Die Schwalheimerin Regina Kaurisch kämpft sich auf Hawaii insgesamt 13:40 Stunden bis ins WM-Ziel.
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Die Schwalheimerin Regina Kaurisch kämpft sich auf Hawaii insgesamt 13:40 Stunden bis ins WM-Ziel.

Triathlon

Kaurisch: "Ich habe mir meinen Traum erfüllt"

  • vonTanja Weber
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(web). 12:46 Stunden zeigte die Uhr am Samstagabend hawaiianischer Ortszeit im Ziel für Thomas Beisswenger (SV Fun-Ball Dortelweil) an. Regina Kaurisch (Triathlon Wetterau) lief mit dem Leuchtstäbchen nach 13:40 Stunden Wettkampfdauer durch den Zielbogen am Pier des Pazifiks. Beide hatten sich am 30. Juni in Frankfurt als Europameister und Vize-Europameisterin bei ähnlich subtropischen Bedingungen qualifiziert - und beide finishten auf Hawaii sogar einige Minuten schneller.

Beisswenger überholte vor allem in seiner Sahnedisziplin, dem Marathonlauf, etliche Athleten der AK 65 und feierte auf dem Vulkan-Archipel einen starken zehnten Endplatz unter 50 Teilnehmern. In 4:12 Stunden lief der Bad Vilbeler durch die Lavafelder mit Wendepunkt am Energy Lab. "Nach dem Schwimmen lag ich noch auf Platz 26", sagt der Triathlon-Späteinsteiger. "Aber ich hatte die viertschnellste Laufzeit meiner Altersklasse."

Für Kaurisch begann der Tag um 3.30 Uhr morgens. Die Schwalheimerin startete 15 Minuten nach Beisswenger um 7.25 Uhr in der Startgruppe der Frauen 55+ im Wasser. "Als der Kanonenschuss fiel, bin ich sofort losgeschwommen", sagt die 60-Jährige. "Mit dem Wellengang hatte ich zunächst Probleme, dann aber schnell in meinem Rhythmus gefunden." Nach 1:19 Stunden ohne Neoprenanzug wechselte Kaurisch als Zehnte auf ihr Rennrad. "Nach dem Wendepunkt in Hawi hatte ich mit starken Windböen von der Seite zu kämpfen", erzählt Kaurisch. "Eine Athletin vor mir wurde komplett von der Straße geweht." Ihren zehnten Platz hielt Kaurisch mit starken 6:31 Stunden Radzeit für die 180 Kilometer. "Das Laufen spielte sich dann bei mir im Kopf ab. Das ist meine schwächste Disziplin." Doch Kaurisch wusste, dass sie es schafft, und arbeitete sich kontinuierlich weiter. "Punkt 18 Uhr geht in Hawaii die Sonne unter, ich bekam ein Leuchtbändchen. Als ich bei Kilometer 40 am Hotspot meines Reiseveranstalters vorbeilief und mein Mann Patrick dort ausgelassen feierte, wusste ich: Jetzt bist du gleich eine Ironwoman." Für Kaurisch endete ein langer Tag um 21:05 Uhr Ortszeit. "Jetzt muss ich die vielen Eindrücke erst mal verarbeiten. Auf jeden Fall war es ein wunderschönes Erlebnis. Ich habe mir einen Traum erfüllt."

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