Keine mündliche Verhandlung

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(phk). Verfahren eingestellt! Die Rassismus-Vorwürfe von Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg nach dem Punktspiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf vom Samstag vor zwei Wochen haben kein weiteres Nachspiel, auf eine mündliche Verhandlung vor dem Kreissportgericht wird nach Stellungnahme beider Vereine verzichtet. Dies bestätigte am Donnerstag Selim Karanfil, Pressesprecher der Kreisstädter.

Trainer Carsten Weber, Karanfil selbst sowie Angehörige der Spieler hatten nach der Begegnung (Endstand: 0:1) darüber geklagt, rassistisch beleidigt worden zu sein. Die Heimmannschaft hatte nach eigenen Angaben davon ebenso wenig etwas mitbekommen wie der Schiedsrichter. Aufgrund dieser Grundlage und der damit einhergehenden Schwierigkeit, die Vorwürfe in einem möglichen Verfahren auch tatsächlich beweisen zu können, verzichtete Türk Gücü Friedberg nun auf eine mündliche Verhandlung - ebenso wie die Vertreter von Eintracht Stadtallendorf.

"Wie schon öfter müssen wir das wohl jetzt einfach schlucken", sagte Karanfil. "Wir sind nicht glücklich, aber wir hatten es ehrlich gesagt fast erwartet." Problem: Die Türk-Gücü-Verantwortlichen hatten sich während des Spiels nicht an den Schiedsrichter oder den Heimverein gewandt, auch weil dieser - nach Angaben der Friedberger - keine Ordner gestellt hatte. "Wir hätten anders reagieren müssen", sagte Karanfil, sprich: dafür sorgen, dass die Vorfälle aktenkundig werden oder die Partie ganz abbrechen.

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