, hier zu spielen. Das war schon ein enormer Nachteil."

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