Ob der Türkische SV Bad Nauheim am Sonntag beim FC Neu-Anspach erneut die Tormaschinerie anwirft? Im Vergleich zur Vorwoche ist der Gegner FC Neu-Anspach auch aufgrund seiner starken Defensive aktuell Tabellenzweiter. FOTO: NICI MERZ
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Ob der Türkische SV Bad Nauheim am Sonntag beim FC Neu-Anspach erneut die Tormaschinerie anwirft? Im Vergleich zur Vorwoche ist der Gegner FC Neu-Anspach auch aufgrund seiner starken Defensive aktuell Tabellenzweiter. FOTO: NICI MERZ

Kein Spiel in Dortelweil

(ace). Nach der Pokalwoche, in der die meisten heimischen Vertreter der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West aus diversen Gründen nicht im Einsatz waren, steht am Wochenende der nächste komplette Ligaspieltag auf dem Programm.

Bereits am Freitagabend sollte Tabellenführer SC Dortelweil den nächsten Durchgang mit der Auswärtsbegegnung bei der DJK Bad Homburg eröffnen, doch die Partie wurde von Klassenleiter Thorsten Bastian (Rockenberg) aufgrund eines Corona-Verdachtsfalles im Lager der Bad Vilbeler Vorstädter am Donnerstagabend abgesetzt. Der Klub muss nun innerhalb der kommenden drei Tage nachweisen, dass dieser Verdacht begründet war oder einen positiven Test vorlegen. Bei Letzterem greifen die Quarantäneregeln. Gibt es ein negatives Testergebnis, kann die Partie binnen 14 Tagen neu angesetzt werden.

Am Sonntag sind demnach "nur" sieben Begegnungen zu absolvieren. Dabei sticht das Wetterauer Derby zwischen dem SKV Beienheim und dem SV Gronau aus heimischer Sicht hervor. Die restlichen Vertreter des Kreises Friedberg haben es mit Kontrahenten aus dem Hochtaunus und Frankfurt zu tun. Aufgrund der Coronavirus-Problematik wurden zwei Partien verschoben: Das Derby zwischen dem SV Steinfurth und dem FC Karben findet erst am Donnerstag, 29. Oktober (20 Uhr), statt. Einen Tag vorher erwartet die Spvgg. Fechenheim den 1. FC-TSG Königstein (20 Uhr).

FC Neu-Anspach - Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr):Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu hat vor dem Top-Spiel beim Tabellenzweiten aus dem Hochtaunuskreis keine Sorgen in der Offensive. In den vergangenen drei Partien erzielte seine Mannschaft 17 Tore erzielt und selbst ohne Top-Torjäger Stanley Ike (bisher 17 Treffer) wurde beim 7:4-Sieg in Gronau zum wiederholten Male ein "Eishockey-Ergebnis" erzielt, zu dem der eingewechselte Tosunoglu den letzten Treffer beisteuerte. Ganz so einfach wird es an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in Neu-Anspach nicht werden, denn der Klub aus dem Hintertaunus musste bislang erst sieben Gegentore schlucken. Bei drei Punkten Rückstand auf den FCNA ist aber klar: Klappt’s am Sonntag mit einem Dreier, zieht der TSV mit den Gastgebern in der Tabelle gleich.

SKV Beienheim - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr):SKV-Trainer Matthias Tietz ärgerte sich über die kurzfristige Absage von Pokalgegner FSG Wisselsheim für die für Mittwoch geplante Partie: "Da steht man in den Startlöchern und dann das. Das ist uns nun schon zum dritten Mal passiert und sorgt für negative Stimmung." Mit sieben Gegentoren gehört sein Team zu den defensivstärksten der Liga, hat allerdings selbst erst neun Treffer markiert. Selbst der Vorletzte Gronau hat mit 14 Toren mehr auf seinem Konto, kassierte aber mit 39 die mit Abstand meisten der Spielklasse. Dass der SVG gegen den Türkischen SV Bad Nauheim zwischenzeitlich mit 4:2 führte und noch mit 4:7 unterlag, ist für Tietz ein Indiz, dass "sie vorne Qualität haben. Wir wollen aber ihre Abwehrschwächen aufzeigen und davon profitieren." Dominik Reichert steht Tietz dabei nicht zur Verfügung. Er ist in seiner Funktion als Co-Trainer der U 15 von Eintracht Frankfurt unterwegs.

FC Olympia Fauerbach - SG Westend (Sonntag, 15.30 Uhr):Erstmals geht es für die Olympianer gegen den starken Aufsteiger aus dem Frankfurter Stadtteil Gallus, der sich dank vier Siegen in Folge mittlerweile auf Rang neun verbessern konnte. FCO-Spielertrainer Andreas Baufeldt konnte die überwiegend aus Akteuren aus dem ehemaligen Jugoslawien bestehende Truppe beim 4:1-Sieg in Gronau beobachten und war beeindruckt: "Westend ist eine sehr kompakte und robuste Mannschaft, die Fußball spielen will und durch Ballsicherheit besticht. Wir müssen in jeder Minute aufpassen." Unterdessen wurde unter der Woche das Kreispokalspiel der Fauerbacher beim Kreisoberligisten TSG Ober-Wöllstadt hergeschenkt. "Da die Belastung so hoch ist, liegt unsere Priorität nicht auf dem Pokal", erläutert Baufeldt die kurzfristige Absage

Mit neuem Trio auf der Trainerbank

FSG Burg-Gräfenrode - FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr):Nach der Trennung von Trainer Torsten Hertz hofft die Klubführung beim Tabellenletzten weiterhin auf eine Kehrtwende. Trotz der mageren Bilanz von nur einem Sieg in neun Partien hoffen die Roggauer nun unter der federführenden Regie von Vereinschef Florian Fünffinger und der Unterstützung von Spieler Sebastian Göktas sowie dem Reservecoach Daniel Opravil auf bessere Zeiten. Vor allem im Angriff hakt es, mit nur vier erzielten Toren drückt der Schuh im offensiven Bereich ganz besonders. Fünffinger will genau da ansetzen: "Wir haben ja gute Offensivleute. Nur haben wir uns bisher durch zu viele Ballverluste oft hinten reindrängen lassen und standen dann permanent unter Druck." Es gelte nun, "sich nach vorne zu verbessern und einfacher zu spielen." Ob das dieses Vorhaben schon gegen Aufstiegsanwärter Seckbach funktionieren wird, erscheint zumindest fraglich. Die Gäste aus dem Frankfurter Nordosten stehen aktuell auf Rang fünf, taten sich allerdings zuletzt in zwei Heimspielen mit nur einem Treffer selbst schwer mit dem Toreschießen. "Wir sind nur Außenseiter, wollen den starken Gegner aber ärgern", sagt Fünffinger selbstbewusst.

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