Eishockey

Der Kasseler Donut

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Die Kassel Huskies befinden sich vor der DEL 2-Partie am Sonntagabend in Bad Nauheim in der Krise. Sinnbild für die Situation bei den Eishockey-Cracks aus Nordhessen war zuletzt die Pressekonferenz nach der Partie gegen Dresden am vergangenen Sonntag. Eigentlich spricht Tim Kehler dabei lieber in seiner Muttersprache Englisch. Nach der 0:2-Pleite gegen die Sachsen hat die eine Hälfte des Cheftrainer-Duos der Huskies aber mit dieser Gewohnheit gebrochen. Er sprach deutsch: "Für die Zuschauer tut es mir leid. Unsere Mannschaft war ein Total-Ausfall. Ein solcher Auftritt ist nicht zu entschuldigen und für mich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht zu erklären." Für den Rundumschlag gibt’s verschiedene Gründe.

Die Kassel Huskies befinden sich vor der DEL 2-Partie am Sonntagabend in Bad Nauheim in der Krise. Sinnbild für die Situation bei den Eishockey-Cracks aus Nordhessen war zuletzt die Pressekonferenz nach der Partie gegen Dresden am vergangenen Sonntag. Eigentlich spricht Tim Kehler dabei lieber in seiner Muttersprache Englisch. Nach der 0:2-Pleite gegen die Sachsen hat die eine Hälfte des Cheftrainer-Duos der Huskies aber mit dieser Gewohnheit gebrochen. Er sprach deutsch: "Für die Zuschauer tut es mir leid. Unsere Mannschaft war ein Total-Ausfall. Ein solcher Auftritt ist nicht zu entschuldigen und für mich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht zu erklären." Für den Rundumschlag gibt’s verschiedene Gründe.

Da wäre die Sache mit dem Donut: Die hat etwas mit Sarkasmus zu tun – und geht so: Frage an Geschäftsführer Joe Gibbs: "Wie sieht es aus mit der Kooperation mit Wolfsburg?" Gegenfrage Gibbs: "Kennst Du einen Donut?" Antwort: "Die Dinger mit dem Loch in der Mitte." Aufklärung Gibbs: "Und dieses Loch ist unsere Kooperation." Klar, die Huskies sind nicht zufrieden. Seit dem 6. November müssen sie auf Leihgaben aus Wolfsburg verzichten. Auf zwei Akteure pro Spiel hatten die Huskies gehofft. Die personellen Probleme beim DEL-Klub aber schlagen auch auf den Partner durch.

Da wäre die Sache mit der Torflaute: Die Offensive war das Prunkstück. Im Angriff aber stottert der Motor. Nur 66 Tore in 25 Spielen – damit sind die Huskies Liga-Schlusslicht. Spitzenreiter Ravensburg hat fast doppelt so viele Treffer erzielt. Und da wären noch die enttäuschenden Ausländer: In vielen anderen Teams machen die Kontingentspieler den Unterschied. Bei den Huskies ist das nicht der Fall.

Hoffnung macht dagegen die Einstellung des Trainers. Der redet zumindest Tacheles, nimmt kein Blatt vor den Mund. Sätze, wie diese, sitzen: "Wenn ich für heute Abend Geld ausgegeben hätte, wäre ich sauer." Der Kanadier nimmt die Spieler öffentlich in die Pflicht. Und wird mit Bobby Carpenter alles auf den Prüfstand stellen. "Wir werden alles verändern: die Reihen, die Powerplay-Formationen, einfach alles." Frank Ziemke und Michaela Streuff

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