Fußball-Regionalliga

Keine Mutanten, aber trotzdem viel Ungewissheit

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(fri). So intensiv wie in diesen Tagen standen Verantwortliche des FSV Frankfurt wohl noch nie in Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt, aber das ist nach dem Ausbruch des Coronavirus mit zwölf Fällen sehr nachvollziehbar. Und am Montag gab es dann auch eine erfreuliche Nachricht für die Bornheimer aus der Breiten Gasse 28. »Es hat sich nicht bestätigt, dass eine der gefährlicheren Mutationen dabei ist«, sagte Präsident Michael Görner.

Dies stimmt zuversichtlich, aber auch das seit vielen Monaten bekannte (Stamm-)Coronavirus setzt einigen der zwölf Betroffenen weiter zu. »Manche klagen über Geruchsverlust oder Muskelschwäche«, sagt Görner. »Es kann durchaus sein, dass das Gesundheitsamt die Quarantäne verlängert.« Bis zum Donnerstag ist diese zunächst angesetzt.

Wann wieder beim Tabellendritten der Fußball-Regionalliga Südwest der Ball im Trainingsbetrieb rollt, ist noch nicht klar. Frühestens am Freitag wäre dies möglich, möglicherweise aber auch erst am Wochenende oder zu Beginn der kommenden Woche. Der FSV ist da irgendwie in der Zwickmühle: Für die negativ getesteten Spieler ist es besser, so früh wie möglich wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. Für die positiv getesteten ist - gerade wenn Symptome zu konstatieren sind - jeder weitere Tag der Schonung ein willkommener. Ohnehin steht für sie zunächst ein Gesundheitscheck auf dem Plan. Bis der FSV also wieder in voller Stärke am Hang trainiert, ist demnach noch unklar.

Neue Termine für ausgefallene Spiele

Auf die wackeren Schwarz-Blauen, die bislang bravourös auftraten und mitunter gar die Spitzenposition einnahmen, wartet jedenfalls ein knallhartes Programm. Alle abgesagten Spiele hat die Regionalliga Südwest GbR neu angesetzt, Zeit zum Verschnaufen gibt es bald nicht mehr. Vom 27. Februar bis zum 3. April, also binnen 36 Tagen, muss die Mannschaft von Trainer Thomas Brendel elf Partien absolvieren - erst dann ist wieder mal unter der Woche spielfrei. »Ich verstehe die Intention der Regionalliga GbR, möglichst viele Spiele früh anzusetzen«, sagt Görner. Aus Sicht eines Sportmediziners sei dies aber »kaum zu verantworten«. Auszeiten für Stammkräfte, die möglicherweise an Covid-19 erkrankt sind, könnte es deshalb geben, müsste vielleicht sogar geben.

Bedeutet das das Ende aller Aufstiegsambitionen? »Natürlich werfen wir die Flinte nicht ins Korn. Der Kader ist in der Breite gut aufgestellt«, sagt Görner. Ob es für den Sprung in die 3. Liga reicht, bleibt bei all den Unwägbarkeiten aber abzuwarten.

Während das Regionalliga-Team noch einige Tage pausieren muss, steigen die vier Mannschaften des Nachwuchsleistungszentrums ab Mittwoch wieder in den Übungsalltag ein. Nach dem Coronavirus-Ausbruch hatte der FSV Frankfurt nämlich vorsorglich auch den Trainingsbetrieb der U 15-, U 16-, U 17- und U 19-Mannschaften für anderthalb Wochen ausgesetzt.

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