Hessenliga

Keine Chance: FV Bad Vilbel geht in der Hessenliga in Kassel unter

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Ein zu passiver FV Bad Vilbel kassiert in der Fußball-Hessenliga bei Hessen Kassel eine deutliche 0:3-Pleite. Trainer Amir Mustafic hadert mit seiner mutlosen Mannschaft, aber auch mit sich selbst.

Der KSV Hessen Kassel will zurück in die Regionalliga. Und schon allein was den Zuschauerzuspruch angeht, gehört er dort auch hin. 1800 Besucher lockte das Spiel gegen den FV Bad Vilbel ins Auestadion, wo die Kasseler "Löwen" beim 3:0 (1:0) auch ihre fußballerische Tauglichkeit zumindest für einen Spitzensplatz in der Hessenliga nachwiesen. Den zweiten Rang und damit die Qualifikation für die Aufstiegsrunde muss man den Nordhessen auf jeden Fall zutrauen. Und Bad Vilbel? "Der Abstiegskampf wird bis zuletzt spannend bleiben. Wir müssen in den nächste Spielen zeigen, dass wir wirklich wollen, sonst wird es eng", befürchtet Trainer Amir Mustafic.

Hessenliga: FV Bad Vilbel zu defensiv

Bad Vilbels Coach hatte vor der Partie überlegt, den KSV mit frühem Anlaufen etwas zu überrumpeln. Stattdessen agierten die Gäste sehr defensiv, spielten bei gegnerischem Ballbesitz mit einer Fünferkette und davor vier Mittelfeldspielern. Und sie gerieten trotzdem von Anfang an unter Druck. Es dauerte dann auch nur bis zur 16. Minute, bis Jon Mogge Kassel nach einem Zuspiel von Marco Dawid in Führung brachte – er konnte den Ball ohne Druck von einem Gegenspieler lässig ins Tor schieben (16.).

In der folgenden "Ruhephase" der Gastgeber kam Bad Vilbel zu einigen Eckbällen. Mehr war nicht zu sehen von den Wetterauern. "Besprochen hatten wir schon, etwas mutiger zu spielen, aber die Jungs haben das nicht hinbekommen. Offenbar war der eine oder andere auch von der Kulisse etwas beeindruckt. Und Kassel war körperlich und läuferisch stärker und wollte mehr, so dass es eine klare Angelegenheit war", räumte Mustafic ein. Das 0:2 aus Bad Vilbeler Sicht lag dann mehrfach in der Luft. Besonders als Ingmar Merle nach einer Ecke die Unterkante der Latte traf und Bad Vilbels Keeper Sadra Sememy den Nachschuss von Sergej Evljuskin parieren musste. Die anschließende Ecke landete wieder bei Merle, der gleich nochmal den Querbalken (42.) traf.

HessenligaKeeper Sememy unglücklich

Kassel dominierte auch nach der Pause und Merle durfte dann endlich einen Treffer bejubeln – sein angedrehter Freistoß aus spitzem Winkel war für Sememy nicht zu halten (56.). Etwas unglücklich sah der Schlussmann aber beim 0:3 aus, als er zwar vor Kassels Mahir Saglik am Ball war, diesen aber beim Klärungsversuch so anschoss, dass der Ball hinter ihm ins Tor kullerte (65.). Am Ende war Mustafic auch mit sich selbst nicht ganz zufrieden: "Ich habe die richtige Mischung diesmal nicht gefunden und muss die Niederlage zum Teil auch auf meine Kappe nehmen. Trotzdem hätte ich von meinen erfahreneren Spieler etwas mehr erwartet."

KSV Hessen Kassel: Neumann – Najjar, Merle (66.Schwechel), Häuser, Brandne – Dawid (73. Mitrou), Evljuskin, Brill, Bravo Sanchez – Saglik (83. Unzicker), Mogge.

FV Bad Vilbel: Sememy – Emmel, Geh, Grüter, Alik, Sabic – Nuh Uslu, Tilger (60. Pejic), Bozina, Bejic (60. Brauburger), Sabic – Faith Uslu (64. Bauscher). –

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Scotece (Mörfelden-Walldorf). – Zuschauer: 1800. – Tore: 1:0 Mogge (17.), 2:0 Merle (56.), 3:0 Saglik (65).

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