Kassel fordert Abbruch und Aufstieg

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(gsch). Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel zeigt klare Kante: In der Diskussion über die Fortsetzung der Saison fordert der KSV Hessen den Abbruch der Spielzeit 2019/20 in den Amateurklassen und beim Nachwuchs. Gewertet werden sollen die aktuellen Tabellen nach der Quotientenregel. Ohne Absteiger, aber mit dem Direktaufstieg der Teams auf den ersten und Playoff-Plätzen. "Niemand soll nun sportlich benachteiligt werden, da alle Teams, Klubs und Fans leiden", erklärte Jens Rose, der Vorsitzende.

Das KSV-Führungsgremium will mit seinem Vorschlag helfen, "dass wir alle hoffentlich bald mehr Klarheit über die Zukunft bekommen". Bekanntlich will der Hessische Fußball-Verband bis zum 16. Mai entscheiden, ist dabei aber auch vom Weg der 3. Liga und der Regionalligen abhängig.

Und natürlich will sich der KSV mit dem Abbruch auch selbst den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga erfüllen. Das Hessenliga-Team der Stunde ist seit dem 1:2 gegen Eddersheim am 6. Oktober in elf Spielen ungeschlagen, hat 31 von 33 Zählern geholt bei famosen 48:7 Toren.

Wird nach Punkten pro Spiel gewertet, belegt Stadtallendorf mit 21,8 Zählern den direkten Aufstiegsplatz, die Löwen wären wie in der Originalrangliste mit 21,3 als Zweiter auf dem Playoff-Platz vor Eddersheim (20,4) und Fulda/Lehnerz (1,9).

Das Kasseler Konzept verleihe den Ligen durch stark vergrößerte Teilnehmerfelder zusätzlichen Reiz, ein Jahr mit vielen Spielen. "So können viele Zuschauer auf die Sportplätze gelockt werden - davon profitiert der Amateurfußball insgesamt", glaubt Rose. Vereine bekommen die Chance, notwendige Einnahmen zu erzielen und ein größtmögliches Maß an Planungssicherheit. "Genau das braucht der Amateurfußball nach so langer Abstinenz." Um zur Saison 2021/22 wieder die jeweilige Ligen-Sollstärke zu erreichen, würde es in der Übergangssaison 20/21 deutlich mehr Absteiger geben. "Das erhöht den Reiz auch für Spiele der Teams auf Platz zehn und elf", spekuliert Rose.

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