Keine Punkte für hessische Teams

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(sks/tim). Nichts zu holen für die beiden hessischen Teams in der Basketball-Bundesliga. Während die Gießen 46ers erwartungsgemäß beim FC Bayern München unterlagen, handelten sich die Frankfurt Skyliners eine vermeidbare Pleite nach Verlängerung gegen die Crailsheim Merlins ein.

FC Bayern München - Gießen 46ers 94:75 (26:18, 47:32, 67:52):In der EuroLeague setzt der deutsche Meister aus München derzeit keinen Stich. Beim 94:75-Sieg gegen die Gießen 46ers macht der FC Bayern Basketball am Sonntagabend aber kurzen Prozess. Nach eineinhalb ausgeglichenen Vierteln spielen die Isarstädter ihren Stiefel routiniert runter. Satte 26 Fastbreak-Punkte gestatteten die 46ers ihrem Kontrahenten. Eine unterdurchschnittliche Dreierquote von nur 21 Prozent war zu wenig, um den turmhohen Favoriten länger zu ärgern. "Die Bayern spielen eine sehr gute, harte Verteidigung. Und wenn du versuchst, dann zweite oder dritte Optionen auszuspielen, wird es sehr, sehr schwer. Wir hatten offene Würfe und haben diese nicht konsequent geworfen", sagte Gießens Trainer Ingo Freyer nach der Partie. "Heute war es sehr wichtig für uns, auf unserem besten Level zu spielen, was wir vor allem in der Defense gezeigt haben", konnte sich Münchens Coach Oliver Kostic freuen. Ein 11:2-Blitzrun brachte sein Team auf die Siegerstraße.

Weiter geht es für die Gießen 46ers erst am 22. Februar mit einem Gastspiel bei den nach wie vor akut abstiegsbedrohten Baskets aus Bonn.

Chance auf dritten Heimsieg vertan

Fraport Skyliners Frankfurt- Crailsheim Merlins 81:83 n. V. (19:14, 43:37, 65:56, 76:76):Sebastian Gleim macht aus seinen Emotionen nie ein Hehl. Auch wenn er in sachlichem und nüchternen Ton die Gründe für Sieg oder Niederlage analysiert, brodelt es nach Pleiten in dem jungen Cheftrainer der Skyliners. Besonders, wenn durchaus mögliche Siege leichtfertig hergeschenkt werden. So wie am Sonntagnachmittag vor 4950 Zuschauern in der Ballsporthalle. "Ich bin sehr enttäuscht über den Charakter, wie wir dieses Spiel nicht nach Hause gebracht haben", sagte der 35-Jährige nach dem 81:83 nach Verlängerung. Chancen, diese Partie zu gewinnen, hatte es zuhauf gegeben. 2:17 Minuten vor dem Ende führten die Skyliners noch komfortabel mit acht Zählern (76:68) - trotzdem ging es in die fünf Extraminuten. Quantez Robertson vergab in der regulären Spielzeit zwei Freiwürfe, Lamont Jones den letzten Wurf. In der Verlängerung verlegte Leon Kratzer zwei einfache Korbleger, auch Jones legte völlig freistehend den Ball nicht in das Netz. "Es gibt Spieler, die machen den Sack zu und andere eben nicht", sagte Gleim. Nur Robertson nahm Gleim explizit von seiner Kritik aus. "Tez ist unser bester, konstantester und charakterstärkste Spieler." Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Hessen ein Spiel in der Art und Weise verlieren und deswegen nur zwei ihrer acht Heimspiele für sich entscheiden konnten. Shaquille Hines zählte auf: "München, Braunschweig, Oldenburg und jetzt Crailsheim." Alles Spiele, in denen die Skyliners lange in Führung waren und am Ende doch als Verlierer dastanden. "Wir müssen herausfinden, wie wir diese Spiele zu unseren Gunsten entscheiden können", sagte der 26-jährige Flügelspieler, der mit 29 Punkten und sieben getroffenen Dreiern einen Karrierebestwert aufstellte.

Viel Zeit zum ausruhen haben die Frankfurter nicht: Am Dienstagabend (20.30 Uhr) müssen sie in Oldenburg antreten.

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