Torschützen unter sich: Darius Rienmüller (vorne) bringt den SV Steinfurth in Führung. Can Özkan vom FC Ober-Rosbach erzielt das 2:2 und geht später sogar als Sieger mit seinem Team vom Feld. 	(Foto: Nici Merz)
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Torschützen unter sich: Darius Rienmüller (vorne) bringt den SV Steinfurth in Führung. Can Özkan vom FC Ober-Rosbach erzielt das 2:2 und geht später sogar als Sieger mit seinem Team vom Feld. (Foto: Nici Merz)

Karpuz und Özkan bringen Wende für Ober-Rosbach

(tih/bn) Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga triumphierte Tabellenführer FC Ober-Rosbach dank eines späten Treffers von Sezgin Karpuz beim Zweiten SV Steinfurth und vergrößerte den Abstand auf vier Punkte. Dank eines Viererpacks gegen die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim katapultierte sich indes Ober-Wöllstadts Jake Hirst mit nun 13 Saisontreffern an die Pole Position der Torjäger-Liste und verhalf seinem Team zu einem 5:0-Heimerfolg über den Aufsteiger.

Ebenfalls vier Zähler hinter dem FCO rangiert der SKV Beienheim (5:2-Auswärtserfolg in Gronau) auf Platz drei. Allerdings hat der Tabellendritte im Vergleich zum Spitzenduo eine Partie weniger absolviert. Mit einem 2:1 gegen den VfB Petterweil verbuchte der FC Kaichen endlich den ersehnten ersten Dreier. Der FV Bad Vilbel II verlor beim 1:2 gegen den FC Karben bereits das sechste Spiel in Folge und steht nun das erste Mal auf einem Abstiegsplatz.

SV Nieder-Wöllstadt – SV Staden 1:1 (1:0): »Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.« Dieses Sprichwort beschreibt bis dato die Saison des SV Nieder-Wöllstadt, der sich in seinem achten Spiel bereits zum sechsten Mal mit einer Punkteteilung begnügen mussten. Die von Verletzungen stark dezimierten Gastgeber erwischten jedoch den besseren Start in die Partie. In der 18. Minute vergab Abdelaziz El Mojahid zwei Chancen auf die Führung. Zunächst parierte Stadens Torwart Michael Eckhardt den Schuss von Wöllstadts Nummer 19, bei der anschließenden Ecke segelte sein Kopfball über das Gehäuse. SVS-Stürmer Marcel Wörner verpasste mit seinem Kopfball das Gehäuse nur knapp. (32.

). Zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt markierten die »Roten« den Führungstreffer. Nach einem Braun-Freistoß scheiterte El Mojahid noch am starken Eckhardt, beim Nachschuss von Zahirovic war der Ex-Herthaner allerdings machtlos (42.). Nach dem Seitenwechsel nahm die Feldüberlegenheit der Gäste zu. Jedoch brachten Scheller (52./Kopfball nach Flanke Dickmann) und Wörner (56./nach Ecke Scheibner) gleich zwei Mal das Leder nicht aufs Tor. 20 Minuten vor Schluss kamen die Stadener zum letztlich nicht unverdienten Ausgleich. Dickmann markierte mit einem Schuss ins lange Eck nach guter Vorlage von Scheibner das 1:1 (71.). Zu allem Überfluss sah Patrick Glischinski wegen Nachtretens die Rote Karte. Den daraus resultierenden Freistoß, ausgeführt von Wörner, entschärfte Wöllstadts Schlussmann Daubertshäuser und hielt ein leistungsgerechtes Unentschieden fest.

SV Nieder-Wöllstadt: Daubertshäuser, Glischinski, Herdt, Philipp Wagner, Monastyrskij, Felix Wagner, Bischoff, Czepa, Marco Braun, Zahirovic, El Mojahid, Eickhoff, Jonas Müller, Myustedzheb.

SV Staden: Eckhardt, Schneeberger, Pierre May, Dural, Sebastian May, Hosenseidl, Wörner, Dickmann, Scheibner, Wolf, Schmidt, Scheller, Berting, Genc, Langner.

Steno: SR: Mazza (Offenbach). – Zuschauer: 80. – Tore: 1:0 (42.) Zahirovic, 1:1 (71.) Dickmann. – Rote Karte: Glischinski (82.).

TSG Ober-Wöllstadt – SG Dorn-Assenheim/Weckesheim 5:0 (1:0): Die TSG siegte einmal mehr dank Knipser Jake Hirst. In der Begegnung gegen Dorn-Assenheim/Weckesheim sorgte Wöllstadts Nummer elf mit einem Viererpack quasi im Alleingang für die Entscheidung. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste das Spiel noch offen. Erst kurz vor der Pause konnten die »Blauen« das Defensiv-Bollwerk der SG knacken. Hirst war mit einem strammen 16-Meter-Schuss erfolgreich. Im zweiten Durchgang schaffte es der Aufsteiger jedoch nicht mehr, das Tempo der Hausherren mitzugehen. Hirsts zweiter Treffer (52.) kurz nach Wiederbeginn brach dem Tabellen-13. das Genick. In der 57. sowie in der 67. Minute war es erneut der TSG-Kanonier, der mit zwei Toren innerhalb von zehn Minuten gegen mittlerweile wehrlose Gäste den verdienten Heimsieg sicherte. Für den 5:0-Endstand sorgte ein Eigentor des eingewechselten Daniel Freitag. »Dorn-Assenheim hat sich nach dem 2:0 aufgegeben, daher ist der Sieg auch in der Höhe nicht unverdient«, so TSG-Pressesprecher Peter Roskoni.

TSG Ober-Wöllstadt: Kornmesser, Bechtloff, Fett, Grazioso, Gonzales, Loppe, Kurtz, Schütz, Schallenberg, Hirst, Menges, Gondolf, Menzel, Schlichting, Haas.

SG Dorn-Assenheim/Weckesheim: Pflug, Kämpfer, Müller, Ess, Kuhl, Sibbe, Zika, Kempf, Mück, Strebert, Schneiderwind, Freitag, Schütz, Sibik.

Steno: Schiedsrichter: Becker (Büdingen). – Zuschauer: 150. – Tore: 1:0 (44.) Hirst, 2:0 (52.) Hirst, 3:0 (57.) Hirst, 4:0 (67.) Hirst, 5:0 (81.) ET Freitag.

SV Steinfurth – FC Ober-Rosbach 2:3 (2:1): Der FC Ober-Rosbach kam als Tabellenführer ins Rosendorf, mit dem Ziel, den Abstand auf den Zweitplatzierten SV Steinfurth zu vergrößern. Dies gelang den Gästen durch einen Last-Minute-Treffer von Sezgin Karpuz. Zunächst nahmen aber die Gastgeber den Schwung vom 11:0-Kantersieg beim FV Bad Vilbel II mit. Bereits fünf Minuten nach Spielbeginn brachte Darius Rienmüller den SV per Strafstoß (Fiedler foulte Landvogt) in Front. Nach einer schönen Kombination über Landvogt und Rienmüller war es ein leichtes Spiel für Rückkehrer Benjamin Bindewald, der den Ball ins leere Gehäuse einschob (9.

). Der Spitzenreiter erholte sich von diesem Schock in der 25. Minute, als Sezgin Karpuz auf 1:2 verkürzte. Für die erste torgefährliche Aktion nach der Halbzeit sorgte Darius Rienmüller, doch sein Abschluss landete nur am Querbalken (59.). Steinfurth verpasste trotz guter Chancen die Entscheidung, unter anderem war Esposito zu uneigennützig und legte quer – er war in hervorragender Schussposition. Dies bestrafte der FCO mit zwei Treffern in der Schlussviertelstunde. Wieder war es Aktivposten Karpuz, der auch am zweiten Treffer beteiligt war. Der Schuss von Rosbachs Offensivmann landete zwar am Pfosten, doch Can Özkan bugsierte den Abpraller ins Netz (77.). In der Nachspielzeit zeichnete Karpuz mit seinem zweiten Tagestreffer für den Lucky Punch verantwortlich.

SV Steinfurth: Laboy, Riedmeier, Herbert, Göbel, Parisi, Walter, Rienmüller, Bindewald, Landvogt, Martinez, Wettner, Kesler, Müller, Esposito, Bayer.

FC Ober-Rosbach: Robert Cue, Dallwitz, Sangl, Steven Cue, Bannert, Böker, Sezgin Karpuz, Karaduman, De Oliveira Neto, Özkan, Fiedler, Saljihu, Lotto, Pätzold.

Steno: Schiedsrichter: Bierau (Leun). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 (5.) FE Rienmüller, 2:0 (9.) Bindewald, 2:1 (25.) Karpuz, 2:2 (77.) Özkan, 2:2 (90.+2) Karpuz.

SKV mit besseren Chancen

SV Gronau – SKV Beienheim 2:5 (1:3): Die Gäste wurden über die gesamten 90 Minuten hinweg ihrer Favoritenrolle gerecht, hatten nicht nur optische Vorteile, sondern auch die eindeutig besseren Tormöglichkeiten auf ihrer Seite. Durch Amuzong ging der SKV schon nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung, die Stefano Barisi zehn Minuten später wieder wettmachte. Ein Missverständnis in der Gronauer Abwehr nutzte Üstündag in der 43. Spielminute zur abermaligen Gästeführung. Praktisch mit dem Pausenpfiff verwandelte Amuzong einen von Angelonotar an Üstündag verursachten Strafstoß zum 3:1. Unittelbar nach Wiederbeginn erhöhte Üstündag mit einem unhaltbaren Kopfball auf 4:1, ehe Amouzong nach schöner Vorarbeit von Johannes Eder für den fünften Beienheimer Treffer verantwortlich zeichnete. Schließlich gestaltete Gino Wirth (88.) das Resultat für die Platzherren noch etwas erträglicher.

SV Gronau: Hell – Taitschinov, Laubus, Notarangelo, Krasniqui, Maric, Griepentrog, Hohn, Stefano Basanisi, Köhler, Rocco Basanisi

SKV Beienheim: Christiansen – Eder, Tiemon Wolf, Friede, Bilkenroth, Muzong, Aniol, Visoka, Pircek, Marx, Amuzong,Anane, Üstündag, Cakici.

Steno: Schiedsrichter: Röll (Sinntal). – Tore: 0:1 (15.) Amuzong, 1:1 (25.) Stefano Barisi, 1:2 (43.) Üstündag, 1:3 (45.) Amuzong (Foulelfmeter), 1:4 (46.) Üstündag, 1:5 (67.) Amuzong, 2:5 (88.) Wirth. – Zuschauer: 100. – Rote Karte: Griepentrog (85.) wg. Meckerns.

FV Bad Vilbel II – FC Karben 1:2 (0:2): Die Besucher gingen aus einer wahren Hitzeschlacht am Ende aufgrund der insgesamt besseren Einschussmöglichkeiten als verdiente Gewinner hervor. Tugay Kuzpinari verwandelte in der 20. Spielminute einen Foulelfmeter für die Karbener zur 1:0-Führung. Der gleiche Spieler erzielte fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff des Limeshainer Unparteiischen das 2:0. Drei Minuten waren im zweiten Durchgang vergangen, als Gök Alp den Bad Vilbeler Anschlusstreffer markierte. Trotz beiderseitiger Bemühungen blieb es bis zum Abpfiff bei dem knappen, aber gerechten Resultat. Gäste-Akteur Michel Albrecht zog sich in den Schlussminuten noch eine Knieverletzung zu und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

FV Bad Vilbel II: Räcke – Hakan Köroglu, Gebrelnel, Montella, Döring, Marshedj, Gök Alp, Filipovic, Lentini, Barkok, Lentino, Cicak, Cakmak, Ali, Majorano.

FC Karben: Stuke – Michel Albrecht, Schmidt, Schaar, Wolf, Yannik Jung, Tugay, Kuzpinari, Weinert, Eckhardt, Biedermann, Erkan Gök, Harez Habib, Moritz Albrecht.

Steno: Schiedsrichter: Tonecker (Limeshain). – Tore: 0:1 (20.) Kuzpinari (Foulelfmeter), 0:2 (40.) Kuzpinari, 1:2 (48.) Gök Alp. – Gelb-Rote Karte: Yannik Jung (70.) wegen wdh. Foulspiels. – Zuschauer: 80.

FC Kaichen – VfB Petterweil 2:1 (0:1): Die Kaichener Fans durften am Sonntag endlich den ersten Saisonerfolg ihrer Mannschaft bejubeln, die trotz der Hitze insbesondere in kämpferischer Hinsicht über sich hinauswuchs und in Fabian Roth sowie Nils Kolbinger die herausragenden Akteure auf dem Feld in ihren Reihen hatten. Den besseren Start erwischten allerdings die Petterweiler, die bereits in der 6. Minute nach einer schönen Einzelleistung von Emre Gülenc mit 1:0 vorne lagen. Bis zur 65. Minute musste sich der Aufsteiger gedulden, ehe Fabian Roth eine Clemens-Ecke zum Gleichstand einköpfte. Alexander Clemens (70.

) blieb es schließlich vorbehalten, ein Ofcarek-Zuspiel aus 25 m zum umjubelten Siegtreffer in die Maschen zu befördern. Vor allem aufgrund der überlegen geführten zweiten Halbzeit ging der Erfolg für die Hausherren in Ordnung.

FC Kaichen: Spitteler – Vollbrecht, Kulik, Kolbinger, Kraft, Roth, Philipp, Henner Fokken, Ocarek, Clemens, Ohl, Kus, Algazzi.

VfB Petterweil: Puth – Thom, Jung, Petkovic, Roth, Balzer, Kromm, Seyit Okumus, Gülenc, Guibega, Özgür Genc, Okan Genc, Sayit Okumus.

Steno: Schiedsrichter: Stoler (Frankfurt). – Tore: 0:1 (6.) Gülenc, 1:1 (65.) Roth, 2:1 (70.) Clemens. – Zuschauer: 100.

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