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Branden Gracel bildet zusammen mit Sami Blomquist das Traum-Duo des ESV Kaufbeuren.

ESV Kaufbeuren

ESV Kaufbeuren: An der Spitze etabliert

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Dreimal in Folge ist der ESV Kaufbeuren in das Halbfinale eingezogen: Jetzt haben sich die Allgäuer mit zwei DEL-Stürmern verstärkt.

Drei Mal in Folge schaffte es der ESV Kaufbeuren nun bis ins Playoff-Halbfinale, ein Einzug ins Finale der DEL2 blieb dem Team um Trainer Andreas Brockmann jedoch stets verwehrt. Vergangenen April, bei der Saisonabschlussfeier der Saison 2018/19, ließ sich selbst der immer besonnene Coach dann (fast) dazu hinreißen, zu sagen, dass eine Finalteilnahme im Frühjahr 2020 schön wäre. . .

Zugänge/Abgänge: Mit zwei Spielern aus der höchsten deutschen Eishockey-Klasse hat sich der ESV Kaufbeuren verstärkt. Aus Schwenningen kommt Tobias Wörle, der somit wieder heimatnah (Wörles Zuhause ist eine halbe Auto-Stunde von Kaufbeuren entfernt) spielen wird. Aus Nürnberg an die Wertach gewechselt ist der rund 100 Kilo schwere Mike Mieszkowski, der - aus Sicht mancher Fans endlich - ein sehr körperliches Spiel einbringen wird. Die beiden Angreifer dürften für die Reihen zwei und drei geplant sein. Drei weitere Neuzugänge gibt es in der Defensive: Bayreuths Simon Mayr, Valentin Gschmeißner aus Bad Tölz und Leon Kittel aus der Kaufbeurer Nachwuchs-Schmiede wollen jeweils den nächsten Schritt in ihrer Karriere gehen. In der Abwehr gab es in der Tat auch die größten Umwälzungen. So hat Sebastian Osterloh nach schwerer Schulterverletzung seine Karriere beendet. Er bleibt den Jokern als Co- und Fitness-Trainer erhalten. Philipp Messing hat sich Aufsteiger Landshut angeschlossen, Daniel Haase erhielt nach aus Vereinssicht nicht mehr genügenden Leistungen zum Ende der zurückliegenden Saison keinen neuen Vertrag und hat bis dato auch noch keinen neuen Klub. Im Angriff haben sich die Talente Lillich und Schmid verabschiedet, Max Schäffler spielt künftig in der Oberliga bei Peiting. Steven Billich, der im Playoff-Halbfinale gegen Ravensburg in die Bande gerammt wurde, hat weiterhin so starke gesundheitliche Probleme, dass eine Weiterverpflichtung nicht möglich war. Im Tor, hinter Stammkeeper Stefan Vajs, versucht der dem Kölner Nachwuchs entstammende Jan Dalgic nun sein Glück.

Stärken/Schwächen:2018/19 spielte Kaufbeuren erneut eine überragende Saison, wieder darauf aufbauend, dass die komplette Mannschaft bei der Defensivarbeit hilft. Wer das Haar in der Suppe sucht, der könnte eine zu starke Abhängigkeit von der ersten Sturmreihe um das Traum-Duo Brandon Gracel und Sami Blomqvist bemängeln. Dass beide auch diese Saison für die Joker auf Torejagd gehen (und eben nicht von vermeintlich budgetstärkeren Klubs abgeworben wurden), ist ein Beweis, wie stark der Verein gewachsen ist. Die Neuzugänge Wörle und Mieszkowski sollen für mehr Flexibilität sorgen.

Trainer/Umfeld:Erfolgscoach Andreas Brockmann behält das Zepter auch in dieser Saison in der Hand. Er ist, dem sportlichen Erfolg sei Dank, unantastbar in Kaufbeuren. Sein ehemaliger Kapitän, Sebastian Osterloh, wird ihn künftig als Co-Trainer unterstützen.

Fazit/Prognose:Wie in einem Dreivierteljahr über die Kaufbeurer Saison geurteilt werden kann, wird maßgeblich davon abhängen, ob Verletzungen bei den fünf, sechs Schlüsselspielern ausbleiben. Geht, anders als in der vergangenen Saison, alles gut, ist das Halbfinale wieder im Bereich des Erreichbaren. Das offiziell ausgegebene Saisonziel, möglichst schnell die Pre-Playoffs zu erreichen, sollte aber in keinem Fall in Gefahr sein. Manuel Weiß

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