Eishockey

Keine Absteiger? DEL hält sich noch bedeckt

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(sid). Wegen der Corona-Krise will die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) die gerade wieder eingeführte Abstiegsregelung offenbar aussetzen. Nach einem Bericht der "Eishockey News" soll am Ende der Spielzeit 2020/21 kein Klub absteigen, der Meister der DEL2 bei Erfüllung der wirtschaftlichen Voraussetzungen aber aufsteigen. Damit soll den Erstligisten mehr Planungssicherheit geschaffen werden.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke wollte derartige Überlegungen offiziell nicht bestätigen. "Zu den Gedankenspielen möchte ich erst mal nichts sagen", antwortete er auf eine Anfrage der "Eishockey News". Gesellschafter Daniel Hopp von den Adlern Mannheim, gleichzeitig DEL-Aufsichtsrat, kündigte an, man müsse sich über das Thema "in den nächsten Monaten unterhalten".

Angesichts großer Unsicherheit über die Zulassung von Zuschauern in den Hallen sowie die finanzielle Unterstützung durch den Staat in der Corona-Krise soll ein Wettrüsten im Tabellenkeller verhindert werden, mit dem die Klubs in noch größere Nöte geraten könnten. Wegen dieser Ungewissheit hatte die DEL den Saisonauftakt bereits vom 18. September auf den 13. November verlegt.

Auch die Spieler hätten Verständnis für eine Ausnahmeregelung. "Dem einen oder anderen Verein würde man vielleicht die Sorge nehmen, zu spielen", sagte Nationalspieler Moritz Müller, Vorsitzender der neuen Spielervereinigung SVE. Auch Wolfsburgs Stürmer Sebastian Furchner meinte, man könne damit ein Wettrüsten verhindern und "finanziell den Druck vom Kessel" nehmen.

DEL und DEL2 hatten zur kommenden Saison den Auf- und Abstieg erstmals seit 2006 wiedereingeführt. Aus der zweiten Liga haben sich die Löwen Frankfurt, Kassel Huskies und Bietigheim Steelers um den Aufstieg beworben.

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