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"Keine gute Werbung für den Eishockey-Standort Bad Nauheim"

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Zum Aus des EC Bad Nauheim in den Pre-Playoffs

Der sportliche Peinlich-Auftritt des EC Bad Nauheim und von Trainer Christof Kreuzer hat endlich ein jähes, aber verdientes und zu erwartendes Ende beim 3:8 in Dresden gefunden. Zwar bäumte sich das Team noch im Heimspiel im letzten Drittel gegen die Niederlage, aber die Aussagen vieler Fans widersprechen der verzerrten Wahrnehmung des Trainers.

Der EC Bad Nauheim lieferte in den letzten drei Monaten, so Aussagen der Fans, das schlechteste an Team, Trainer und Leistung, was man im Eisstadion gesehen hat. Das magere Torverhältnis in der Tabelle, viele unnötige knappe Niederlagen, zu viel liegen gelassene Punkte bei Siegen in der Overtime und im Penaltyschießen, Abrutschen von Platz drei auf sieben bis zum peinlichen K. o. gegen Dresden sind unter dem Strich die sportliche Bilanz des Trainers und des Teams.

Die 3:8-Niederlage in Dresden spricht Bände. Die Aussage des Stadionsprechers beim Heimspiel, man sehe sich Dienstag wieder, entlockte vielen Fans nur noch ein müdes Lächeln und war schon comedyreif. Es wird Zeit, dass Trainer Kreutzer endlich seine Sachen packt. Seine Bilanz und die des Teams in den letzten Monaten waren nur noch reihenweise Niederlagen, Versagen gegen direkte Verfolger und Konkurrenten, teilweise Angsthasen-Eishockey, Schön- und Starkreden des Trainers anderer Teams und Unfähigkeit, ausreichend Siege in 60 Minuten einzufahren, um eine komfortablen Vorsprung herauszuholen. Der ist schnell geschwunden.

Dabei tragen Kreutzer und das Team die Hauptverantwortung für das schlechte Ergebnis und das Verpassen der lange noch möglich gewesenen Playoffs und damit für das noch schlechtere Abschneiden im Vergleich zur letzten Saison. Trainer Kreutzer war überhaupt nicht mehr in der Lage, dem Team Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu geben und das sportliche Potenzial herauszuholen - oder war das alles, was die Spieler sportlich konnten, die selbst ihrer Verantwortung auf dem Eis nicht gerecht wurden? Wenigstens hat man gerade noch den Klassenerhalt geschafft. Ob man die Trainer- und Teamleistung genauso positiv in der DEL sehen würde? Wie weit wäre die Talfahrt sonst noch gegangen? Keine gute Werbung für den Eishockey-Standort Bad Nauheim und alles andere als attraktives, überzeugendes Eishockey. Das ist unterm Strich Bilanz des Trainers und des EC Bad Nauheim.

Mit dem gegenwärtig vorhandenen Potenzial wäre mehr nicht erreichbar. Die Schönredrei von Trainer Kreutzer war phasenweise in der Saison unerträglich. Sogar nach Rückfragen bei Angestellten des EC Bad Nauheim gaben zur Antwort, dass man auch nicht versteht, wieso Trainer und das Team nicht mehr in der Lage waren, Spiele in 60 Minuten zu gewinnen. Den Klassenerhalt nach Abrutschen von einem lange gehaltenen Platz drei bis zum sportlichen Versagen des klaren Ausscheidens aus den Pre-Playoffs noch als Erfolg hinzustellen, ist einfach nur noch peinlich. Was Team und Trainer in den letzten drei Monaten abgeliefert haben, war alles andere als sportlicher Erfolg, zu dem Siegeswillen und Durchsetzungsvermögen gehören. Eine Teilnahme an einer Saisonabschlussfeier spart sich mancher Fan, denn zu feiern gibt es da nicht viel. Trainer Kreuzer geht endlich nach Schwenningen und das Team muss sich in der kommenden Saison neu finden.

Das macht Hoffnung auf einen Neustart und einen hoffentlich zukünftig sportlich erfolgreicheren EC Bad Nauheim mit einem hoffentlich besseren und wesentlich kompetenteren Trainer, der es wirklich versteht, ein Team sportlich zu formen und zum Erfolg zu bringen sowie gute Positionen in der Tabelle zu verteidigen und auszubauen.

Stefan Körber, Friedberg

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