Kassel und Tölz (fast) unter sich

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(pm/phk). Die besten Akteure der abgebrochenen Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga 2 wurden am Samstagabend in einer virtuellen Gala ausgezeichnet. Dabei erhielt jeder Gewinner persönliche Grußbotschaften von Mitspielern, ehemaligen Trainer oder Familienmitgliedern.

Angreifer Max French von den Tölzer Löwen setzte sich bei der Wahl zum »Spieler des Jahres« durch. Zudem sicherte sich der Kanadier die Auszeichnung des besten Stürmers der zweithöchsten deutschen Spielklasse gegen Teamkollege Marco Pfleger und Zach O’Brien (EV Landshut). Für French gab nach einem guten Debütjahr eine deutliche Steigerung in dieser Saison den Ausschlag: In 43 Partien in der aufgrund von diversen Corona-Fällen kurz vor Schluss abgebrochenen Hauptrunde hatte er 42 Tore erzielt und damit einen neuen DEL 2-Rekord aufgestellt. Zudem steuerte er 34 Assists zu einem starken zweiten Platz seines Klubs bei. Er tritt damit die Nachfolger von Vorjahres-Gewinner Dylan Wruck (Heilbronner Falken) an.

»Dass ich nicht nur unter den besten drei Spielern bin, sondern am Ende sowohl Stürmer als auch Spieler des Jahres geworden bin, erfüllt mich mit Stolz«, sagte der Gewinner. »Ich bin dankbar für jede Stimme und die Aufmerksamkeit meiner Arbeit. Das hätte ich aber niemals ohne meine Teamkollegen hinbekommen. Ich kann mich glücklich schätzen mit diesen Jungs zusammenzuspielen und den tollen Teamgeist genießen zu dürfen.«

Franzreb siegt

An der Abstimmung, die jährlich von der Fachzeitschrift Eishockey NEWS organisiert wird, nahmen neben den Trainern oder Managern sowie den Kapitänen aller der 14 DEL 2-Klubs auch die Offiziellen der Liga, von Sprade TV und sowie vom Fachmagazin selbst teil.

Die Wahl zum besten Torhüter hat mit Maximilian Franzreb ebenfalls ein Akteur von den Tölzer Löwen für sich entschieden. Mit einer Fangquote von 91,64 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,92 in 50 Spielen war er ein starker Rückhalt seines Teams in der Hauptrunde. Dabei bejubelte er zudem gleich vier Shutouts. Nominiert waren zudem Gerald Kuhn (Kassel Huskies) und Ben Meisner (EHC Freiburg)

Zwei Titel Huskies

Den besten Verteidiger stellt Hauptrundensieger EC Kassel Huskies mit Troy Rutkowski. Bei der Wahl setzte er sich deutlich durch. Dem im Sommer verpflichteten Abwehrspezialisten gelangen 13 Tore und 40 Assists. So ist der Kanadier auch Topscorer der Nordhessen. Sein Plus-Minus-Wert lag zudem bei starken plus 39. Rutkowski setzte sich bei der Wahl gegen Teamkollege Joel Keussen und Andreas Schwarz (Tölzer Löwen) durch.

Die Kassel Huskies stellen mit Tim Kehler auch den besten Trainer des Jahres. Kehler ist seit November 2018 Headcoach in Nordhessen und legte mit den Schlittenhunde eine fulminante Hauptrunde hin, in denen das Team zu Hause lange Zeit ungeschlagen war und am Ende erstmals den Gewinn der Hauptrunde feiern durfte. Der Kanadier gewann die Abstimmung gegen Kevin Gaudet (Bad Tölz) und Peter Russell (Freiburg), der zur neuen Saison zu den Ravensburg Towerstars wechselt.

Mit Philipp Krauß wurde ein Spieler des ESV Kaufbeuren zum Besten in der Kategorie »Rookie des Jahres« gewählt. Das Talent spielt sein erstes Profijahr für seinen Heimatklub. Der 20-jährige Stürmer absolvierte insgesamt 50 Spiele, in denen ihm zehn Tore und zehn Vorlagen gelangen. Ebenfalls nominiert waren Bennet Roßmy (Lausitzer Füchse) und Joshua Samanski (Ravensburg Towerstars).

Neu in diesem Jahr war die Wahl zum »U 21-Förderspieler des Jahres«. Gewonnen hat Luca Tosto - und damit der dritte Gewinner von den Tölzer Löwen. Er war bereits zum U 21-Förderspieler des Monats November gewählt worden. In dieser Spielzeit absolvierte er insgesamt 38 Spiele in der Hauptrunde, in denen er 19 Tore erzielte und 13 Vorlagen gab. Damit setzte er sich gegen Mario Zimmermann (EV Landshut) und Gregory Saakyan (EHC Freiburg) durch.

Aus den Reihen des Wetterauer Zweitligist EC Bad Nauheim war kein Spieler unter den letzten Drei in den genannten Kategorien. Die Kurstädter wurden aber dennoch ausgezeichnet - mit dem Fairplay-Preis für die wenigstens Strafminuten.

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